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21. Juni 2007, 14:06 Uhr

Homo-Ehe vertieft Gräben in Koalition

Mehrere Abgeordnete sind im deutschen Bundestag aneinandergeraten. Der Grund: eingetragene Lebenspartnerschaften homosexueller Paare. Während mehrere Politiker eine weitere Angleichung wollen, stellt sich die Union quer.

Eingetragene Lebenspartnerschaft: Karl Ott (l.) und Adilson de Almeida Peffoa vor dem Standesamt Hamburg-Mitte© Ulrich Perrey/DPA

Der Streit über die Benachteiligung eingetragener Lebenspartnerschaften gegenüber der Ehe hat die Gräben in der Koalition erneut aufgerissen. Im Bundestag gerieten Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) und die Abgeordneten Georg Fahrenschon (CDU) und Daniela Raab (CSU), in der Frage aneinander, ob bestehende Unterschiede in der rechtlichen Behandlung beseitigt werden sollen oder nicht.

Die Unionsvertreter stellten klar, dass es eine weitere Angleichung mit der CDU/CSU nicht geben werde. Sie beriefen sich dazu auf entsprechende Urteile des Bundesverfassungsgerichts und die Privilegierung der Ehe im Grundgesetz. Zypries hingegen erklärte, bei der Union gebe es sehr wohl Gesprächsbereitschaft über die Beseitigung von Ungleichheiten im Steuer- und Beamtenrecht.

Kinder auf das Leben vorbereiten

Die bestehende Benachteiligung des Überlebenden in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft beim Tod seines Partners nannte die SPD-Ministerin ein "besonders Ärgernis". Zum Thema Adoptionsrecht, bei dem die Union jegliches Entgegenkommen ausschloss, gab Zypries nach eigenen Angaben eine Forschung in Auftrag, die "die Situation in Regenbogenfamilien" aufzeigen solle. Sie hoffe auf eine "rational begründete Debatte" auf dieser Basis. Sie räumte ein, dass die von Bundespräsident Horst Köhler vertretene Auffassung, wonach die Vorbereitung von Kindern auf das Leben auch in Homo-Ehen erfolgen könne, nicht von allen geteilt werde.

Spielräume nicht ausreizen

Eine vermittelnde Rolle in der Kontroverse nahm der schleswig-holsteinische Abgeordnete Otto Bernhard (CDU) ein. Er räumte im Gegensatz zu seinen Vorrednern von der Union ein, dass das Bundesverfassungsgericht in der Tat Spielräume offen gelassen habe. Es sei aber sein Empfinden, dass der Bundestag in der öffentlichen Meinung in seiner Rechtssetzung zur gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften bereits zu weit gegangen sei. Es sei daher der politische Wille der Union, die vorhandenen juristischen Spielräume zur Gleichstellung nicht weiter auszuschöpfen.

Ursache für den Streit waren zwei Anträge und ein Gesetzentwurf der Opposition. Dazu verlangte die FDP eine Aufhebung der unterschiedlichen Behandlung bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer. Die Linke forderte die Einschränkung von Privilegien der Ehe. Die Grünen verlangten in einem Gesetzentwurf, der einschließlich der Dokumentation von Karlsruher Urteilen 40 Seiten umfasste, die vollständige Gleichbehandlung in allen Bereichen. Die Papiere wurden nach erster Lesung an die Ausschüsse überwiesen.

