. .
Politik in Deutschland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
18. April 2008, 08:48 Uhr

Polizei soll Wohnungen filmen dürfen

Dieser Plan wird für Aufregung sorgen: Künftig soll es der Polizei erlaubt sein, Wohnungen nicht nur abzuhören, sondern auch mit Kameras zu überwachen. So sieht es Medienberichten zufolge ein Gesetz vor, auf das sich nun das Justiz- und Innenministerium geeinigt hat.

Videoüberwachung in der Öffentlichkeit ist gang und gäbe, nun sollen auch Wohnungen bespitzelt werden dürfen© Pelaez Julio/Picture-Alliance

Innen- und Justizministerium haben sich einem Zeitungsbericht zufolge auf eine umfassende Überwachung der Wohnungen von Terrorverdächtigen verständigt. Um die Gefahr von Anschlägen abzuwenden, solle das Bundeskriminalamt (BKA) in Zukunft nicht nur Wanzen anbringen dürfen, sondern solle die Wohnungen auch mit Kleinstkameras ausstatten können, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf den Gesetzentwurf zum neuen BKA-Gesetz. Bisher galten solche Eingriffe wegen der Unverletzlichkeit der Wohnung und der Vertraulichkeit privater Gespräche als politisch nicht durchsetzbar.

Die Zeitung berichtete weiter, die Überwachung solle bis zu einem ganzen Monat dauern dürfen. Terrorverdächtige sollten in Zukunft zudem automatisch abgehört werden können. Dies beziehe sich auf alles, was sie sagten - auch auf private und intime Details.

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble und Justizministerin Brigitte Zypries hatten sich in dieser Woche nach monatelangem Streit auf einen Entwurf für das neue BKA-Gesetz und die darin enthaltene Online-Durchsuchung geeinigt. Hauptstreitpunkt war die Frage, ob Ermittler zur Installation der Spionage-Software auf einem Computer heimlich in die Wohnung eines Verdächtigen eindringen dürfen. Dies wird nun nicht der Fall sein. Die Fahnder sind damit darauf angewiesen, über das Internet auf den fremden Computer zuzugreifen. Das Kabinett soll noch vor der Sommerpause über den Gesetzentwurf entscheiden.

DPA
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Online-Durchsuchung Technisch aufwendig und nicht immer erfolgreich

Union und SPD haben sich nach langem Streit über das heimliche Ausspähen von Computern geeinigt. Die praktischen Probleme der Online-Durchsuchung bleiben gravierend: Das Verfahren gilt als aufwendig, fehleranfällig und nicht unbedingt beweiskräftig - besonders wenn das Ziel sich mit PCs auskennt. mehr...

Große Koalition Einigung bei Online-Durchsuchung

Das BKA erhält weitere Befugnisse zur Terrorismus-Bekämpfung: Justizministerin Zypries und Innenminister Wolfgang Schäuble haben sich auf eine Regelung zur Online-Durchsuchung geeinigt. Bis zur Sommerpause könne der Entwurf dem Kabinett vorliegen. mehr...

Online-Durchsuchungen SPD ist sich ihrer Zustimmung nicht sicher

Mühsam haben sich Union und SPD auf einen Kompromiss bei den umstrittenen Online-Durchsuchungen geeinigt - doch die Sozialdemokraten sind sich nicht sicher, ob sie dem Gesetz zustimmen werden. Es müsse genau geprüft werden, sagt deren Innenexperte. mehr...

 
stern testen, Serie sichern

Jetzt den stern inklusive der aktuellen Gesundheits-Serie testen! Jetzt sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (7/2012)
Unser täglich Fleisch