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Von der Leyen ruft Freiwillige zum Ebola-Einsatz auf

Deutschland setzt im Kampf gegen Ebola auf den guten Willen: Beim medizinischen Personal will die Bundeswehr nur Freiwillige zum riskanten Einsatz in Westafrika entsenden.

  Verteidigungsministerin von der Leyen will freiwillige Helfer der Bundeswehr in die Ebola-Region schicken

Verteidigungsministerin von der Leyen will freiwillige Helfer der Bundeswehr in die Ebola-Region schicken

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will medizinisches Personal der Bundeswehr auf freiwilliger Basis zu Einsätzen in die Ebola-Gebiete in Westafrika entsenden. Sie werde an diesem Montag "einen Aufruf starten innerhalb der Bundeswehr, dass diejenigen die wollen und können, sich melden", sagte von der Leyen am Montag im ARD-"Morgenmagazin". Sie bezeichnete ihr Vorhaben als "Versuch, medizinisches Personal dorthin nach Liberia zu bringen". Bis zum Beginn des Einsatzes könne es noch vier Wochen dauern.

Es gehe ihr um ziviles und militärisches Personal, sagte von der Leyen. Die Freiwilligen sollten für den Umgang mit Ebola-Kranken eine Kurzausbildung bekommen, "die andockt an das, was die meisten Ärzte oder Pflegepersonal, auch Apotheker, schon können, damit sie sich auf diese hochspezifische Situation auch einstellen". Zudem sollten die Mitarbeiter Informationen zur Absicherung ihres Einsatzes erhalten. Sie sollten "wissen, dass, wenn etwas passiert vor Ort, sie auch sicher hierher zurückgebracht werden können".

Deutschland und Frankreich hatten am Freitag die Einrichtung einer Luftbrücke für die westafrikanischen Ebola-Gebiete angekündigt. In der senegalesischen Hauptstadt Dakar soll binnen zwei Wochen ein Stützpunkt aufgebaut werden, von dem Bundeswehr-Maschinen die besonders betroffenen Staaten Liberia, Guinea und Sierra Leone anfliegen sollen. Die Bundeswehr will bis zu hundert Soldaten und vier Transall-Flugzeuge entsenden. Auch soll ein Behandlungszentrum mit 50 Betten nach Liberia geliefert werden. Die USA hatten bereits zu einem früheren Zeitpunkt angekündigt, 3000 Soldaten in die Ebola-Region zu entsenden.

Unterdessen wurde bekannt, dass während der dreitägigen Ausgangssperre in Sierra Leone mehr als hundert neue Infektionsfälle entdeckt worden sind. "Wir haben mindestens 150 neue Fälle", sagte Steven Gaojia, Chef des staatlichen Notfalleinsatzzentrums . Zuvor hatten die Behörden des westafrikanischen Landes bereits von rund 70 Ebola-Toten gesprochen, die während der 72-stündige Ausgangssperre entdeckt worden seien. Die Ausgangssperre endete am Sonntag.

Seit dem Ausbruch der Ebola-Epidemie in Westafrika starben in Liberia, Sierra Leone und Guinea nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits 2630 Menschen an dem Virus. Seit dem vergangenen März sind in der betroffenen Region rund 5000 Fälle registriert worden

dho/AFP/AFP
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