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8. Februar 2009, 19:50 Uhr

Glos kündigt seinen Rücktritt an

Die Entscheidung ist gefallen: Wirtschaftsminister Michael Glos wird sein Amt in Kürze niederlegen. Der CSU-Politiker will Kanzlerin Angela Merkel an diesem Montag offiziell um seine Entlassung bitten, der Name seines Nachfolgers soll kurz darauf genannt werden. Medienberichten zufolge fällt die Entscheidung zwischen CSU-Generalsekretär Karl-Theodor zu Guttenberg und Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon.

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Mit seinem Rücktrittsgesuch hat Bundeswirtschaftsminister Michael Glos die Große Koalition überrumpelt, doch offenbar darf er nun sein Amt niederlegen© Rainer Jensen/DPA

Mitten in der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise wechselt die Große Koalition den Wirtschaftsminister aus. Die Entscheidung über die Nachfolge des amtsmüden Michael Glos fällt nach übereinstimmenden Medienberichten zwischen CSU-Generalsekretär Karl-Theodor zu Guttenberg und dem bayerischen Finanzminister Georg Fahrenschon. CSU-Chef Horst Seehofer will die Personalien offiziell am Montag mitteilen. Zunächst soll aber die CSU-Führungsspitze informiert werden.

Seehofer traf sich am Sonntagabend mit Glos und dem Berliner CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer in der Staatskanzlei in München. Glos sagte nach dem Treffen: "Es gibt eine sehr gute Lösung, die ich sehr gut mittragen kann." Namen nannte er nicht. Er werde Merkel am Montagmorgen bitten, ihn Bundespräsident Horst Köhler zur Entlassung vorzuschlagen. Darüber hinaus berichtet die "Süddeutsche Zeitung", Glos wolle im Juni auch sein Amt als CSU-Bezirkschef in Unterfranken aufgeben. Das habe er auf einer Bezirksvorstandssitzung mitgeteilt. Eine Bestätigung gab es hierfür zunächst aber nicht.

Ramsauer sagte, über Glos' Nachfolger als Bundeswirtschaftsminister habe es eine Einigung "in allerbestem Einvernehmen, völlig zielsicher" gegeben.

"Ich bitte Dich"

Glos hatte am Samstag völlig überraschend Seehofer um seine Ablösung ersucht. "Ich bitte Dich, mich von meinen Ministerpflichten zu entbinden", schrieb der 64-jährige CSU-Politiker an Seehofer. Dieser lehnte erst einmal ab: "Ich werde dieser Bitte nicht entsprechen", sagte er. Glos habe weiter sein Vertrauen. Auch Merkel soll sich nach Angaben hochrangiger CSU-Politiker anfangs gegen einen Glos-Rücktritt gewandt haben. Am Sonntag versuchten maßgebliche Unionspolitiker, insbesondere in der CSU, eine Lösung zu finden. In der Großen Koalition ist es Sache der einzelnen Partner, über die Besetzung der ihnen zugeschlagenen Ministerien allein zu entscheiden. Damit ist im Fall Glos die CSU am Zug.

In SPD-Kreisen wurde das Rücktrittsgesuch, für das Glos unter anderem Altersgründe anführte, als eine Abrechnung mit dem neuen CSU-Chef Seehofer gewertet. Seit längerem ist bekannt, dass sich das Verhältnis der beiden CSU-Politiker in den letzten Wochen zusehends verschlechterte. Seehofer habe Glos mehr und mehr zu einer verschärften Konfrontation in der Koalition gedrängt, um die Handschrift der Christsozialen erkennbarer zu machen, hieß es. Dass am Wochenende dann auch noch in der Zeitung "Donaukurier" aus Seehofers Heimatstadt Ingolstadt offen über Bauer als Glos-Nachfolger spekuliert wurde, habe den Minister zu dem Brief veranlasst. Allerdings hatte Glos sich in jüngster Zeit auch über mangelnde Rückendeckung Merkels beklagt. Die habe in der Wirtschafts- und Finanzkrise weniger die Nähe zu seinem Ministerium als zu Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) gesucht.