AP
 
 
KOMMENTARE (9 von 9)
 
vorname_nachname (21.06.2007, 19:56 Uhr)
p.s.
könnta mal das bild da wegnehmen ??!?!?!? bitte .. ich fang gleich an zu kotzen !!
vorname_nachname (21.06.2007, 19:53 Uhr)
@inselkarl
hey ho.. da bin ich wieder ! :)
du wirst dich bestimmt freuen wenne das yetzt hörst .. hehe.. ne ernsthaft.. ICH bIN DEINE LOBBY !!
ich bin dafür dass scheisse auf jeder speisekarte in jeder gastronomie aufgeführt ist, und keiner darf sich drüber aufregen oder angeekelt sein wennich neben ihnen sitze und scheisse fresse !! warum ? ihr seid doch so liberal und weltoffen.. also predigt nicht nur toleranz sondern praktiziert diese auch !!!!!
inselkarl (21.06.2007, 17:17 Uhr)
wieso nur die
apropos sexuelle Neigungen: wieso werden eigentlich immer noch die Pädophilen-, die Sodomiten- die Schuhfetischisten- und die Anal-fäkalen Lebensgemeinschaften diskriminiert? Immer hört man nur von Schwulen und Lesben in der Öffentlichkeit. Was haben die für eine Lobby!!! Ich bin leider altmodisch und immer noch leicht hetero- also derjenige, der Kinder in die Welt setzt, seiner Frau im wesentlichen treu bleibt, Steuern bezahlt und dieses verkommenen Land immer noch nicht ganz verloren gibt. Welche Lobby habe ich? Welche Partei vertritt meine Interessen???
Oetker333 (21.06.2007, 15:58 Uhr)
F**k this Union
Dises intolerante Geschwätz ist nicht neu. Aber wie wir sehen wollen viele deutsche Wähler CDU/CSU wählen. Wie kann man nur so hirnverbrannt sein um diese Partei zu wählen (es gab keine Konsequenzen für ranghohe CDU-Politiker wegen der Parteispendenaffäre).
Ferdinand_Feinbein (21.06.2007, 15:44 Uhr)
es gibt schon einen ganz guten grund dafür
..warum menschen schwul/lesb werden..
NATÜRLICHE SELEKTION
HeinzManfred (21.06.2007, 15:43 Uhr)
So sind Sie
Die angeblichen Christen verraten ihre eigenen Parteigenossen .Vor Jahren war in Bremen eine Versammlung von schwulen C D U Politikern , über die Menge habe ich nur gestaunt .Und die alle werden ignoriert von der eigenen Partei . Warum nehmen diese Christen es nicht in ihrem Programm auf die Schwulen gesund zu Spritzen ? Die Saudis werden Ihnen erklären wie das geht . Solange nicht offen darüber geredet wird werden die Schwulen wohl ausgegrenzt . Man hat es bei Ole von Beust gesehen , Er hat sich nie richtig ausgelassen
obwohl das Christentum zum Schwul sein passen müsste , schwule Pfarrer schwule Vorstände schwule Bischöffe aber alles Geheimagenten für das Zölibat .
Parteien die mit C anfangen haben die Lüge zur Parteipflicht gemacht .
Guten Tag
tweetymann (21.06.2007, 15:21 Uhr)
Christ Demokraten bzw. Christ Sozialen
...sagt ja schon einiges aus. Wird Zeit das Sie im Jetzt und Hier ankommen. Ich verweise auf das Grundgesetz: Alle Menschen sind gleich.
Aber wenn man sieht wie oft die Politiker diskrimieren, dann scheint es nicht so stimmen. Oder warum zahlen Kinderlose mehr steuern, auch wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen keine Kinder bekommen können? Warum haben Homos bei einer Heirat sehr viele Pflichten geheiratet, aber wenig Rechte? (Antwort: Weil Vater Staat dadurch viel Geld in die Staatskasse bekommt).
Gruß tweetymann
EStolze (21.06.2007, 14:58 Uhr)
Typisch CDU/CSU
Alle anderen Parteien und die Mehrheit der Bevölkerung sind für eine längst überfällige Gleichstellung - nur die CDU/CSU stellt sich quer und versucht "auf Teufel komm raus" einen weiteren Fortschritt auf diesem Gebiet zu unterbinden. Da hilft nur eines: Ein eindeutiges Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das klar Stellung bezieht...
Prometheus90 (21.06.2007, 14:51 Uhr)
CDU/CSU
Die sind einfach nur Menschenverachtend!!!
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