31. Januar 2009, 07:02 Uhr

Shoppinggutscheine für Schulschwänzer

Es klingt wie ein schlechter Scherz: Oer-Erkenschwick in Nordrhein-Westfalen will Schulschwänzern 100 Euro Prämie zahlen, wenn sie wieder zum Unterricht erscheinen. Die Idee bewirkt jedoch nur eines - Kopfschütteln bei Eltern ebenso wie bei Schülern.

 
 
KOMMENTARE (10 von 15)
 
knilch_59 (01.02.2009, 12:00 Uhr)
@Blacky007 – gute Idee
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Mehr davon! Wer wählt Kinder und Eltern aus? Wer teilt diese Patenschaft zu?
An diesem Vorschlag ist zu bemängeln, dass es sehr leicht passieren könnte (nicht zwangsläufig muss), dass ein Keil zwischen Elternhaus und Kind getrieben wird. Das mag an der einen oder anderen Stelle sogar wünschenswert sein, an vielen anderen Stellen sicherlich nicht.
Blacky007 (31.01.2009, 16:45 Uhr)
@knilch - im Grunde ganz einfach
Wie wäre es, wenn pflichtbewusste Familien solch benachteiligte und vernachlässigte Kinder für einen Zeitraum von 3/4 Monaten aufnehmen? In dieser Zeit würden die Kinder am eigenen Laib erfahren und selbst sehen, welchen Unterschied es zwischen den Lebensumständen gibt und welchen Vorteil es hat, anständig gelernt zu haben und fleissig zu sein.
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Hierfür würde ich eine Bereitsstellung von Finanzmittel sogar noch befürworten, welche man den "Vorzeigeeltern" zur Verfügung stellt.
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Kontrolliert und kooridiniert werden die Projekte dann von Jugend- und Sozialämtern.
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Ich komme selbst aus recht ärmlichen Verhältnissen, lebte jedoch in einer Nachbarschaft mit überwiegend besser situierten Familien. Dadurch ergab es sich automatisch, dass mein Freundeskreis eher aus diesen Familien kam, da wir ganzen Nachbarjungs und Mädls eben von klein auf zusammen spielten und in die selbe Schule gingen.
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Selbstverständlich fiel mir der Unterschied zwischen deren Weihnachtsgeschenke oder deren Skiausrüsttungen im Vergleich zu meinen auf. Wenn ich dann bei meiner Mutter (Vater früh gestorben) gewisse Wünsche äußerte und dabei auf einen meiner Kumpels verwies, wurde mir immer erklärt: "die haben leider etwas mehr Geld als wir. Ich war leider nicht so schlau und habe in der Schule nicht ganz so mitgelernt, wie man das hätte sollen, aber wenn du brav und ordentlich lernst, dann kannst du später auch mal einen anständigen Beruf erlernern, dann kann man sich auch bessere Skier, etc. leisten".
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Alleine, dass mir meine Mutter dies immer wieder vor Augen hielt, wmotiviert mich und ich lernte ohne jede weiter Ansage aus freien Stücken. Ich bin meiner Mutrer dafür heute noch sehr, sehr dankbar, dass sie mir von Anfang an die Augen göffnet hat.
knilch_59 (31.01.2009, 15:59 Uhr)
Nein, dafür bin ich auch nicht, aber …
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Gerade die Kids aus sozialschwachen Familien haben es schwer, in jungen Jahren zu lernen, dass sich Leistung lohnt.
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Die bekommen schon mit, dass die Schulkameraden für die Eins oder Zwei zu Hause was extra bekommen, sei es von den Eltern oder auch von den Großeltern. Und gerade für ein Kind ist die Aussicht, dass es einem „später einmal besser gehen“ soll, wenig einleuchtend und nicht wirklich motivierend. Kinder leben im Jetzt, das Übermorgen in 10 oder 12 Jahren, nach Ende der Schulzeit, ist für sie völlig unverständlich.
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Also: realistische Ideen auf den Tisch: Wie bekommt na es hin, dass solche Kinder Belohnung und Anerkennung erfahren, deren familiäres Umfeld ihnen das nicht im erforderlichen Maß geben kann?
enzovommaifeld (31.01.2009, 15:53 Uhr)
Jugendamt?????????????????????