Spekulation um Nachfolgekandidaten

In der Union waren am Wochenende mehrere Kandidaten für die Nachfolge des Unterfranken Glos im Gespräch. Genannt wurden außer Generalsekretär zu Guttenberg auch Wirtschaftsstaatssekretärin Dagmar Wöhrl sowie der bundesweit eher unbekannte Bauunternehmer Thomas Bauer. Der zunächst ebenfalls als Glos-Nachfolger gehandelte Ramsauer, hatte der Zeitung "Main-Post" jedoch früh erklärt, er stehe nicht zur Verfügung.

Der mit CSU-Chef Seehofer gut befreundete Bauer hatte hingegen sein Interesse an dem Amt bekräftigt, schränkte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters aber ein: "Ich schätze die Wahrscheinlichkeit, dass ich das mache, als nicht sehr hoch ein."

FDP-Chef Guido Westerwelle mahnte Merkel, die Handlungsfähigkeit der Regierung schnell wieder herstellen. Wenn ein Wirtschaftsminister zermürbt sei, dürfe die Kanzlerin das "nicht treiben lassen". Auch Grünen-Fraktionschefin Renate Künast und Linken-Fraktionsvize Klaus Ernst forderten Merkel auf, Glos sofort zu entlassen. "Es ist schädlich für Deutschland, einen Wirtschaftsminister zu halten, der selber meint: 'Holt mich hier raus'", so Künast.

Glos war nach der Wahl 2005 überraschend als Wirtschaftsminister der Großen Koalition ins Kabinett berufen worden. Er sah sich vor allem den Interessen des Mittelstandes und der Verbraucher verpflichtet. Mit seinem Namen verbindet sich die Forderung nach schnellen Steuersenkungen sowie das Plädoyer für längere Laufzeiten der Atomkraftwerke.

Reuters/DPA/AP
 
 
KOMMENTARE (10 von 37)
 
