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23. Februar 2009, 11:32 Uhr

Wie Mißfelder in die Falle tappte

JU-Chef Philipp Mißfelder wurde harsch für seine Äußerungen zu Hartz-IV-Empfängern kritisiert. Warum? Weil es seine eigenen Parteikollegen so wollten. Denn der "Skandal" um Mißfelder ist offenbar auch das Resultat parteiinterner Intrigen der CDU. Von Hans Peter Schütz

 
Philipp Missfelder, Vorsitzender der jungen Union, Hartz IV, CDU, Finanzsenator Ulrich Nußbaum

Intrigantenstadl in Nordrhein-Westfalen: JU-Chef Philipp Mißfelder© Joerg Sarbach/AP

Tapfer spricht Philipp Mißfelder von "ausgewogenen Reaktionen". Na ja. Wer bei stern.de die hoch emotionalen Kommentare liest, mit denen sein Satz "Die Erhöhung von Hartz IV war ein Anschub für die Tabak- und Spirituosenindustrie" bedacht wird, kann ihm nur bedingt zustimmen. Als ein "Herr Mistfelder" wird da der Vorsitzende der Jungen Union (JU) bezeichnet. Oder als CDU-Politiker angegriffen, der mit "Dumm-Dumm-Geschossen" Politik mache, obwohl er doch im Präsidium der Bundes-CDU ganz oben sitze. Selbst der CDU-Arbeitsminister von Nordrhein-Westfalen, Karl-Josef Laumann, mit dem sich Mißfelder freundschaftlich duzt, ging sofort auf Distanz.

Aber die Proteste aus den CDU-Reihen gegen Mißfelder sind nicht sehr glaubwürdig. Nachdem der ehemalige grüne Wirtschaftsexperte Oswald Metzger zu stern.de gesagt hatte, "Sozialhilfeempfänger sehen ihren Lebenssinn darin, Kohlehydrate und Alkohol in sich hinein zu stopfen, vor dem Fernseher zu sitzen und das Gleiche den eigenen Kindern angedeihen zu lassen", gingen zwar die Grünen eilig auf Distanz zu ihrem ehemaligen Bundestagsabgeordneten. Die CDU aber hat ihn ohne jedes Zögern aufgenommen. Und auf Mißfelders politischer Linie bewegte sich auch schon Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen mit kritischen Bemerkungen zu Hartz IV, ohne dass es zum Proteststurm kam.

Tatsache ist, dass viele in der CDU, intern "bürgerliche Bücklinge" genannt, denken wie Mißfelder, es aber nicht offen zu sagen sich trauen. Man gibt Mißfelder im Prinzip Recht, schweigt aber. Sie orientieren sich an Angela Merkel, der harte sachliche Positionen ohnehin nie gefallen und die auch in diesem Fall schweigt, wie immer. Mißfelder dagegen fordert seit langem, die CDU müsse wieder klare Standpunkte beziehen und nicht nur Konsensdebatten führen. Wenn er, wie auf dem letzten CDU-Bundesparteitag geschehen, sich zum Bier mit dem bei Merkel in Ungnade gefallenen Friedrich Merz setzt, wird dies sogleich mit ärgerlichen Blicken bedacht. Er nennt sich selbst einen Konservativen und gehörte zu dem Quartett jüngerer Unionspolitiker, die vor einigen Monaten die Kanzlerin in einem Grundsatzpapier zu mehr Klarheit mahnten: Die CDU müsse wieder an ihre Wurzeln denken und sich zu einem "modernen bürgerlichen Konservatismus" bekennen. Hinzu kommt, dass die nordrhein-westfälische CDU derzeit zu Recht als "Intrigantenstadl" bezeichnet wird. Mal wird eine CDU-interne Umfrage durchgestochen, laut der es der SPD zum ersten Mal seit langer Zeit wieder gelungen ist mit 31 Prozent vor der CDU (28 Prozent) zu liegen; die Linkspartei kam dabei auf stattliche 16 Prozent. Das wird von vielen als parteiinterner Rachefeldzug gegen CDU-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers interpretiert. Denn der hat seinen in der Landes-CDU mächtigen Verkehrsminister Oliver Wittke gefeuert, weil der mit innerorts 105 Stundenkilometern geblitzt worden war. Plötzlich wurde im derzeitigen Machtkampf innerhalb der NRW-CDU über Mißfelder als "Schatten-Verkehrsminister" spekuliert, ein Job der ihn überhaupt nicht interessierte. Um Rüttgers "anzuschießen", so die Gerüchteküche, hätten die "Ruhr-Nachrichten" den schon ein paar Tage alten Hartz-IV-Satz von Mißfelder, der bei der ersten Veröffentlichung zunächst niemanden aufgeregt hatte, ein zweites Mal gedruckt und an die Nachrichtenagenturen geliefert.