da sieht man doch ganz klar, dass beim jugendamt nur theoretiker sitzen und, ohne jetzt abwertend zu klingen, viel zu viele Frauen, die sich einfach nicht trauen mal hart durch zu greifen bei Problemfällen, die nicht mehr auf eine vernüftigen Basis. Hier werden sinnlos gelder ausgegeben, in einer menge die die Konjunktur nicht dokumentier bar beeinflussen wird. Das grundproblem der Kinder, die die Schule schwänzen ist doch, dass sie einfach keine perspecktive nach der Schule sehen und sich die berechtigte Frage stellen, warum soll ich mir das antuen. Oder darüber krank werden, Depressionen erleiden etc. weil die Eltern arbeitslos und frustriert zu Hause sitzen. Ein kleiner Aspeckt noch, wenn die jungen Schüler schon die Schule für "schlechte Leiistung" bezahlt werden ist doch der Gedankliche Gang zur Sozialhilfe bzw. zum Arbeitslosengeld zwei auch nicht mehr weit oder schon erreicht. Die Hundert euro sollte lieber in die Förderung von fleißigen begabten Schülern gesteckt werden. Hier bedeutet für einen begabten Auszubildenen oder Studenten 100 € ein vermögen, wie ich aus eigener Erfahrung berichten kann. Gut ausgebildete Menschen sorgen dann in ein paar Jahren eher dafür, dass sie wieder neue Arbeitsplätze schaffen. Das Problem, dass deutsche Schüler keine motivation haben am unterricht teil zu nehmen muss auf Lange sicht gelöst werden es kann nicht von jetzt auf gleich mit ein paar € gelöst werden. Die Konjunktur muss sich wieder autorisieren und die schule ist die Vorstufe der Konjunkturanteibenden Institutionen. Ein gutes hat die auszahlung der 100 € jedoch, die Schüler müssen sich selber darum kümmern diese zu beantragen, die initiative ergreifen.
Bitte liebe Regierung (en) laSST SIE das tun...!!!
Blacky007 (31.01.2009, 14:31 Uhr)
@qqqqqqqqq9
Was bitte hat das mit NEID zu tun, wenn man dagegen ist, faulen Individen das Geld zu schenke, das andere damit verdient haben, dass sie fleissig sind und ihren Pflichten als Bürger nachkommen?
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Wenn man die belohnt, die ihre Pflichten ernst nehmen und dafür sorgen dass unser Staat funktionstüchig bleibt, würde sich kein einziger hier brüskieren. Aber faulen Drecksäcken und verantwortugslose Eltern belohnen, dass sie genau das tun, was millionen anderer als Selbstverständlich erachten, ist eine riesen Sauerrei und eine Verachtung aller Pflichtbewussten.
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Glauben Sie allen Ernstes, dass einer, der mit Schule und Lernen bis huete nichts am Hut hatte, plötzlcih zum Musterschüler wird, weil man ihm 100EUR schenkt?
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Na dann mal los und suchen Sie sich ein paar dieser faulen Dummbeutel, finanzieren diese aus Ihrer eigenen Tasche und beweisen Sie uns Ihre hrinrissige These. Wenn es funktioniert, zahle ich ohne murren!
utospatz (31.01.2009, 14:16 Uhr)
Ist doch super!
Je länger ich in den Kaufhäusern struntze, mit meinen Freunden kiffe, und dem Lehrer am Jahresende einen guten Tag wünsche, desto höher ist mein Gutschein-Konto!
Wunderbare deutsche Welt!
ca' 150tausend gut ausgebildete verlassen dank ihrer Ausbildung dieses Land, und das Bildungssystem liefert jährlich hunderttausendfachen Nachwuchs-Schrott!
Ist eigentlich seit 20 Jahren aus Berlin jemals etwas intelligentes hervorgekommen?
Gisella (31.01.2009, 13:24 Uhr)
Es ist
unbegreiflich, was hier so abgeht. Na, so mancher Vater hat dann bald seinen "Heimwerkermarkt"-sprich Werkzeuge- zusammen-man muss nur die Kinder zur Schule bringen und auch wieder abholen. was für ein Schwachsinn.
Clamaria (31.01.2009, 13:19 Uhr)
Ich möchte
auch so einen Gutschein, sonst gehe ich Montag nicht zur Arbeit!!
Und mit Neid hat das nicht im Geringsten zu tun. Im Grunde müssten die ja belohnt werden, die nicht schwänzen und nicht umgekehrt.
qqqqqqqqq9 (31.01.2009, 13:03 Uhr)
Gute Idee
Wenn's funktioniert und die Kinder hinterher mit einem vernuenftigen Schulabschluss eine Lehrstelle finden, ist das sehr gut angelegtes Geld. Dieses ganze kleingeistige Neid-Genoele ist doch fuer viele Probleme in D verantwortlich.
Gerd2 (31.01.2009, 12:40 Uhr)
Absurd
Mit der gleichen Chuzpe meint man ja auch, die faulen und lernunwilligen Schüler damit belohnen zu dürfen, sie in Klassen mit Leistungsbereiten zusammenführen zu können - dem Bildungsprekariat alles, den Normalos nichts. Solange dieses Land meint, den besonders Faulen Gutes tun zu müssen, geht diese Gesellschaft am Krückstock.
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