Dirk_37 (09.02.2009, 12:55 Uhr)
@keinheiliger
Da irren Sie sich etwas. Ich bin kein betriebsblinder Wähler, wenn Sie das auch meinen mögen. Natürlich traue ich gewissen Leuten gewisse Kompetenzen zu. Das mir Lafo zutiefst unsympatisch ist hat zunächst mal nichts mit der Partei zu tun, sondern mit seiner Person. Das ist in etwa so wenn ich sage, ich mag Michel Friedmann nicht (obwohl CDU!:-) ), aber das hat nichts mit seiner Religion zu tun.
...
Die Regierungsarbeit in Berlin zeigt, daß die Linke im Grunde auch nicht an den Realitäten vorbeiregieren kann. Genauso wie die Grünen haben sie sicherlich zum Teil sehr vernünftige Denkanstöße gegeben, jedoch würden deren Programme in der ganzen Härte umgesetzt dann wäre es daß Ende. Insofern brauchen wir eine vernünftige Opposition die unseren Regierungen auf die Finger klopft, jedoch keine Extremisten in der Verantwortung. Für mich sind in der Linkspartei zu viele der kommunistisch angehauchten Weltverbesserer anzutreffen, allein die Überwachung der Partei wie übrigens auch die der NPD spricht dafür.
...
Der Mindestlohn ist nach wie vor sehr umstritten, aber was soll´s. Wie gesagt ist Politik nicht immer der Austragungsort im Kampf um die besten Köpfe des Landes. Wer wirklich gut ist der verdient wesentlich mehr in der Wirtschaft und muß den öffentlichen Spott nicht ertragen. Die Postenschacherei, die ich genauso verurteile wie Sie und andere, ist unsäglich aber glauben Sie, die Linke würde das anders machen? Die in Berlin haben zum größten Teil nie wirklich unter Bedingungen leben müssen, wie wir alle sie täglich kennen. Deshalb spreche ich per se allen Politikern ab, sich wirklich mit den Problemen der Gesellschaft auszukennen. Doch es sind die meist unionsgeführten Länder, die die erfolgreichsten sind. Das sind halt Fakten, die auch Sie nicht so einfach vom Tisch fegen können.
MfG Dirk
Seagull (09.02.2009, 07:56 Uhr)
System? Bei/durch/wegen M.Glos ?
Ja, ich denke es steckt System dahinter.
Der interessierte wird unzählige Seiten im WEB finden die das bestätigen.
Denn nicht nur die Situation in Deutschland,
nein, in so gut wie allen Staaten der Welt findet im Augenblick der gleiche Prozess statt.
Warum das so ist?
Nachschauen und denken.
@Sternchen 2020, Sie werden mir immer sympatischer.
Im Gegensatz zu einigen Kommentatoren
in diesem Forum haben Sie sich eine klare,logische Denkungsart erhalten.
Ist es nicht erstaunlich dass weltweit die Wirtschaft zusammenbricht? Die einzelnen Währungen wackeln?
Was ist das Ziel? Von Wem und Warum gesteuert?
Tja, und dann gibt es in der Politik Menschen,die DAS erkennen und nicht mehr mitmachen.
Gratulation Herr Michael Glos, und das ist ehrlich gemeint.
Irgendjemand sagte mal:
Zitat: "Es gibt nichts besseres als die Menschen zum nachdenken zu bringen".
Zitat Ende.
Dem habe ich nichts mehr hinzu zu fügen.
Sternchen2020 (09.02.2009, 07:00 Uhr)
Bedingungen
Guttenberg stellt schon einmal vorsorglich Bedingungen für eine Weiterbeschäftigung in Berlin auch nach den Wahlen. Etwas, was im "normalen" Leben für schlichte Bürger nie möglich wäre.
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Der Vorschlag aus der SPD, Steinrück nun zum Superminister zu machen, hat es auch in sich. Erstens würden CDU/CSU dem niemals zustimmen, zwetens haben wir alle ja unsere Erfahrungen mit einem "Superminister".Der letzte war Clement und hat viel Unglück über so manchen Bundesbürger gebracht.
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Man sollte auch von solchen Superlativen wegkommen. das Einzige, was Deutschland braucht, sind Leute, die bescheiden aber gekonnt ihren Job machen - im Dienste der Menschen und nicht vorrangig im Dienste von sich selbst.
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Damit ist auch im Wirtschaftsministerium nicht zu rechnen. Es geht einzig um Pöstchengeschiebe und Lobbyismus, der weiterhin nicht nur im ganz großen Stil geduldet, sondern weiter angeschoben wird.
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Irgendwann brennt den Deutschen die Sicherung durch, was man dann an Wahlergebnissen ablesen kann, mit denen so niemand gerechnet hat.
audio001 (09.02.2009, 06:46 Uhr)
Alles nur eine (clevere) politische Inszenierung?
