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So reagieren FDP-Politiker

stern-Redakteurin Laura Himmelreich schildert in der aktuellen Ausgabe, wie sich FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle ihr unangemessen genähert hat. Nun äußern sich Parteikollegen dazu.

  Eine Journalistin des "Stern" berichtet in dem Magazin von einer Begegnung mit Rainer Brüderle, bei der der FDP-Politiker anzügliche Bemerkungen gemacht habe.

Eine Journalistin des "Stern" berichtet in dem Magazin von einer Begegnung mit Rainer Brüderle, bei der der FDP-Politiker anzügliche Bemerkungen gemacht habe.

Rainer Brüderles Parteikollegen nehmen den FDP-Fraktionschef gegen die im stern erhobenen Sexismus-Vorwürfe in Schutz. Er halte es für "unprofessionell" und "abwegig", dass eine junge Journalistin, die sich vor über einem Jahr belästigt gefühlt habe, nunmehr "diese Belästigung auskramt", sagte der FDP-Bundestagsabgeordnete Rainer Stinner im Deutschlandfunk. Die Veröffentlichung komme zu dem Zeitpunkt, wo Brüderle als Spitzenkandidat zur Bundestagswahl "eine neue herausragende Position" eingenommen habe.

Ohnehin sei der stern dem FDP-Fraktionschef "deutlich nicht gewogen", sagte Stinner. "Das ist so durchsichtig und das ist so primitiv, dass ich sage, das fällt eher auf den Journalismus des 'Stern' zurück als auf Herrn Brüderle." Die 29-jährige Journalistin Laura Himmelreich berichtet in der aktuellen Ausgabe von einer Begegnung mit Brüderle von Anfang 2012, bei dem der FDP-Politiker anzügliche Bemerkungen gemacht habe. Er habe ihr auf den Busen geschaut und gesagt: "Sie können ein Dirndl auch ausfüllen."

"Geschichte ist ein Tabubruch"

Der Bericht stieß auch bei anderen FDP-Politikern auf Kritik. "Es ist schade, auf welches Niveau der 'stern' mittlerweile gesunken ist", sagte der FDP-Fraktionschef in Schleswig-Holstein, Wolfgang Kubicki, zu "Spiegel Online". "Ich wundere mich, dass die junge Journalistin offensichtlich über ein Jahr gebraucht hat, um ihr Erlebnis zu verarbeiten."

"Diese Geschichte ist ein Tabubruch", sagte der hessische Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) dem Online-Dienst zufolge. "Wer es nötig hat, so etwas als 'Story' zu verkaufen, hat sich von seinem Chefredakteur vor den schmutzigen Karren spannen lassen." Wenn diese Art von Journalismus darauf abziele, "einen Menschen und seine Familie mit einem rücksichtslosen Schlag unter die Gürtellinie zu beschädigen", sei eine "Wegmarke" überschritten worden, sagte die FDP-Bundestagsabgeordnete Elke Hoff laut "Spiegel Online".

pas/AFP/DPA/DPA

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