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Bundeswehr kann jetzt sogar nachts fliegen

Es mutet etwas komisch an. Die Bundeswehr fliegt Aufklärungsflüge über Syrien und dem Irak, kann aber wegen reflektierender Cockpitbeleuchtung nur tagsüber fliegen. Jetzt ist das Problem behoben - und das viel früher als gedacht.

Ein Tornado der Bundeswehr steht auf der Air Base in Incirlik

Jetzt auch nachtsichtfähig: Ein Tornado der Bundeswehr

Deutsche Aufklärungsflüge gegen den IS? Bitte nur am Tag! Nachts können die deutschen Luftwaffen-Piloten nämlich nichts sehen. So komisch das klingt - das war tatsächlich bislang der Fall. Denn die gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) eingesetzten Tornados der Bundeswehr taugten wegen reflektierender Cockpitbeleuchtung nicht für den Nachteinsatz. Beim Benutzen der vorhandenen Nachtsichtbrillen wurden die Piloten bei weißem oder rotem Licht geblendet. Bis Ende des Jahres sollte das Problem behoben sein, hieß es. Ende des Jahres? Eine zügige Lösung im Kampf gegen den Terror sieht anders aus. 

Doch keine zwei Wochen später scheint die Bundeswehr das Problem gelöst zu haben. "Die Nachtsichtfähigkeit der in der Türkei stationierten Tornados ist beschleunigt hergestellt worden. Dafür wurde die Cockpitbeleuchtung von rotem auf grünes Licht umgerüstet", teilte die Bundeswehr am Montag mit.


Bundeswehr mit sechs Tornados im Einsatz

Seit Anfang 2016 beteiligt sich die Bundeswehr mit Aufklärungsflügen über Syrien und dem Irak am Kampf gegen die Terrormiliz. Dafür wurden Soldaten mit sechs Tornados in die Türkei geschickt. Sie sind auf dem Nato-Stützpunkt Incirlik stationiert. In der Regel entstehen die Aufklärungsbilder tagsüber. An den Bombardierungen der internationalen Koalition gegen den IS beteiligt sich Deutschland nicht.

jek/DPA
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