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Deutschland will mehr Flüchtlinge aufnehmen

Die Große Koalition will offenbar mehr Flüchtlinge aus Syrien aufnehmen. Das derzeitige Kontingent von 10.000 Flüchtlingen soll vergrößert werden. Bis zu 5000 Menschen mehr sollen einreisen dürfen.

Angesichts des anhaltenden Bürgerkrieges in Syrien will die Bundesregierung mehr Flüchtlinge aufnehmen

Angesichts des anhaltenden Bürgerkrieges in Syrien will die Bundesregierung mehr Flüchtlinge aufnehmen

Die Koalition prüft eine Aufstockung des Kontingents für die Aufnahme syrischer Bürgerkriegsflüchtlinge. Deutschland übernehme hier bereits mehr Verantwortung als andere EU-Staaten, sagte Unionsfraktions-Vize Thomas Strobl der Zeitung "Die Welt" laut Online-Ausgabe am Mittwoch. "Aber wir können noch mehr tun", fügte er hinzu. "Bund und Länder verhandeln derzeit darüber, wie stark das bisherige Kontingent ausgeweitet werden kann."

Bund und Länder hatten ursprünglich festgelegt, 5000 Flüchtlinge aus Syrien aufzunehmen. Ende vergangenen Jahres wurde das Kontingent verdoppelt. Die nun anstehende erneute Ausweitung werde sich voraussichtlich in dieser Spanne bewegen, berichtete die Zeitung.

In Syrien toben seit mehr als drei Jahren Kämpfe zwischen Rebellen und Einheiten von Präsident Baschar al Assad, in denen schätzungsweise mehr als 150.000 Menschen getötet wurden. Rund sechs Millionen Menschen sind in Syrien auf der Flucht. Weitere zweieinhalb Millionen Syrer sind ins Ausland geflohen, vor allem ins Nachbarland Libanon.

Erneut gab es nach französischen Angaben Anzeichen dafür, dass Assad in dem Konflikt Chemiewaffen einsetzen ließ. Frankreichs Außenminister Laurent Fabius sagte am Dienstag in Washington, es gebe mindestens 14 Hinweise, dass in den vergangenen Wochen abermals Chemiewaffen in kleinerem Umfang zum Einsatz gekommen seien, darunter Chlorgas. "Wir überprüfen derzeit Proben, die genommen wurden." Die Assad-Führung habe entsprechend der internationalen Vereinbarung 92 Prozent ihrer Chemiewaffen abgegeben, sagte Fabius. Frankreich sei aber überzeugt, dass es noch versteckte C-Waffen-Lager gebe und die Assad-Führung noch immer in der Lage sei, solche Waffen zu produzieren und auch anzuwenden.

ivi/Reuters/Reuters

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