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25. Mai 2007, 08:19 Uhr

Rauchverbot in Bus und Bahn

Die Orte, an denen noch geraucht werden darf, werden wieder weniger. Der Bundestag entscheidet über ein Rauchverbot in Bussen, Bahnen und Taxis. Ab September geht das nur noch in "Raucherzellen" - sonst drohen saftige Strafen.

Der "letzte Raucher" sitzt in einem Abteil eines Nahverkehrszuges© Rainer Jensen/DPA

Der Bundestag stimmt heute (Freitag) über das Rauchverbot in öffentlichen Bussen, Bahnen, in Taxis und in Bundesbehörden ab. Von September an soll Rauchen nur noch in abgetrennten Räumen möglich sein. Wer dennoch qualmt, dem droht ein Bußgeld von bis zu 1000 Euro. Auch der Jugendschutz soll verschärft werden: Zigaretten und andere Tabakwaren dürfen demnach nicht mehr an Jugendliche ab 16 Jahre, sondern nur noch an Erwachsene verkauft werden. Für Automaten gilt eine Umstellungsfrist bis Januar 2009. Das Rauchverbot soll auch für Bundestag, Bundesrat und Bundespräsidialamt gelten. Die Regelung in Gaststätten ist Ländersache.

Pro Bahn will Raucherzellen in Fernzügen

Der Fahrgastverband Pro Bahn forderte die Bahn auf, weiterhin abgeschlossene Raucherzellen in Fernzügen anzubieten. Bei einer mehrstündigen Fahrt sei es eine Zumutung für Raucher, auf ihre Glimmstängel verzichten zu müssen, sagte Pro Bahn-Vorstandsmitglied Rainer Engel dem Bielefelder "Westfalen-Blatt" (Freitag). Gebe es während einer langen Reise keine Möglichkeit mehr, eine Zigarette zu rauchen, würden die Toiletten als Raucherecke missbraucht. Dies passiere bereits im Nahverkehr. Um diesen Missbrauch zu verhindern, müsse die Bahn dann in jeder Toilette einen Rauchmelder installieren.

Das Nichtraucherschutzgesetz lasse die Möglichkeit von abgeschlossenen Raucherbereichen zu. Diese Ausnahmemöglichkeit sollte die Bahn nutzen, sagte Engel. Die Bahn will hingegen im Interesse ihrer Kunden Fernzüge und Bahnhöfe komplett rauchfrei machen. Getrennte Raucherräume seien nicht praktikabel, sagte Bahnsprecher Achim Stauß dem Blatt. Auch Raucherzonen auf Bahnhöfen werde es nicht mehr geben.

DPA
 
 
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