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21. Juni 2007, 13:36 Uhr

NPDler Pastörs ruft zum Umsturz auf

Er fordert, die Bundeswehr in Wehrmacht umzubenennen und "aktiven Widerstand" gegen die Demokratie zu leisten. Die Äußerungen könnten dem NPD-Fraktionschef in Mecklenburg-Vorpommern, Udo Pastörs, nun Ärger mit der Justiz einbringen.

Udo Pastörs: Hier der nette Nazi von nebenan, dort eine Rede im braunen Gestus© Thomas Haentzschel/AP

Eine Drohrede des NPD-Fraktionschefs in Mecklenburg-Vorpommern, Udo Pastörs, könnte ein gerichtliches Nachspiel haben. Landespolitiker forderten eine juristische Prüfung der Rede vom 16. Juni im brandenburgischen Rathenow. Dabei habe der Parlamentarier offen zum Sturz der Demokratie aufgerufen und damit ganz deutlich die antidemokratischen Ziele der NPD formuliert, sagte Landesinnenminister Lorenz Caffier (CDU). Damit werde die Debatte um ein NPD-Verbot erneut auf den Weg gebracht.

Pastörs hatte vor etwa 200 rechten Demonstranten in Rathenow von der Verpflichtung gesprochen, all jene einer gerechten Strafe zuzuführen, die verantwortlich für die "Ausplünderungspolitik des deutschen Volkes" seien. Es gehe um aktiven Widerstand. Darüber hinaus forderte der Schweriner NPD-Fraktionschef die Umbenennung der Bundeswehr in "Deutsche Wehrmacht".

Nach Ansicht des Schweriner CDU-Fraktionschefs Armin Jäger müssen sich die Justizorgane mit der Rede von Amts wegen befassen. Es gelte, den Tatbestand der Volksverhetzung zu prüfen. Zuständig sei in diesem Fall die Staatsanwaltschaft in Brandenburg. Der SPD-Landtagsabgeordnete Mathias Brodkorb erklärte: "Im Schweriner Landtag gibt Pastörs den Biedermann, den netten Nazi von nebenan." Nun habe er sich die Maske vom Gesicht gerissen. Vor seinen Anhängern drohe er im Gestus eines Hitler oder Goebbels allen Demokraten für den Fall der Machtübernahme durch die NPD mit brutaler Gewaltherrschaft.

Auch der Verfassungsschutz Mecklenburg-Vorpommerns prüft die Rede. NPD-Fraktionssprecher Stefan Rochow sagte, Pastörs sehe einer rechtlichen Prüfung seiner Rede "entspannt" entgegen. Keinesfalls gehe es der NPD um die Abschaffung der Demokratie.

AP
 
 
KOMMENTARE (10 von 55)
 
