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16. Juni 2008, 10:52 Uhr

Merkel-Vorstoß ist für SPD zu vage

Die SPD begrüßt den Vorstoß von Bundeskanzlerin Angela Merkel für mehr Reformen des deutschen Bildungssystems - im Prinzip. Während Doris Ahnen, bildungspolitische Sprecherin der SPD, bei Merkels Initiative Defizite sieht, spekulieren die Grünen über ein ganz anderes Interesse der Kanzlerin.

Vermisst klare Aussagen der Bundeskanzlerin: Doris Ahnen (SPD)© Arne Dedert/DPA

Die SPD-geführten Bundesländer begrüßen nach den Worten ihrer Bildungssprecherin Doris Ahnen den Vorstoß von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) für mehr Reformen in der Bildungspolitik. Bildung sei "die soziale Frage des 21. Jahrhunderts", sagte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur DPA. Allerdings habe die Kanzlerin und CDU-Vorsitzende bei ihrer angekündigten Qualifizierungsinitiative bisher wichtige Fragen "leider bewusst ausgeblendet", sagte Ahnen. "Die SPD vermisst zum Beispiel klare Aussagen Merkels zum Ausbau der Weiterbildung, zur Reform der überkommenen deutschen Schulstruktur wie auch ein Bekenntnis der Union für ein gebührenfreies Hochschulstudium."

Mit der "Unkonkretheit" ihrer Ankündigungen wolle die Kanzlerin bloß von den großen Meinungsverschiedenheiten in ihrer eigenen Partei beim Thema Bildung ablenken, sagte die SPD-Politikerin. Ahnen: "Keine Antwort hat die Union beispielsweise zu den schlechten Chancen von Hauptschülern auf dem Arbeitsmarkt." Ein bloßes "Weiter so" helfe den jungen Menschen aber nicht weiter. Auch die erneut bestätigte große Abhängigkeit von sozialer Herkunft und Bildungserfolg in Deutschland sei "eine Folge der jahrzehntelangen Reformverweigerung der Union" in der Schulpolitik.

SPD und Grüne kritisieren Merkel

"Wenn Frau Merkel jetzt bei ihrer angekündigten Bildungsreise quer durch Deutschland Kindergärten besucht, wird noch keine Kindertagesstätte gebührenfrei", sagte Ahnen. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Christa Sager, kritisierte im Deutschlandradio Kultur Merkels Ankündigung eines Bildungsgipfels als ein "nicht ernst gemeintes Thema im Vorwahlkampf". Weiter sagte Sager: "Die Bundeskanzlerin müsste an Ergebnissen arbeiten und nicht daran, dass sie werbewirksam auf Reisen geht und den Vorwahlkampf eröffnet."

Mithilfe der Bildung will die SPD auf einer Konferenz in Berlin über konkrete Schritte im Kampf gegen Kinderarmut beraten. Im Mittelpunkt steht, dabei, wie sozial benachteiligte Jugendlichen vor allem durch eine bessere Bildung mehr Aufstiegsmöglichkeiten erhalten können. An der Konferenz nehmen SPD-Politikern aus Bund, Ländern und Kommunen sowie auch Vertreter von Kirchen, Verbänden und Gewerkschaften teil.

DPA
 
 
KOMMENTARE (7 von 7)
 
ganzbaf (16.06.2008, 18:59 Uhr)
Unser Schulwesen...

ist elitär.
Und die Eliten sind kriminell.
So bedingt eins das Andere.
.
Weg damit! ;-P
utospatz (16.06.2008, 17:55 Uhr)
Du lieber Gott, was haben Hundte
und Freunde vor 30 Jahren schon getan, sämtliche Lehrwerkstätten auf Null gefahrn! Alle Konstruktionsbüros geschlossen, das anwachsen der eigenen Konten genossen! Heute jammern sie nach Facharbeitern, bekommen dabei Sommersprossen! Heut ist doch ein Hauptschüler nicht mehr bildungsfähig, da aus wirtschaftskreisen wohl bedacht, dass im Mutterleib ein jedes Baby schon sein Abitur gemacht!
Da hat ein Land ganz kräftige Resourcen, und weiss dass neben jedem Formular so still und leise, ein ganz klizekleiner Beamter schläft! Deshalb mach ich mir keine Sorgen, denn den meisten Müll im Leben hab ich schon produziert, so seh ich nun nun zu, was mit meinen Nachkommen passiert!
MamfredBuchholz (16.06.2008, 13:30 Uhr)
@vegefranz
soviel intellektuellen Feinsinn dürfen Sie von Linken nicht erwarten.
vegefranz (16.06.2008, 13:18 Uhr)
@0,520i
ich beziehe mich auf meinen Eintrag: Wer die Ironie findet, darf sie behalten.
520i (16.06.2008, 13:12 Uhr)
@vegefranz
5 Jahre Schule hätten Dir auch ganz gut getan. Zumindest hätte es uns deine geistigen Ergüsse hier erspart.
So einen Mist durfte ja lange nicht mehr lesen. Stimmt. Alle Linken fordern 5 Jahre Schule und dann Rente....
vegefranz (16.06.2008, 12:51 Uhr)
5 gemeinsame.....
Schuljahre für alle. Und dann gleich in die Rente. Patentrezept der linken Fraktion hier.
Vielleicht zwischendurch noch ein bisschen STASI-Tätigkeit.
ganzbaf (16.06.2008, 12:05 Uhr)
10 gemeinsame...

Schuljahre für ALLE.
Je nach Prüfungsergebnis Studienberechtigung mit einem oder zwei Vorbereitungsjahr(e).
Und gut ist.
.
Ihr müßt nur mich fragen... ;-Pp
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