Startseite

Journalistinnen sind kein Freiwild

Das stern-Porträt über FDP-Spitzenkandidat Rainer Brüderle schlägt hohe Wellen. Hier antwortet stern-Chefredakteur Thomas Osterkorn den Kritikern.

  Das Porträt über den FDP-Fraktionsvorsitzenden und Spitzenkandidaten Rainer Brüderle erschien am 24. Januar 2013 im stern - und löste eine hitzige Debatte über Sexismus aus.

Das Porträt über den FDP-Fraktionsvorsitzenden und Spitzenkandidaten Rainer Brüderle erschien am 24. Januar 2013 im stern - und löste eine hitzige Debatte über Sexismus aus.

Unter dem Titel "Der Herrenwitz" veröffentlicht der stern in seiner aktuellen Ausgabe ein drei Seiten langes Porträt des neuen FDP-Spitzenkandidaten Rainer Brüderle. Darin beschreibt Autorin Laura Himmelreich auch eine Situation beim Dreikönigstreffen im vergangenen Jahr, in der sich der Politiker ihr unangemessen genähert hat. stern.de hat darüber bereits gestern berichtet.

Der Artikel hat eine gewaltige Reaktion in anderen Medien und in den sozialen Netzwerken ausgelöst. Es gibt viel Zustimmung. So schreibt etwa Anja Maier in der "taz", Laura Himmelreich habe das Richtige getan: "[...] es ist nicht hinnehmbar, dass Politiker meinen, sie seien qua Mandat unwiderstehlich." Die Debatte darüber, was im beruflichen Verhältnis von Mann und Frau angemessen ist und was nicht, wird intensiv geführt. Es gibt aber auch Kritik und Fragen an den stern. Diese zielen darauf, warum der stern jetzt über einen Vorgang berichtet, der ein Jahr zurückliegt. Und warum der stern überhaupt berichtet, ob es sich dabei nicht um eine Grenzverletzung handle.

Dazu sagt stern-Chefredakteur Thomas Osterkorn:

"Der erste Eindruck, den Laura Himmelreich vor einem Jahr von Brüderles Umgang mit Frauen gewonnen hatte, bestätigte sich im Laufe der Zeit bei weiteren Beobachtungen und Begegnungen. Ich halte unsere Berichterstattung deshalb für legitim. Denn es scheint ein wiederkehrendes Verhalten von Brüderle zu sein. Was ihm jetzt nur nicht gefällt, ist, dass darüber berichtet wird.

Die beschriebene Begegnung mit meiner Kollegin fand auch nicht in einem quasi 'privaten', also geschützten Rahmen statt. Es war ein öffentliches Treffen mit Journalisten an der Bar. Im Übrigen finde ich: Junge Journalistinnen, egal ob sie beim stern oder bei 'Spiegel online' oder sonstwo arbeiten, sind kein Freiwild, weder für Piraten noch für ältere Herren aus der Politik."

lk

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Zu hohe Inkassogebühren, rechtens?
Hallo, ich habe am 20 März 15 einen Vertrag über 12 Monate mit einem Fitness-Studio abgeschlossen. Die Kosten (9,98 € 14-Tägig, 39,99€ Verwaltung einmalig, 19,99 Trainer und Servicepauschale Jährlich) sollten per Einzugsermächtigung abgebucht werden. Kürzlich bekam ich überraschend einen Brief von einem Inkassobüro mit der Zahlungsaufforderung für die gesamten 12 Monate inkl. der Verwaltung und Servicepauschale + Auslagen des Gläubigers (63,38€), Zinsen (1,42€), Geschäftsgebühr (45€), Auskunftskosten (5€) , Auslagenpauschale (9€) Hauptforderung 320,28€ Offene Forderung 444,08€ Nach dem ich mich bei der Firma erkundet habe, sagten sie mir, dass Zahlung zurückgegangen ist da mein Konto nicht gedeckt sei. Fakt war das sie einen Zahhlendreher in der Kontonummer hatten obwohl im meinem Durchschlag die Richtige Kontonummer angegeben wurde. Aber im Original hat jemand aus einer 3 eine 8 geändert. Nach Überprüfung konnte ich Feststellen das es diese Kontonummer gar nicht gibt und das diese vom System gar nicht angenommen wird. Spätestens da hätte man mich doch hinweisen oder fragen können was mit dem Konto sei. Es kam nie ein zu einem Zahhlungsrückgang, noch zu einer Zahlungserinnerung Mahnung seitens des Fitnessstudios. Die AGB´s habe ich nie zu Gesicht nie bekommen und auch nicht gelesen - diese stehen (nach meiner Recherche) im Internet aber auch nicht definiert wie man in Zahlungsverzug kommt. Leider habe ich unterschrieben das sie mir bekannt sind. Dies steht ganz kleingedruckt im Durchschlag. Ich habe der Firma vorgeschlagen die offenen Beiträge bis jetzt zu bezahlen und für die Zukunft eine neue Einzugsermächtigung zu erteilen, was sie aber abgelehnt haben und mir gesagt haben ich soll dies mit dem Inkassobüro klären. Der Fitnessvertrag ist somit gesperrt seit einem Monat. Da ich aber mit den Gebühren, Mahnspesen von dem Inkassobüro nicht einverstanden bin weiß ich nicht ob ich diese bezahlen muss. Ich habe dem Inkassobüro auch vorgeschlagen die offenen Beiträge zu begleichen und diese dann wie vertraglich vereinbart abgebucht werden. Sie haben mir angeboten diese in einem Jahr zu einem monatlichen Beitrag von 35€ abzuzahlen. Dies währen Mehrkosten von 100€, ist das rechtens? Bitte Antworten sie mir in einer Sprache die ich auch versteh - mit langen Gesetzestexten kann ich leider nicht umgehen Und was Sie denken was ich tun soll was rechtens ist. Vielen Dank im Voraus

Partner-Tools