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Keine Eile bei Drohnen-Anschaffung

Der Bundeswehrverband beruhigt die Kritiker der geplanten Drohnen-Einsätze und will mit dem Kauf noch warten. Verteidigungsminister de Maizière hatte auf eine baldige Entscheidung gedrängt.

  Mit der Nachbildung einer militärischen Drohne wurde beim Ostermarsch vor dem Bundestag in Berlin demonstriert

Mit der Nachbildung einer militärischen Drohne wurde beim Ostermarsch vor dem Bundestag in Berlin demonstriert

Der Deutsche Bundeswehrverband sieht keinen Grund zur Eile bei der Anschaffung bewaffneter Drohnen. "Wir brauchen nicht sofort eine Entscheidung", sagte der Verbandsvorsitzende Ulrich Kirsch der "Mitteldeutschen Zeitung". Nötig sei eine reife Entscheidung. "Auch die Gesichtspunkte der Skeptiker mit ethischen Bedenken müssen in die Debatte einbezogen werden", forderte Kirsch.

Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hatte mehrfach angekündigt, noch in der ersten Jahreshälfte eine Entscheidung über die Beschaffung bewaffneter Drohnen verkünden zu wollen. Allerdings regt sich auch in der Unionsfraktion im Bundestag Widerstand gegen eine Entscheidung noch vor der Bundestagswahl im September.

Der Bundeswehrverband hält grundsätzlich die Anschaffung von bewaffneten Drohnen für nötig. "Militärisch-taktisch bräuchten wir bewaffnete Drohnen schon längst", sagte Kirsch. So habe er einen Soldaten vor Augen, der eine Aufklärungsdrohne bediene und feststelle, dass eigene Kameraden einer Gefahr ausgesetzt seien. Sei die Drohne bewaffnet, könne er die Gefahr sofort ausschalten.

vim/DPA/DPA
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