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Die lange Reise der deutschen Raketen

Deutschland steht der Türkei bei: Bis zu 350 Soldaten sollen den Nato-Partner mit "Patriot"-Raketen vor Angriffen aus Syrien schützen. Nun hat die Verschiffung der Ausrüstung begonnen.

Die ersten Bundeswehrsoldaten sind zur Stationierung von "Patriot"-Abwehrraketen in die Türkei aufgebrochen. Ein Vorauskommando mit 20 deutschen und rund 30 niederländischen Kräften flog am Dienstag von Eindhoven in die südtürkische Stadt Adana ab. Gleichzeitig begann im Hafen von Lübeck-Travemünde die Verschiffung von rund 300 Fahrzeugen und 130 Containern mit militärischer Ausrüstung. Der dänische Frachter "Suecia Seaways"soll die Ausstattung einmal rund um Europa und dann durch das Mittelmeer in die Türkei transportieren. Voraussichtlich am 21. Januar wird das Schiff den Hafen von Iskenderun erreichen.

Zum Schutz des Nato-Partners Türkei vor Angriffen aus dem Bürgerkriegsland Syrien entsenden die Niederlande, Deutschland und die USA jeweils zwei Raketenabwehrstaffeln. Insgesamt werden bis zu 350 deutsche Soldaten rund 100 Kilometer von der Grenze zu Syrien entfernt stationiert.

Der Seetransport hat für die Bundeswehr mehrere Vorteile gegenüber dem Lufttransport: Zum einen ist die Verlegung so großer Mengen von Waffen und Ausrüstung per Schiff erheblich billiger als per Flugzeug. Für den Seetransport haben Deutschland und Dänemark bereits 2006 einen Kooperationsvertrag geschlossen, der der Bundeswehr zivile Schiffskapazitäten für strategische Verlegungen zusichert.

Erster Einsatz der deutschen "Patriot"-Staffeln

Zudem wären für die Verfrachtung so vieler Fahrzeuge und Container zahlreiche Flüge nötig: Damit ist fraglich, ob das Material mit dem Flugzeug wirklich früher in der Türkei ankommen würde. Denn anders als beispielsweise die US-Armee verfügt die Bundeswehr bisher nicht über eigene große Frachtflugzeuge, sondern wartet immer noch auf die verspätete Auslieferung des Transporters A400M. Für die Übergangszeit hat die Bundeswehr etwa zum Materialtransport nach Afghanistan Frachtraum in großen Antonow-Maschinen gechartert.

"Der Einsatz ist ein deutliches Signal für die Solidarität innerhalb der Nato", sagte der Befehlshaber des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr, Generalleutnant Rainer Glatz, bei der Verabschiedung des Vorauskommandos in Eindhoven. "Wir haben die Solidarität der Nato im Kalten Krieg erfahren, und jetzt können wir diese auch der Türkei geben." Der niederländische General Leo Beulen betonte, dass es um einen rein defensiven Einsatz gehe. "Wir gehen dorthin, um die türkische Bevölkerung zu schützen und eine Eskalation des Konflikts zu verhindern."

Für die deutschen "Patriot"-Staffeln ist es nach zahlreichen Übungsmanövern der erste Einsatz. Die Ausrüstung, die mit einem dänischen Schiff ins Einsatzgebiet gebracht wird, soll am 21. Februar in der Türkei ankommen. In der kommenden Woche soll auch der größte Teil der deutschen Soldaten in die Türkei aufbrechen.

Einsatz rein defensiv ausgerichtet

Der Bundestag hatte Mitte Dezember die Entsendung der Waffensysteme mit großer Mehrheit beschlossen. Das Mandat ist zunächst bis Februar 2014 begrenzt. Die Kosten beziffert die Bundesregierung auf etwa 25 Millionen Euro.

Die rein defensive Ausrichtung des Einsatzes war die Voraussetzung für eine deutsche Beteiligung. Die Reichweite der Raketen liegt bei 68 Kilometern. Damit können sie von ihrem künftigen Standort Kahramanmaras im Süden der Türkei das etwa 100 Kilometer entfernte Syrien nicht erreichen.

Bislang gab es aus Syrien noch keinen einzigen Raketen-Angriff auf die Türkei. Durch syrische Granaten wurden allerdings mehrere Menschen getötet. Die Türkei hatte daraufhin die Nato um Hilfe gebeten. Das Bundestagsmandat umfasst auch den Einsatz von deutschen Soldaten, die bei der Überwachung des türkischen Luftraums mit Awacs-Aufklärungsflugzeugen helfen.

Annette Birschel und Eva-Maria Mester, DPA/Reuters/DPA/Reuters

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