*

Keiner kommt auffälliger daher, keiner schneller und keiner braucht mehr Sprit - als Berlins neuer Finanzsenator Ulrich Nußbaum. Der Hüter der leeren Stadtkassen fährt einen Bentley Continental GTC, die Edelkarosse, ein Cabrio, ist 314 Stundenkilometer schnell, säuft im Stadtverkehr 25 Liter, hat 560 PS und kostet neu 190.000 Euro. Bemerkenswerte Hoffnungen begleiten den Nachfolger des bisherigen Finanzsenators Thilo Sarrazin, der die Bürger regelmäßig mit rigorosen Botschaften erschreckt hat. Etwa der These, dass sich jeder Hartz-IV-Empfänger von vier Euro am Tag gesund und ausgewogen ernähren könne. "Das kleinste Problem von Hartz-IV-Empfängern ist Untergewicht." Auch politisch kannte er keine Scheu. Die Linkspartei (früher PDS), immerhin Koalitionspartner der Berliner SPD, ärgerte der SPD-Mann Sarrazin mit dem Spruch: "Dumm, dümmer, PDS."

Interessant ist, dass der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit früher gerne den Stadtstaat Bremen wegen seiner hohen Schulden herunter geputzt hat, jetzt aber mit Nußbaum einen Mann an die Spree holte, der auch schon mal Finanzsenator in Bremen war. Privat war er allerdings geschäftlich sehr erfolgreich und brachte es als Fisch-Großhändler zum Millionär. Was er in Berlin politisch vorrangig gestalten will, hat er bisher verborgen. Berlins Autofahrer allerdings sehen ihm hoffnungsvoll entgegen: Mit seinem Privatauto werde er die unendlichen Schlaglöcher auf den Straßen der Hauptstadt ganz bestimmt nicht dulden. Er würde dann ja fortwährend aufsitzen, nicht nur automobilistisch, auch politisch. Und Bremens Altbürgermeister Henning Scherf, dem Nußbaum als parteiloser Finanzsenator zugearbeitet hat, prophezeit den Berlinern: "Ihr werdet Euch noch wundern."

*

Auch am heutigen Rosenmontag konferierte das SPD-Präsidium über die politische Lage. Allerdings im Wege einer Telefonschaltkonferenz. Eine Pressekonferenz im Anschluss daran, wie es normalerweise üblich ist, fand nicht statt. Die SPD-Pressestelle weiß vermutlich genau weshalb. Sollte sie denn mitteilen, dass die SPD-Bosse sich angeheitert "Narri, Narro, Alaaf" und "Helau" zugerufen haben – trotz Wirtschaftskrise und Arbeitplatzverlusten?

Hans Peter Schütz

Hans Peter Schütz Worüber redet das politische Berlin, wenn die Kameras ausgeschaltet sind? stern-Autor Hans Peter Schütz hört hin und notiert wöchentlich den neuesten Tratsch aus der Hauptstadt - exklusiv auf stern.de lesen Sie seine Kolumne "Berlin vertraulich!"

