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Ein Minister, ein Staatssekretär, ein Generalinspekteur der Bundeswehr - schon drei Männer hat die Affäre um den Luftangriff von Kundus ihr Amt gekostet. Folgt nun Verteidigungsminister Guttenberg?
Das Verteidigungsministerium hat neue Vorwürfe gegen Ressortchef Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) wegen des verheerenden Luftangriffs in Afghanistan zurückgewiesen. Der Minister habe selbst Anfang November auf einen Report des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (IKRK) mit Zahlen zu zivilen Opfern des Angriffs verwiesen.
"Militärisch angemessen" - so hatte Verteidigungsminister Guttenberg den Luftangriff von Kundus genannt. Jetzt will er prüfen, ob seine Einschätzung richtig war. Unter Druck ist auch das Kanzleramt: Angeblich bewertete es den Einsatz schon vor der Wahl als Fehler, schwieg aber.
Die Bombardierung zweier Tanklaster am Kundus-Fluss am 4.
Es ist der Höhepunkt des Kundus-Ausschusses: Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg stand dem Gremium Rede und Antwort. Dabei räumte der CSU-Politiker erneut Fehler ein, rechtfertigte aber seine Entscheidungen.
Der von ihm angeordnete Luftangriff von Kundus ist für Georg Klein längst zum Alptraum geworden. Wenigstens muss sich der Bundeswehroberst nicht mehr strafrechtlich verantworten. Die Bundesanwaltschaft hat das Verfahren gegen ihn eingestellt. Der Verteidigungsminister freut sich.
Nach den Steilvorlagen im Kundus-Ausschuss schießt sich die Opposition auf den Verteidigungsminister ein. Karl-Theodor zu Guttenberg habe seine Verantwortung "stil- und würdelos" abgewälzt.
Haben der Ex-Generalinspekteur und der frühere Staatssekretär ihre Minister ausreichend über den Angriff von Kundus informiert? Wolfgang Schneiderhan und Peter Wichert sagen "eindeutig ja" und greifen die Hardthöhe an. Die Opposition sieht den Verteidigungsminister schwer belastet.
Wegen einer Protestaktion hat Parlamentspräsident Lammert Abgeordnete der Linksfraktion von der Debatte zum Bundeswehr-Mandat in Afghanistan ausgeschlossen. Der Bundestag stimmte dem Einsatz mit großer Mehrheit zu.
Im nordafghanischen Kundus haben Bundeswehrsoldaten einen Zivilisten erschossen und einen anderen verletzt. Nach Angaben der Armee rasten die Männer mit einem Auto auf einen deutschen Kontrollpunkt zu. Bundeswehr-Kommandeur Rohrschneider forderte unterdessen mehr Soldaten für die Krisenregion.
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