Hauptsache nah am Wähler

12. August 2013, 20:47 Uhr

Im Wahlkampf neigen Politiker zu skurrilen Aktionen. Die einen setzen sich ins Taxi, andere geben den Helden und fliegen mit Kranichen. Manch einer bleibt dabei sogar in der Luft hängen.

2 Bewertungen
©

Nichts kommt beim Wähler besser an als Volksnähe - das dachte sich wohl auch Norwegens Ministerpräsident Jens Stoltenberg und kutschierte nichtsahnende Bürger mit dem Taxi durch Oslo. Ein Video mit Ausschnitten der Fahrt veröffentlichte der Politiker jetzt auf YouTube. Mit seinen Fahrgästen, von denen ihn nicht alle erkannten, diskutierte Stoltenberg zum Beispiel über die hohen Gehälter von Managern. Ihm sei es wichtig zu hören, was die Menschen denken, sagte der Ministerpräsident. "Das Taxi ist ein Ort, an dem die Leute wirklich sagen, was sie meinen."

Über Poltik plaudern wollte auch Guido Westerwelle, als er sich im Jahr 2000 im “Big-Brother“-Container in Hürth bei Köln einsperren ließ. In Deutschlands damals berüchtigtster TV-Show wollte Deutschlands damals berühmtester Spaßpolitiker mit den Kandidaten "beispielsweise über Fehlentwicklungen in der Gesellschaft wie rechtsextreme Gewalttaten" sprechen. Die Bewohner interessierten sich jedoch viel mehr für den Präsentkorb, den der FDP-Politiker mitgebracht hatte – besonders für die alkoholischen Getränke darin.

MEHR ZUM THEMA
Legen Sie Ihr Geld richtig an! Legen Sie Ihr Geld richtig an! Der Ratgeber Geldanlage gibt Ihnen Tipps, wie Sie mehr aus ihrem Geld machen. Zu den Ratgebern
 
stern Investigativ
Anonymer Briefkasten: Haben Sie Informationen für uns? Anonymer Briefkasten Haben Sie Informationen für uns? Hier können Sie uns anonym Mitteilungen und Dateien zukommen lassen. Wir behandeln sie vertraulich.
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (18/2014)
Die vegane Versuchung