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Was für eine Blamage: Die Bundeskanzlerin lädt die Ministerpräsidenten ein zum Bildungsgipfel - und steht hinterher mit leeren Händen da. Bildungsministerin Annette Schavan sagt daraufhin lieber eine Pressekonferenz ab. Zu Recht.
Gipfeltreffen galten einmal als Instrument, komplexe Probleme zu lösen, indem man alle Beteiligten an einen Tisch holt. Dieses Modell scheint sich abgenutzt zu haben. Auch der Bildungsgipfel in Berlin brachte als Ergebnis nur grundsätzliche Einigkeit - und einen Termin für das nächste Treffen.
In Hamburg demonstrieren Eltern gegen die sechsjährige Grundschule, in München dafür. Vor dem Bildungsgipfel am Mittwoch spricht Bildungsministerin Annette Schavan im stern.de-Interview über die Verantwortung der Länder, Investionen in Bildung - und rügt die vermeintliche Ignoranz der Eltern.
Die Länder-Finanzminister haben Hoffnungen auf weitere Milliarden-Hilfen für bessere Schulen und Hochschulen einen Dämpfer erteilt.
Vor einem Jahr rief Angela Merkel zum Bildungsgipfel. Jetzt verplempert sie mit der FDP Milliarden für Steuersenkungen. Und die Bildung? Die wird abgespeist. Zukunft buchstabiert sich anders.
Ein Jahr lang hatte die Bundesregierung für den Bildungsgipfel in Dresden getrommelt. Gebracht hat er wenig. Die einzige wichtige Einigung bestand darin, dass die Bildungsausgaben erhöht werden sollen. Allein: Noch weiß keiner, wer das bezahlen soll.
Bund und Länder wollen die Ausgaben für Bildung und Forschung auf zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts erhöhen.
Bund und Länder haben für die nächsten Jahre ein milliardenschweres Maßnahmenpaket für Bildung und Forschung geschnürt, streiten aber noch über dessen Finanzierung. Einig zeigten sich beide Seiten, die Mittel dafür bis 2015 auf zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts aufzustocken.
Unkonkret, mutlos und vage: SPD-Politiker, Wissenschaftler und Lehrer haben die Ergebnisse des Bildungsgipfels in Dresden scharf kritisiert. Und wer das alles bezahlen solle, sei noch immer nicht geklärt, sagte Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck.
Politik und Gesellschaft sind sich einig: Es muss mehr Geld in die Bildung gesteckt werden. Doch woher nehmen? Der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement weiß es. Im stern.de-Interview fordert er, die zusätzlichen Einnahmen aus der Erbschaftssteuerreform dafür zu verwenden.
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