Von Hans Peter Schütz
 
 
KOMMENTARE (10 von 77)
 
vegefranz (25.02.2009, 18:43 Uhr)
so sieht die realität aus, liebe Gutmenschen - Sachleistungsgutscheine
25.2.2009 15:27 Uhr
Tegesspiegel
Berlin - Die Polizei hat am Dienstag und in der Nacht zum Mittwoch insgesamt neun Kinder aus vernachlässigten Wohnungen geholt beziehungsweise vor prügelnden Eltern in Sicherheit gebracht. Das Kommissariat für Delikte an Schutzbefohlenen ermittelt, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Die Mädchen und Jungen wurden in die Obhut des Kindernotdienstes gegeben.
Vier Kinder lebten in einer komplett verwahrlosten Wohnung
In Wedding hatte ein Mann die Polizei am Nachmittag gerufen, da ihm im Hausflur eines Mietshauses zwei umherirrende, verwahrlost wirkende Kinder aufgefallen waren. Zudem bemerkte er aus der geöffneten Wohnungstür, aus der die Kinder gekommen waren, extremen Uringestank. Die Beamten fanden eine völlig vernachlässigte Vier-Zimmer-Wohnung vor. Schmutzwäscheberge bedeckten den verdreckten Fußboden, der mit Tierfäkalien der vier Katzen und eines Hundes verschmutzt war. Es waren keinerlei Nahrungsmittel vorhanden. Die Ermittlungen ergaben, dass die vier Kinder - zwei Jungen im Alter von zwei und neun Jahren sowie zwei vier- und siebenjährige Mädchen - von der Mutter und deren Lebensgefährten seit geraumer Zeit geschlagen wurden.
Am Abend wurde die Polizei zu einer Kindertagesstätte in Marzahn-Hellersdorf gerufen, da ein zweijähriges Mädchen und ein fünfjähriger Junge nicht abgeholt worden waren. Als die 41-jährige Mutter zwei Stunden später in der Kita erschien, war sie angetrunken. Sie sagte, ein Bekannter hätte die Kinder abholen sollen.
So viele Fälle keine Seltenheit in Berlin
In Treptow-Köpenick wurde die Polizei am späten Abend zu einer Gaststätte gerufen. In die Räume hatte sich ein 13-jähriger Junge vor Misshandlungen seiner Eltern geflüchtet. Das Kind gab an, dass er - wie schon öfter - von Mutter und Vater geschlagen und gekratzt worden sei. Dieses Mal habe er sich losreißen können, sagte der Junge. Er wurde zunächst zu einem Arzt gebracht.
Wegen einer im Hausflur randalierenden 26-jährigen Frau riefen Anwohner kurz nach Mitternacht die Polizei nach Lichtenberg. Die betrunkene Frau hatte ihren Wohnungsschlüssel abgebrochen. In der Wohnung befanden sich ihre Kinder - ein vierjähriges Mädchen und ein sechsjähriger Junge. Die Wohnung wirkte dreckig und wenig kindgerecht. Eine derartige Häufung solcher Fälle sei in Berlin nichts Ungewöhnliches, sagte ein Polizeisprecher. Vielmehr zeige sich darin, wie häufig wegen Kindesvernachlässigung beziehungsweise -misshandlung ermittelt werden müsse. (jnb/ddp)
Weitere starke Argumente für sachleistungsgutscheine
appaz (25.02.2009, 18:16 Uhr)
@ stern-Red.
Den stern-Artikel „Mißfelder missfällt“ vom 20.02.2009 hatte ich am selben Tag wie folgt kommentiert:
. . .
„ Natürlich gibt es einen Zusammenhang (...)
zwischen der Höhe der Einkünfte und den Möglichkeiten, einen mehr oder minder großen Anteil seines Geldes in die Beschaffung von Alkohol investieren zu können.
Wie man unschwer erkennen kann, sind die Diäten so hoch angesetzt, dass man sich in kürzester Zeit sein Großhirn wegsaufen kann. Prosit, Herr Mißfelder, machen Sie bitte weiter so! „
