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Sieben Jahre nach dem Bundeswehr-Skandal von Coesfeld wird der Fall seit Donnerstag vor Gericht neu aufgerollt: Vor dem Landgericht Münster müssen sich erneut sieben frühere Bundeswehr-Ausbilder wegen verbotener Geiselnahmeübungen verantworten, bei denen im Frühjahr und Sommer 2004 insgesamt 160 Rekruten der Coesfelder Freiherr-vom-Stein-Kaserne misshandelt worden waren.
Der aktuelle Skandal um Misshandlungen bei der Bundeswehr beschäftigt jetzt auch die Justiz. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob die entwürdigenden Aufnahmerituale strafrechtlich relevant sind. Bereits in der Vergangenheit hatten ähnliche Vorfälle bei der Bundeswehr Schlagzeilen gemacht.
Bundeswehr-Skandal: Das Motherfucker-Video
Alles Lavieren hat ihn nicht gerettet: Bundesarbeitsminister Franz Josef Jung tritt in Folge der Pannen nach dem Luftangriff in Afghanistan zurück. Die Namen möglicher Nachfolger kursieren bereits.
Dass Franz Josef Jung die zivilen Opfer des Angriffs bei Kundus nicht wahrhaben wollte, ist ein Skandal, aber typisch. Das Verteidigungsministerium hat schon oft Ermittlungen der Nato ignoriert.
Laut einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs müssen sich drei frühere Bundeswehrausbilder wegen der Misshandlung von Rekruten in einer Kaserne in Coesfeld erneut vor dem Landgericht Münster verantworten.
Die Totenschändungen durch Bundeswehrsoldaten in Afghanistan waren offenbar kein Einzelfall. Einem Zeitungsbericht zufolge haben auch Soldaten anderer Nationen ein Knochenfeld zum Posieren genutzt. Ein Zeuge der Foto-Aktionen berichtet zudem, wer dabei nicht mitgemacht habe, habe als "Weichei" gegolten.
Bundeswehrrekruten wurden grausam mit Stromstößen, Schlägen und Fußtritten misshandelt, ihnen wurde Wasser durch Nase und Mund gespritzt. Der hauptverantwortliche Ausbilder sagte vor Gericht, den jungen Soldaten hätte die Übung gefallen.
Zeigt das Bundeswehr-Video, dass die Truppe ein Problem mit rassistischen Soldaten hat? Oder wurde hier nur ein "popkulturelles Zitat" falsch verstanden? Ein Blick in die Kommentare der Tageszeitungen.
Die Bundeswehr hat sechs Soldaten identifiziert, die an der Leichenschändungen in Afghanistan beteiligt gewesen sein sollen - einer hat angeblich bereits gestanden. Um Vorfälle wie die Leichenschändung künftig zu verhindern, will Verteidigungsminister Jung die Bundeswehrausbildung verbessern.
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