12. Juli 2012, 08:25 Uhr

Ministerin Schavan wirbt um Jugendliche aus Spanien

In Spanien ist fast jeder zweite Jugendliche arbeitslos, während Deutschland über Fachkräftemangel klagt. Auf einer Ausbildungskonferenz mit ihrem spanischen Kollegen sucht Bundesbildungsministerin Schavan nach einer gemeinsamen Lösung.

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Will spanischen Jugendlichen in Deutschland eine Berufsperspektive bieten: Bildungsministerin Annette Schavan

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) will mehr Jugendliche aus Spanien auf den deutschen Arbeitsmarkt locken. "Damit können wir unseren Fachkräftebedarf ein bisschen besser decken", sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin. Am Morgen trifft sich die Ministerin dazu in Stuttgart zu einer Konferenz mit ihrem spanischen Amtskollegen José Ignacio Wert Ortega.

Hintergrund der Kooperation ist der Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit in Spanien und der Fachkräftemangel hierzulande. Beide Seiten wollen jungen Leuten in Spanien bessere Ausbildungsmöglichkeiten eröffnen oder ihnen alternativ Perspektiven in nördlicheren Ländern Europas bieten. Nach Angaben des Bundesbildungsministeriums ist in Europa jeder vierte Jugendliche arbeitslos, in Spanien ist es sogar jeder zweite.

Ziel sei auch, in Spanien eine duale Berufsausbildung einzuführen, sagte Schavan. Mit rund 50 Experten und Vertretern von Unternehmen, die in beiden Ländern aktiv sind, solle unter anderem geklärt werden, wie viele spanische Jugendliche in Deutschland ausgebildet werden können.

kng/DPA
 
 
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