. . .
Mich würde brennend interessieren, weshalb bzw. auf wessen Veranlassung hin dieser Beitrag - wenn auch recht spät - gelöscht wurde !?
vegefranz (25.02.2009, 10:13 Uhr)
bitte objektiv bleiben: Im Grundsatz wird Sozialhilfe zu oft missbraucht. Daher Rückkehr zu Sachleistungen
es gibt viele menschen in unserem Land, die Hilfe brauchen und verdienen. Denen muss Hilfe gewährt werden und zwar deutlich mehr als die bisherighen Harz4 Sätze hergeben Andererseits gibt es erheblichen Missbrauch. In vielen der deutschen Familien werden lieber Premiere Abos und vier Handy-Verträge abgeschlossen als die Kinder vernünftig ernährt zur Schule zu schicken. Dem muss mit der Rückkehr zu den Sachleistungen ein Riegel vorgeschoben werden.
mats123 (24.02.2009, 09:53 Uhr)
@nightmare-online: Wer nicht ...
... rechnen kann, sollte es bleiben lassen. Mal abgesehen davon, dass im Durchschnittseinkommen auch Einkommen z.B. aus Ersparnissen und Vermietung etc. enthalten sind - wollen sie den Hartzern etwa auch noch monatlich Zins- und Mieterträge auszahlen? - würde ich selbst dann noch Recht haben, wenn man die von Ihnen genannten 32000 Euro einfach mal als Durchschnittsbruttolohn ansetzen würde. Ein HartzIV-Familie mit 2 Kindern bekommt bei einer normalen Miete von etwa 800 Euro 2000 Euro netto, teils sogar mehr. Brutto wären das etwa 2.800 Euro pro Monat. Wenn Sie das mal 12 nehmen, kommen Sie auf ein Jahresbrutto von 33.600 Euro. Nur mit Kindergeld hat der Arbeitnehmer wieder etwas mehr Geld als der Hartzer. Aber wie gesagt: Ihre ganze Argumentation mit dem Durchschnittsgehalt macht keinen Sinn, denn entscheidend ist, was Leute mit vergleichbarer Qualifikation tatsächlich verdienen und nicht was es in Deutschland für einen statistischen Durchschnitt gibt. Wenn ein arbeitender Handwerker im Jahr z.B. 28.000 Euro brutto hat, der langjährig arbeitslose Handwerker aber 33.600 Euro, dann läuft hier im Lande doch wohl etwas schief, oder? Sie ignorieren dabei auch all die Leute, die nur einen Teilzeitjob finden konnten und daher ein geringeres Einkommen haben. Fragen Sie mal an den Unis und in den Kliniken, wieviele gut ausgebildete Leute dort nur eine halbe Stelle haben, aber voll arbeiten. Die kommen vielleicht auf 24.000 brutto im Jahr. Als HartzIV-Empfänger ohne Schulabschluss würde die 10.000 Euro mehr pro Jahr in der Tasche haben. Und da wollen Sie nicht, dass man Missbrauch bekämpft und dafür sorgt, dass die ganze Staatsknete wenigstens auch bei den Kindern ankommt, statt von den Eltern in Alkohol, Tabak und sonstigen Unsinn umgesetzt zu werden? Und kommen Sie nicht wieder mit Verallgemeinerungen. Wir haben schon ganz zu Anfang festgestellt, dass es uns hier primär um die vielen Missbrauchsfälle und die Vernachlässigung der Kinder geht. Davon gibt es Deutschland leider Hunderttausende, die keine echten Chancen haben, weil Vater Staat den Eltern das ganze Geld bar auszahlt und die Kinder dann nicht richtig gefördert werden sondern lernen, dass sich arbeiten nicht lohnt, weil die Knete auch so kommt.
nightmare_online (24.02.2009, 09:23 Uhr)
@mats123
Das Durchschnittseinkommen (Netto) eines Bundesdeutschen Haushaltes lag schon 2002 bei rund 32.000€
http://www.inidia.de/nettoeinkommen.htm