Als Bürger - dem Souverän dieses Staates - kann man nur noch kopfschüttelnd das politische Geschehen in Deutschland verfolgen.
Was geht hier eigentlich ab in diesem Land? Parteien übernehmen Verantwortung - so sagen sie jedenfalls - bestimmen irgendwelche Personen, wie den gelernten fränkischen Müllermeister Michael Glos zum Bundesminister für Wirtschaft, schauen über Jahre zu wie sich der scheinbar überforderte Minister in seinem Amt abmüht und sind gleichsam entsetzt, wenn sich dieser aus dem Amt zurückziehen will?
Wenn man sich persönlich nicht der Vermutung hingeben will, dass dieses nichts weiter ist als eine politische Inszenierung um aus Sicht der CSU, medienwirksam (und rechtzeitig vor Europa- und Bundestagswahl) noch einen neuen politischen „Kopf“ bekannt zu machen, dann ist dem Verhalten von Michael Glos Respekt zu zollen! Welch anderer Politiker - und da gibt es in der Regierung Merkel aus meiner persönlichen Sicht noch andere, deren Fähigkeiten außerhalb des Kabinetts vielleicht noch besser zur Geltung kämen - hätte diesen Mut aufgebracht und so konsequent gehandelt?
Wie gesagt; immer davon ausgehend, dass dieses nicht nur politische Inszenierung für die Medien und die Öffentlichkeit gewesen ist!?
Die Frage die sich nun stellt ist; was wird denn nun anders, wenn ein Anderer (oder eine Andere) den Platz von Michael Glos einnimmt?- Darauf eine Antwort zu finden wird schwierig. Der Handlungsspielraum den die Regierung Merkel hatte, ist weitestgehend mit dem Rettungsschirm für die Banken und dem Konjunkturpaket II ausgeschöpft worden.
Diese Entscheidungen haben weitreiche Konsequenzen für Staat und Gesellschaft. Sie sind, unabhängig von ihrer tatsächlichen Wirksamkeit, in ihren Folgen weder tatsächlich abschätzbar noch maßgeblich beeinflussbar. Insoweit kann man nur hoffen, dass sich die Wirksamkeit des Rettungsschirms für die Banken und dem des Konjunkturpakets II im gewünschten Maße einstellen!
Wenn nicht; dann haben wir tatsächlich ein Problem in Deutschland.- Dann befindet sich unser Land nicht nur in der schwersten Finanz- u. Wirtschaftskrise seit seinem Bestehen, da droht in Folge auch noch eine Sozialkrise apokalyptischen Ausmasses!
Was also wäre - rein hypothetisch - wenn dieses Scheitern der Politik bereits bewusst wäre? Dann wäre es im Hinblick auf die Bundestagswahl in der Tat ein cleverer Zug, den für das Konjunkturpaket verantwortlichen Bundesminister durch Demission aus der Schusslinie zu nehmen und durch einen anderen (unbelasteten) zu ersetzen; dann könnte es vielleicht auch politisches Kalkül gewesen sein, den Bundesfinanzminister der Finanzen (der zufällig nicht der CDU/CSU angehört), für das Konjunkturpaket öffentlich in die Verantwortung gehen zu lassen?
Mir drängt sich daher persönlich weiterhin die Frage auf: „Sollte das Ganze doch nur eine (clevere) politische Inszenierung sein?“
susiwolf (09.02.2009, 04:34 Uhr)
Der Stein des Anstoßes ...
Nun müllt der Meister nicht mehr herum: Montag geht's zum Bundespräsidenten.
Die Abrechnung Glos/Seehofer ist fertig. Unter'm Strich bleibt ein Minister, der für die Turnübung Politikerkaste oder Verbraucherinteressen keinen Übungsleiter mehr zur Verfügung hatte.
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Nach der Demission also weiter mit einem 'Guttenberg' voller nicht zu lösender Probleme oder einem 'Fahrenschon', der schon gefahren wurde, ehe es beginnt?
Jeder wird bald wissen, daß es 'ganz was Natürliches ist' zu erfahren, wer den Wirtschaftsminister versucht zu sein.
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Desorientierung vorbei? ... Wohl nicht !
Interessen des Mittelstandes, Verbraucherinteressen, (Atomlobby ...)
Montag wird Seehofer 'eine sehr gute Lösung' präsentieren, die auch der KanzlerIn gefällt. Politikerkaste und Volksvertretung: das sind Begriffe ....
Wer begreift das schon.
keinheiliger (09.02.2009, 04:03 Uhr)
@Dirk_37
Ich weiss aus ihren Kommentaren, dass sie ein grundsolider Konservativer sind, der eine furchtbare Abneigung, gegen alles hat, was aus der linken Ecke kommt. Warum eigentlich?
Diese Regierung denkt ueber diverse Forderungen der LINKEn bereits nach, ohne sie allerdings mit einzubeziehen, und hat bereits in Fragen des Mindestlohns Zugestaendnisse gemacht und wird auch weiterhin nach links schielen muessen, weil die Rezepte aus der alten Ecke nichts mehr taugen.
