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7. Juli 2004, 15:55 Uhr

Zweifel am deutschen Bachelor

Was ist ein deutscher Bachelor-Abschluss wirklich wert? Die USA wissen das auch nicht so genau. Für deutsche Studenten wird es deshalb künftig schwerer, in die USA zu wechseln.

Studieren in den USA ist anstrengend: Der deutsche Student Ronny Dosenbach bei der Abschlussfeier der Princeton University© Daniel Hulshizer/AP

Deutsche Studenten, die in die USA wechseln möchten, werden es in Zukunft eher schwerer haben. Der Geschäftsführende Direktor der Fulbright-Kommission, Rolf Hoffmann, prophezeit große Probleme bei der Anerkennung der neuen Studienabschlüsse Bachelor und Master. "Bei den amerikanischen Hochschulen herrscht große Verunsicherung, was ein deutscher Bachelor wirklich wert ist", sagt Hoffmann der ZEIT.

Drei ist nicht gleich vier

Dabei sollten die neuen, gestuften Studienabschlüsse gerade für internationale Angleichung sorgen. Alle deutschen Hochschulen sind zur Zeit im Rahmen des so genannten Bologna-Prozesses dabei, ihre Studienstruktur umzustellen und neue Abschlüsse einzuführen. Doch während deutsche Universitäten den Bachelor bereits nach drei Jahren vergeben, benötigen amerikanische Studenten für den Abschluss vier Jahre. "Da sagen sich die Verantwortlichen an den amerikanischen Hochschulen aus formaler Perspektive: Das kann doch nicht das Gleiche sein", sagt Hoffmann. Bisher argumentierten die Deutschen, ihre Schüler gingen dafür ein Jahr länger zur Schule. Doch das werde bald wegfallen, so Hoffmann, da in Deutschland fast alle Bundesländer die Schulzeit um ein Jahr verkürzen werden. "Das hat sich in den USA herumgesprochen."

Die Fulbright-Kommission ist die größte Organisation für den Austausch von Studenten und Wissenschaftlern zwischen Deutschland und den USA.

 
 
 
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