Ihre Argumentationskette ist also schlicht und ergreifend völlig neben der Spur. Case closed.
Dirk_37 (24.02.2009, 07:29 Uhr)
...
Wie zu erwarten wird diese Diskussion sehr leidenschaftlich und oft wenig objektiv geführt. Grundsätzlich muß in der Solidargemeinschaft der Starke dem Schwachen Unterstützung geben. Siehe Rentner, Arbeitslose,Kranke usw. .
...
Natürlich lassen sich alle Systeme irgendwie auch austricksen, so ist nun mal das Leben. Nun will ich nicht alle H4´ler über einen Kamm scheren, daß wäre ungerecht. Vielmehr erwarte ich speziell von jungen Leuten aber eine weitaus höhere Mobilität. Die Kinder können ja nichts dafür, aber wenn die jungen Eltern sich in ihrem Elend bereits eingerichtet haben, wie sollen sie dann eine Vorbildfunktion für ihre Kid´s einnehmen?
...
Ich verstehe daß nicht: ja, die Zeiten sind sehr hart, aber wieso gibt´s immer Leute, die trotzdem einen Job finden?
...
Wenn H4´ler, Familien wie allein lebende, mehr Geld zur Verfügung haben als das arbeitende Pendant, dann ist was nicht richtig bei uns! Selbst wenn sie "nur" gleich viel bekommen, ist es eine Farce. Lasst den Arbeitern mehr in der Tasche, runter mit allgemeinen Steuern und Lohnnebenkosten, effizientere Ausgabenpolitik des Bundes/der Länder und eine Joboffensive, die dem Namen gerecht wird. Alles in allem gehts den Leuten noch zu gut, um auf die Straßen zu gehen. Mal sehen was der Sommer bringt...
MfG Dirk
keinheiliger (24.02.2009, 04:00 Uhr)
@mats123
Ich will ihnen mal was sagen, sie lustiger Vogel, die Arbeitssituation, die sie fuer sich beschreiben, lasten sie nun Menschen an, die dafuer nichts, aber auch gar nichts koennen. Dass sich der Arbeitsmarkt in D dergestalt entwickelt hat, ist einer Politik zu verdanken, deren Opfer sie geworden sind.
Sie werden da auch mit einer akribischen Zahlenakrobatik nichts erklaeren koennen und das Projekt Hartz 4 muss deutlich in Frage gestellt werden, weil, zumindest nach meinem Kenntnisstand, die Zielvorgaben der geplanten Einsparung nicht erreicht wurden.
Desweiteren klagen sie den Missbrauch an und erwaehnen Schwarzarbeit, vollkommen richtig, das wird es geben und es ist aergerlich, aber hier sollten sie nicht eine pauschale Linie fahren, weil es nur einen kleinen Teil der Empfaenger betrifft, die meisten haben dazu gar nicht die Moeglichkeit.
Schauen sie lieber zu den oberen Etagen und sie werden feststellen, dass mit ein paar Telefonaten weitaus mehr Teamoney und Schwarzgeld bewegt wird, welches die gesamten Schwarzmucker in 20 Arbeitsjahren nicht verdienen werden.
Und damit kommen wir zur Moral, die sie fuer sich in Anspruch nehmen und denen, die den vollen Satz beziehen, absprechen, weil sie u.U. mit diesem Betrag ueber ihren Einkuenften stehen und es nicht aendern.
Nun, es liegt an ihnen sich eine besser bezahlte Arbeit zu suchen, aber hier beisst sich die Katze in den Schwanz, Keyword: Mindestlohndebatte!!
Sie wissen vermutlich, wer davon nichts hoeren will, oder???
Und nun duerfen sie das Wort Moral und Anstand ein oder zwei Etagen weiterreichen, dort oben wird sie und es gebraucht und zwar dringend.
Ich finde es nebenher wichtig, das ALG2-Empfaenger mit Kindern vernuenftig versorgt werden, da es die einzige Moeglichkeit ist, noch den Hauch einer Chancengleichheit aufrechtzuerhalten und Missbrauch werden sie nie ganz ausschliessen koennen, schon gar nicht mit irgendwelchen Leistungscoupons.