Wir muessten uns auch darueber einig sein, dass der kompromisslose, neoliberale Weg, von Rot-Gruen noch gepuscht, anstatt vernuenftig ueberdacht zu werden, in eine noch nicht absehbare wirtschaftliche Katastrophe gefuehrt hat.
Das ewige und nicht beweisbare Argument gegen Links, sie koennten es nicht, da sie keine Ahnung von Geld und Wirtschaft haben, ist hiermit ad absurdum gefuehrt.
Der schon fast traumatische Fingerzeig auf die DDR und den Kollaps der Comecon-Staaten und was passieren wuerde wenn,....ist einfachstes Bildzeitungsklischee und muss nicht ernsthaft diskutiert werden, weil sich keiner die Politik, die dazu fuehrte, zurueckwuenscht. Ausser vielleicht ein paar ewiggestrigen Nostalgikern, die man nicht fuer voll nehmen kann und die es zugegebenermassen bei der LINKEn gibt.
Aber das ein CSU Wirtschaftsminister das Handtuch schmeisst, ist eine Zeichen hoechster Verzweiflung eines Menschen, der es nicht konnte, der aber auch an den Parteiinterna gescheitert ist, was klar aufzeigt, dass auch das konservative Lager ein zerstrittener Huehnerhaufen ist. MfG
Dirk_37 (09.02.2009, 01:27 Uhr)
@nostradamus
Wie war das mit Sibirien?:-D
...
Bin selber ein Landei: ich lernte Bäume zu fällen, den ollen Trekker zu reparieren und meine Fische nehme ich auch selber aus, sollte sich mal zufällig einer an meinem Haken verirrt haben:-)
...
Ich glaube Ihre Revolutionstheorie ist etwas weit hergeholt, zumindest hoffe ich das. Bleibt zu wünschen daß die Probleme in unserem Land erstens zügig und zweitens friedlich gelöst werden. Eine Abkapselung aus der Staatengemeinschaft, wie es die Linken propagieren, wäre jedenfalls der erste Schritt hin zur Guillotine:-)
MfG Dirk
Dirk_37 (09.02.2009, 01:19 Uhr)
@n8g8
Nun, darin stimme ich sogar mit Ihnen überein. Eine bissige Opposition ist sogar notwendig. Am Beispiel der Grünen hat sich gezeigt, das aber,sobald man selber im Establishment steht, es sich genauso verhält wie bei den "Altparteien"!
Die Egomanie eines Fischers ist vergleichbar mit der des Onkel Oskar. Sowas ist gut für Schlagzeilen und den eigenen Geldbeutel, mehr nicht. Die Verblendung von Linkswählern wird deutlich an der Tatsache, daß viele Akteure der Partei keine oder nur wenige Erfahrungen in der Wirtschaft haben. Da stellt sich natürlich die Frage, ob dies in anderen Parteien anders ist?
Mitnichten, es ist, wie bereits erwähnt, ein Kampf der Einäugigen. Wer wirklich was drauf hat geht nicht in die Politik! Somit stellen sich bei jeder Wahl immer nur die zweitbesten zur Verfügung. Bei allen Parteien. Und da ist mir die zweite Wahl der Union immer noch lieber als der zerstrittene Hühnerhaufen der Linken.
Machen´s die alten besser? Keine Ahnung, auf jeden Fall aber kehren sie nicht zum Sozialismus/Kommunismus zurück und haben zukunftsorientierte Zielsetzungen. Über die man auch deftig streiten darf, keine Frage!
Links würgt:-)
MfG Dirk
n8g8 (09.02.2009, 01:09 Uhr)
@Profetz
Ob Du Dich fürchten musst, kannst nur Du selbst beurteilen. Immerhin habe ich mit der Revolution von 89 nen aktuelleren Bezug als Du mit Deinen Römern. Wohl zuviel Asterix gelesen?!?
Auf den Rest Deines Textes gehe ich nicht näher ein, weil er ein einziges Ablenkungsmanöver von den sozialen Misstände hierzulande ist. Dafür bin ich mir zu schade. Allein schon der Hinweis auf Stadt-Land-Gefälle - als ob der Jobcenter von Arbeitslosen in Dörfern von zehn Einwohnern Halt machen würde, volksverdummende HETZEREI! Auf solche dumpfen Verblödungstrategien falle ich nicht herein. Kurz: Ich schalte bei Merkel ab und bei Dir auch. Meine Feinde kenne ich zur Genüge, jedenfalls bin ich intellektuell bislang nicht überfordert.
Aber ich gebe es zu: Die gesellschaftliche Entwicklung wird es mir leicher machen, meinen solidarischen Ansatz zu verbeiten als Dir: Du predigst ja schließlich nur für eine Minderheit der fünf Prozent, die 90 Prozent des Vermögens in Deutschland haben.
olgober (09.02.2009, 00:58 Uhr)
Glos - und entlich Tschüss
Nun hat er es entlich selber gemerkt, er ist und war kein guter Politiker und schon garnicht ein guter Wirtschaftsminister!
Der ständige Ja-Sager und Nichtskönner, es wurde Zeit- Tschüss.
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