Die Deutsche Bahn wird privatisiert - allerdings nur zu einem Teil. Dennoch dürften Bahnkunden den Einstieg von Investoren zu spüren bekommen. Lesen Sie hier, worauf sich Bahnfahrer einstellen müssen. Von Björn Maatz und Ulf Brychcy

Besorgte Bürger protestieren gegen die Bahnprivatisierung vor dem Bahn-Tower in Berlin© Miguel Villagran/AP
Begeisterungsstürme hat der jüngste SPD-Beschluss zur Bahnreform bei der Bundesregierung nicht gerade entfacht. "Ein Modell, bei dem es zu einer Beteiligung von privatem Kapital kommt, ist in jedem Fall einträglicher als ein Modell, bei dem es zu gar keiner Beteiligung kommt", sagte ein Sprecher des Finanzministeriums in Berlin. Der Eindruck sei, dass das SPD-Modell eines sei, "das am Markt Interesse auslösen könnte - mehr als andere Modelle, die bisher diskutiert wurden".
Private Investoren sollen nach den Plänen der SPD an der geplanten Holding für Fahrbetrieb und Logistik höchstens 24,9 Prozent erwerben dürfen. Damit bleiben 75,1 Prozent des Personennah- und -fernverkehrs sowie der Gütersparte in staatlicher Hand. Das Schienennetz und die Bahnhöfe verbleiben wie geplant zu 100 Prozent in Bundesbesitz.
Experten kritisieren die Minireform als verlogen und unausgegoren. Zudem erwarten sie keinen Innovationsschub. Lesen Sie hier, wie die Positionen außerhalb der Politik sind: die drängendsten Fragen der Bahnkunden.