Nach meinem Dafuerhalten ist es ziemlich verachtenswert, diesem Mistfelder auch nur den Hauch eines Beifalls fuer seine degenerierte Haltung gegenueber den Schwaechsten unsere Gesellschaft zu zollen.
Nebenbei, bin kein Alg2 Empfaenger, sondern war ueber 20 Jahre selbststaendig, habe meine Firma verkauft, danach 3 Jahre fuer ein mittelsstaendisches Unternehmen im Projectmanagement gearbeitet und bin nun seit 4 Jahren im Fernen Osten als Project Consulter fuer verschiedene Firmen taetig, da ein mittelalter Mensch, wie ich, nun 55, in D nicht den Hauch einer Chance hatte, einen adaequaten Job zu finden. Sie sehen, auch ich bin flexibel und Moebel habe ich auch keine mehr. :-)
Ihre dichterischen Faehigkeiten sind allerdings ausbaufaehig, nur inhaltlich nicht zutreffend und das mit dem weichen Hirn nehme ich Ihnen auch nicht uebel, aber sie sollten die Konsistenz ihres eigenen ueberpruefen, da sie einfach Ursache und Wirkung nicht erkennen wollen oder koennen??? MfG
utospatz (24.02.2009, 01:10 Uhr)
War doch klar, wenn jemand
mit dem christlichen linken Stinkefinger nicht in der Lage ist einen verstopften Abfluss zu reinigen, einen Installateur kommen lassen muss, um den Abfluss seines Hirn's zu bereinigen, dann ist dieß Alles christlich! So entpuppt sich jedes christliche und soziale Programm als das was es ist. !MIST!
Wichtig ist mein Kontostand!
Wenn dann mein Parlamentsitz noch bis zum Pensionserhalt gesichert ist, brauch ich keine Hartz-Puff-Empfänger mehr!
n8g8 (24.02.2009, 00:01 Uhr)
Mit einem Wort:
GENERALSTREIK!!!
Dieses Wort gehört in einer solidarischen Gesellschaft ins GRUNDGESETZ und in eine echte europäische Verfassung, die ihren demokratischen Namen auch verdient hat und nicht unter der Bezeichnung "Vertrag von Lissabon" durch die Parlamente gemogelt/geputscht wurde.
Btw., zum Thema Brie. Sorry, ich habe die Kommentarfunktion nicht deaktiviert:
Diese Wirtschaftshandlanger sollen entweder verschwinden, weil sie haben nicht begriffen, dass die Demokratie weit über dem Lobbyismus steht.
Sie können auch bleiben: NUR wenn sie sich auch jeden Tag bewusst sind, dass die EU NUR eine von der Bevölkerung tolerierte Wirtschaftsunion ist und eben NICHT MEHR. Wenn die EU-Politik das berücksichtigen würde, dann würde auch die ständige Randale in Griechenland, Brüssel & Co. sofort aufhören. Wetten?!?
n8g8 (23.02.2009, 23:40 Uhr)
Die Rentner nicht zu vergessen!!!
Die Logik sagt auch: Arbeitnehmer und Arbeitlose müssen natürlich für Rentner eintreten und Rentner für Arbeitnehmer und Arbeitslose ... und die Familien für Arbeitnehmer, Arbeitslose, Rentner und Kinder für Rentner und Arbeitlose und Arbeitnehmer für Kinder und alle Generationen füreinander, denn sie sitzen ALLE in EINEM Boot. Und die Inländer für die Ausländer: SO funktioniert Solidarität, sogar generationenübergeifend und international.
Schönen Abend noch!!!
Berlin vertraulich!

Homo politicus Hans Peter Schütz notiert in seiner wöchentlichen Kolumne den manchmal keineswegs politisch korrekten Tratsch hinter den Kulissen des politischen Berlins für stern.de.

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