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Aigner wehrt sich gegen "Dinosaurier des Jahres"

Für den Nabu steht es fest: Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner bekommt den zweifelhaften Umweltpreis "Dinosaurier des Jahres". Doch das kann sie nicht nachvollziehen - und wehrt sich nach Kräften.

  Nur selten nimmt der Preisträger den "Dinosaurier des Jahres" persönlich entgegen. Dieses Jahr behalf sich der Nabu mit einem Foto der Agrarministerin

Nur selten nimmt der Preisträger den "Dinosaurier des Jahres" persönlich entgegen. Dieses Jahr behalf sich der Nabu mit einem Foto der Agrarministerin

Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) ist für den Naturschutzbund Deutschland (Nabu) der "Umwelt-Dinosaurier" 2012. Sie erhalte den Negativpreis "für ihre rückwärtsgewandte Klientelpolitik, die den Prinzipien einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Politikgestaltung widerspricht", begründete Nabu-Präsident Olaf Tschimpke in Berlin diese unbeliebte Auszeichnung. Aigner warf dem Nabu im Gegenzug vor, er setze auf billige PR-Gags und verschließe als "blinde Nuss des Jahres" die Augen vor der Wirklichkeit.

Die Naturschützer kritisierten insbesondere Aigners Agrarpolitik als umweltschädlich. Der Nabu warf Aigner vor, an den Milliardensubventionen der Europäischen Union für die Landwirtschaft nach dem Gießkannenprinzip festzuhalten. Damit würden auch Betriebe gefördert, die der Umwelt durch großflächigen Maisanbau, Pestizideinsatz oder Massentierhaltung schadeten. Dagegen sperre sich Aigner gegen das von der EU-Kommission geforderte "Greening", nach dem sieben Prozent der Ackerflächen in ökologische Ausgleichsflächen umgewandelt werden sollten.

"Nabu verschließt die Augen vor der Wirklichkeit"

Der Sprecher von Aigner warf dem Nabu vor, die Augen vor der Wirklichkeit zu verschließen. Aus Sicht des Ministeriums bedeutet das Greening einen enormen bürokratischen Aufwand und bringe kaum etwas. Deutschland lehne zwar das Greening ab, unterstütze aber die EU-Ziele für mehr Umweltleistungen. Auch auf nationaler Ebene werde Umweltschutz gefördert.

Ihr Engagement für ein besseres Tierschutzgesetz nannte Tschimpke enttäuschend. Beim in diesem Monat verabschiedeten Tierschutzgesetz hatte Aigner eine Verschärfung der Vorschriften bei Ferkelkastration und bei Brandzeichen nicht erreichen können. Tierschützer hatten ihr daraufhin vorgeworfen, vor der Agrar-Lobby umgekippt zu sein. Zudem habe die Ministerin ein neues umweltverträglicheres Jagdrecht blockiert und sich nicht genügend für eine nachhaltigere Fischereipolitik eingesetzt.

Fischbestände sollen gesichert werden

Ein Sprecher Aigners entgegnete unter anderem, Deutschland habe die Modernisierung der Landwirtschaft entschlossen vorangetrieben und setze auf regional einheitliche Hektarprämien. Damit werde nicht länger die Produktion, sondern die nachhaltige Bewirtschaftung gefördert. Zudem unterstütze die Bundesregierung in den Verhandlungen zur Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik die Ziele der Kommission für mehr Umweltleistungen in der Landwirtschaft. In der Fischerei-Politik setze sich das Ministerium dafür ein, die Fischbestände als eine der wichtigsten Nahrungsquellen für kommende Generationen zu erhalten.

Der Nabu vergibt den "Umwelt-Dinosaurier" seit 1993 jährlich an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die sich seiner Ansicht nach beim Umweltschutz negativ hervorgetan haben. Die 2,6 Kilogramm schwere Zinn-Nachbildung einer Riesenechse war zuletzt etwa an die Kreuzfahrtunternehmen Aida und Tui Cruises sowie den Ex-Chef des Energiekonzerns RWE, Jürgen Großmann, verliehen worden.

tkr/DPA/Reuters/DPA/Reuters

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