DateDoktor (24.06.2007, 13:16 Uhr)
NPD = Gesellschaft
Ein NPD Verbot würde nichts bringen, da dieses Gedankengut in teilen der Gessellschaft stark verankert ist! Denn nicht umsonst ist die NPD in einigen Landesparlamenten vertreten.
Ich denke das NPD Problem wäre mit Aufklärung bei Jugendlichen und Kindern zu lösen, da der Nachwuchs für die NPD sehr wichtig ist! Für Hinrlosigkeit der Erwachsenen kann man nichts unternehmen, da diese genau wissen was sie tun! Mit Perspektivlosigkeit hat dies auch nichts zutun, da man z.b. für einen neuen Job auch mal in einen anderen Ort ziehen kann um ein Job zu finden. Das hat eher was mit Volksverdummung zutun! Bevor sich die Nazis als Versager darstellen, was natürlich genau zutrifft, suchen sie sich die ausländischen Mitbürger als Sündenbock um auf das angebliche "Jobproblem" hinzuweisen!
Kiwi-view (24.06.2007, 12:41 Uhr)
Traurig
Es ist wirklich traurig zu lesen wie Leute, die eigentlich in der Grundtendenz, daß diese dreckigen NPD Faschisten das letzte sind, sich hier angiften. Und währenddessen hat der schmierige, braune Drecksschleim weiterhin Zeit, sich an die Zerstörung der deutschen Demokratie zu begeben. Und die aufrechten Deutschen bekämpfen sich untereinander, wie schon in der Weimarer Demokratie. Bis ein Pastörs (wetten, die Familie hieß mal Pasteur) wirklich Macht bekommt. Aber dann ziehen wir uns wieder unsere Unformen an und werden die Nazis erneut besiegen. Schöne Nacht noch aus Neuseeland!
gunnvald (22.06.2007, 07:55 Uhr)
zurueck zum thema
Es ging doch eigentlich um die NPD wenn ich mich recht erinnere,dazu moechte ich sagen das verbote freiheitlicher Grundrechte wie Meinungsfreiheit,Pressefreiheit,Religionsfreiheit wie z.b die Idee eines Kopftuchverbots oder eines Minarettverbots(wie es gerade in der Schweiz diskutiert wird)oder auch ein Verbot einer rechtsgerichteten Partei das problem nicht beheben falls es ueberhaupt eines gibt sondern vielmehr probleme schaffen.Kein Muslim den man in seiner Religionsausuebung behindert wird sich sagen das der christliche Teil der Welt toll(und tolerant ist)er wird aber vielleicht von Extremisten auf die idee gebracht fuer sein Recht auf Religionsfreiheit das in diesem Lande sogar im Grundgesetz verankert ist zu kaempfen.Mit nazis koennte das Szenario aehnlich aussehen.Genauso ist ein Krieg gegen den Terror Schwachsinn da er den Terror verstaerkt,es gibt nun mehr Terrortote als vor dem Irakkrieg aber die Toten gibts ja meistens im Irak da interssiert und das ja nicht.Ich wuensche mir das die Menschen in Deutschland (bzw. in der westlichen Welt) sich ein wenig in Toleranz ueben und ihr heil nicht immer in verboten suchen.
Gunnvald
J.Stahl (22.06.2007, 01:23 Uhr)
danke!
auch ne gute nacht
HelmAbZumGebet (22.06.2007, 01:18 Uhr)
Das...
...fände ich sehr bedauerlich. Ich wünsche nun eine gute Nacht und verabschiede mich. Bis bald in dieser Kommentarspalte :)
J.Stahl (22.06.2007, 01:04 Uhr)
so einfach
ist es leider nicht.deswegen bin auch drauf und dran dieses land zu verlassen.
HelmAbZumGebet (22.06.2007, 01:00 Uhr)
Ich denke...
...dass das etwas mit diffusen Vorbehalten "Fremden" gegnüber zu tun hat. Das gibt es überall und das ist was ganz altes. Ich traue Ihnen aber zu, die Menschen in Ihrer Umgebung davon zu überzeugen, dass Sie ein libenswerter Mensch sind und die Unbelehrbaren mit der Verachtung strafen, die denen zusteht :)
J.Stahl (22.06.2007, 00:53 Uhr)
ja das stimmt
es ist dieses ständige dieses permanente.
HelmAbZumGebet (22.06.2007, 00:46 Uhr)
Inwiefern?
Veranstaltet der örtliche NPD-Kreisverband vor Ihrer Wohnung eine Mahnwache? Oder macht Ihnen der latente Rassismus in Deutschland Sorgen? Den gibt es wohl - aber ich denke, dass das eine unschöne Tatsache ist, die nicht unbedingt mit der NPD zusammenhängt. Neulich habe ich im Spiegel mal eine Umfrage zu Ausländerfeindlichkeit und Rassismus in Deutschland gesehen. Daraus geht eindeutig hervor, dass Xenophobie bei Wählern aller Parteien -sogar denen von B90/Grüne- ein Thema ist. Erstaunlicher Weise hatten sehr viele PDS-Wähler ausländerfeindliche Ansichten.
J.Stahl (22.06.2007, 00:32 Uhr)
so einfach ist für sie die ganze sache?
wenn man ihren kommentar so liest sieht man ja wirklich kein problem.aber glauben sie für mich leute wie mich ist das problem ein bißchen größer...
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