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10. August 2007, 08:02 Uhr

Auch Bütikofer für Fortsetzung

Die Fortsetzung des deutschen Militär-Engagements in Afghanistan scheint beschlossene Sache zu sein. Nachdem Teile von Union und SPD sich für eine Verlängerung des Bundeswehreinsatzes ausgesprochen haben, plädiert nun auch der Grüne Reinhard Bütikofer für die Fortsetzung.

Ein Bundeswehrsoldat der Isaf in Afghanistan© Musadeq Sadeq/AP

Der Grünen-Vorsitzende Reinhard Bütikofer hat sich einen Monat vor dem Sonderparteitag der Grünen zu Afghanistan für die Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes von der Nato geführten Afghanistanschutztruppe Isaf ausgesprochen. Eine deutsche Beteiligung am Anti-Terror-Kampf unter der amerikanisch geführten Operation Enduring Freedom (OEF) in Afghanistan lehnte er im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" aber ab.

Schutz der Zivilbevölkerung hat Vorrang

Die Aufgabe, zur Absicherung des Wiederaufbaus "den Taliban auch mit der Waffe in der Hand entgegenzutreten", müsse aber wahrgenommen werden, sagte Bütikofer. Er sprach sich dafür aus, dass das gesamte militärische Engagement der Staatengemeinschaft in Afghanistan nur noch unter einem Mandat, dem Isaf-Mandat zur Unterstützung der afghanischen Regierung, stattfinden solle. "Die unverzichtbare strategische Grundlage muss lauten: Der Schutz der Zivilbevölkerung und die Vermeidung von zivilen Opfern müssen Vorrang haben."

Beim Grünen-Sonderparteitag soll am 15. September in Göttingen auf Antrag von 44 Kreisverbänden über die Haltung der Grünen zum Einsatz der Tornado-Aufklärungsflugzeuge und zur Beteiligung der Bundeswehr an der Internationalen Schutztruppe Isaf sowie am US-geführten Anti-Terrorkampf "Operation Enduring Freedom" beraten werden. Im Herbst muss der Bundestag über eine Verlängerung dieser drei Mandate entscheiden.

DPA
 
 
KOMMENTARE (4 von 4)
 
Sukram71 (10.08.2007, 15:12 Uhr)
Sinneswandel von Bütikofer?
Hat der Mann sich denn vorher immer für eien Abzug aus Afghanistan eingesetzt oder worin soll der Sinneswandel bestehen? Und was ist erstaunlich?
--
Gut. Der Mann ist mir auch nicht so sonderlich sympatisch, aber die Aussagen erscheinen mir nicht nu sooo dramatisch zu sein, dass nun alle über den herfallen müssen.
--
In Afghanistan ist man natürlich in nem echten Schlamassel. Das ist schon richtig. Und man kann da auch geteilter Meinung sein.
Jedoch ist das alles nicht so einfach.
Wenn sich jemand erkennbar mit den Thema auseinander setzt und nicht nur Populismus beteibt, dann kann man Äußerungen zu so einen überaus schwierigen Thema respektvoll aktzeptieren.
ramteid (10.08.2007, 14:58 Uhr)
Büttikofer!!!!!!!!!!!
Unabhängig davon, dass es sicher unterschiedliche Meinungen zum Verbleib deutscher Soldaten in Afganistan gibt, ist es erstaunlich was dieser Mann da von sich gibt.
Eigentlich hat man von ihm noch nie irgend etwas Vernünftiges gehört.
Dieser Sinneswandel wird ihm schwer auf die Füße fallen.
Sukram71 (10.08.2007, 14:19 Uhr)
keine Schande sondern verantwortungsvoll
Auch dann, wenn in den Sternen steht, ob es in Afghanistan einen wie auch immer gearteten "Erfolg" für den Westen geben kann, wäre ein kurzfristiger Rückzug aus Afghanistan einfach nur verantwortungslos.
--
Man ist dort nach Afghanistan gegangen weil man in diesem Fall einen echten Grund hatte und es auch keine andere Möglichkeit gab. Eben wegen der Al-Kaida-Ausbildungslager.
--
Diese hat man beseitigt. Nun stellt sich die Frage was man dann tun soll. Einfach abzuziehen, wäre den dortigen Menschen gegenüber nicht fair und auch nicht in unserem Interesse. Man muss sich doch auch etwas Gedanken machen, was dann dort werden soll.
--
Wenn man sich aber etwas Gedanken darüber macht, dann kommt man zu solchen Schlüssen. Und deswegen kommt auch Herr Bütikofer und fast alle anderen ernstzunehmenden Politiker zu solchen Aussagen.
Inselgraf (10.08.2007, 12:26 Uhr)
Manche sollten schweigen
denn das wäre Gold wert, aber dieses reden von Dingen, die sie nicht beurteilen können, ist schon eine Schande. Ohne Rücksicht auf die Meinung und den Wunsch der Deutschen, den Einsatz dort zu beenden, wie hier dafür gestimmt, nur um bei der nächsten Wahl ev. wieder in die Regierung zu kommen.Hoffentlich werden diese Politiker bei der nächsten Wahl abgestraft, die einfach am Volk vorbei regieren.
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