. .
Politik in Deutschland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
14. Februar 2006, 07:34 Uhr

"Herr Schäuble hat eine falsche politische Zielrichtung"

Das Grundgesetz verbietet, dass Soldaten hoheitliche Aufgaben im Inneren übernehmen. Dies will Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble nun ändern und sorgt damit für großen Konfliktstoff in der Koalition.

Bundesinnenminister Schäuble sorgt für Zündstoff in der Koalition© DPA

Der Vorstoß von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble für den Einsatz der Bundeswehr im Innern sorgt in der großen Koalition weiterhin für Konfliktstoff. Der Vorsitzende des Innenausschusses im Bundestag, Sebastian Edathy (SPD), forderte Schäuble auf, diese "unsinnige Debatte" zu beenden. "Herr Schäuble hat eine falsche politische Zielrichtung, die nicht geteilt wird von der Sozialdemokratie. Wir halten daran fest, militärische und polizeiliche Aufgaben strikt zu trennen. Da wird die SPD hart bleiben", sagte Edathy der Zeitung "Die Welt".

Nutzung des Luftsicherheitsgesetzt

In SPD-Kreisen wird befürchtet, dass Schäuble die anstehende Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Luftsicherheitsgesetz für einen generellen Einsatz der Bundeswehr im Innern nutzt, schreibt das Blatt. Das Gesetz erlaubt den Abschuss entführter Passagierjets durch die Luftwaffe.

Nach den Worten Edathys entscheiden die Karlsruher Richter über den Sonderfall terroristischer Angriffe aus der Luft und nicht über die Frage, ob die Bundeswehr Polizeiaufgaben übernehme. Falls das Grundgesetz für das Luftsicherheitsgesetz geändert werden müsse, werde die SPD lediglich eine Klarstellung befürworten. Edathy zufolge könnte eine Neuformulierung im Artikel 35 etwa lauten: "Auch zur Abwendung eines besonders schweren Unglücksfalles" dürften Soldaten die Länderpolizeien unterstützen.

SPD-Fraktionschef Peter Struck will im Sinne des Koalitionsvertrages prüfen, ob nach dem Karlsruher Urteil Handlungsbedarf besteht. "Für uns ist aber ganz klar: Soldaten sind keine Polizisten", sagte er der "Welt".

Bundeswehr sei keine Hilfspolizei

SPD-Generalsekretär Hubertus Heil hatte am Montag nach einer SPD- Präsidiumssitzung in Berlin bekräftigt, die SPD werde sich nicht für die "ideologischen Positionen" von Innenminister Schäuble hergeben, die Bundeswehr "als Hilfspolizei zu missbrauchen". Auch Schleswig-Holsteins SPD-Innenminister Ralf Stegner und die SPD-Chefin in Baden-Württemberg, Ute Vogt, lehnten den erweiterten Bundeswehreinsatz ab.

DPA
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Bundeswehreinsatz im Inland Die Lebensaufgabe des Wolfgang S.

Bundesinnenminister Wolfgang Schäubles Lieblingsthema steht wieder auf der Agenda: Der Einsatz von Soldaten im Inland. Weil es dafür keine Mehrheit gibt, greift er in die politische Trickkiste. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe