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Dobrindt erwartet 380 Millionen Euro mehr pro Jahr

Die Lkw-Maut soll künftig auch für leichtere Lastwagen und auf weiteren großen Bundesstraßen gelten. Zusätzliche Einnahmen von 380 Millionen Euro pro Jahr sollen die sinkenden Tarife ausgleichen.

  Die Lkw-Maut gilt bisher auf Autobahnen und großen Bundesstraßen. Sie bringt rund 4,5 Milliarden Euro im Jahr ein.

Die Lkw-Maut gilt bisher auf Autobahnen und großen Bundesstraßen. Sie bringt rund 4,5 Milliarden Euro im Jahr ein.

Die geplante Ausdehnung der Lkw-Maut auf weitere große Bundesstraßen und leichtere Lastwagen soll künftig 380 Millionen Euro pro Jahr einbringen. Das sieht ein Gesetzentwurf von Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) vor, den das Bundeskabinett an diesem Mittwoch beschließen will. Konkret sollen zum 1. Juli 2015 weitere 1100 Kilometer vierspurige Bundesstraßen mautpflichtig werden. Ab dem 1. Oktober 2015 soll die Maut dann schon für Lkw ab 7,5 statt bisher ab 12 Tonnen gelten. Die Ausweitung soll auch dazu beitragen, schwindende Einnahmen aus der Lkw-Maut aufzufangen.

#link;http://www.stern.de/politik/deutschland/ab-2015-dobrindt-will-offenbar-lkw-maut-kuerzen-2127223.html;Deren nach Schadstoffausstoß gestaffelte Tarife sollen zum 1. Januar 2015 nämlich überwiegend sinken#. Dadurch dürfte bis 2017 fast eine halbe Milliarde Euro weniger in die Staatskasse kommen als bisher geplant. Hintergrund dieser vom Bundestag schon beschlossenen Senkung ist, dass der Bund für seine Fernstraßen inzwischen niedrigere Zinskosten hat. Dies muss an die Straßennutzer weitergegeben werden.

"Lkw-Maut auf allen Bundesstraßen"

Von der Ausdehnung der Lkw-Maut erwartet das Ministerium für 2015 zunächst Einnahmen von 115 Millionen Euro in den anteiligen Monaten. Für die vollen Jahre 2016 und 2017 sind dann jeweils 380 Millionen Euro geplant. Die seit 2005 auf den Autobahnen fällige Lkw-Maut gilt seit 2012 auch schon auf großen Bundesstraßen mit einer Länge von rund 1200 Kilometern. Sie bringt bisher rund 4,5 Milliarden Euro im Jahr ein.

SPD-Fraktionsvize Sören Bartol sagte: "Wir wollen zusätzliche Mittel in die Sanierung und den Ausbau unserer Verkehrswege investieren." Dafür sollten Lastwagen als Nutzer der Bundesstraßen stärker an der Finanzierung beteiligt werden. Die für 2015 vorgesehenen Schritte reichten dafür jedoch nicht aus. "Wir brauchen zügig die Lkw-Maut auf allen Bundesstraßen." Union und SPD haben dies im Koalitionsvertrag vereinbart. Dobrindt plant die Umsetzung zum 1. Juli 2018.

kup/DPA/DPA
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