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13. März 2009, 15:10 Uhr

Sind Ärzte wirklich unterbezahlt?

Streiks, Proteste, Behandlung gegen Vorkasse - Ärzte finden, dass sie zu schlecht bezahlt werden. Im Café Einstein erklärt SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, warum die besten Mediziner am wenigsten verdienen - und warum er die Kassenärztliche Vereinigung für überflüssig hält.

Karl Lauterbach, Ärzte, Streik, Café Einstein

Viele Ärzte sind sauer: Sie sagen, dass sie nach der neuen Honorarreform weniger Geld verdienten© Thomas Kienzle/AP

 
 
KOMMENTARE (10 von 13)
 
iris6000 (16.03.2009, 12:11 Uhr)
Ganz einfach
"So schön das klingt: Arzt erstellt Rechnung an den Patienten –> Patient quittiert die empfangenen Leistungen und reicht die Rechnung bei seiner Kasse ein –> Kasse erstattet an Arzt"
Ist ja auch Quatsch. Patient kriegt Rechnung und hat innerhalb von 4 Wochen zu zahlen. So ist das überall im Leben. Wenn er die Rechnung bei seiner Kasse einreicht, ist es gut, wenn nicht, ist es auch gut. Das ist allein die Entscheidung des Patienten. Aber Zahlungspflichtiger ist der Patient.
dollesache (15.03.2009, 12:39 Uhr)
für Knilch59
Hallo Knilch59
Sind sie Barmixer? Sie werfen alles in einen Topf. Im Übrigen sind die von Ihnen aufgeführten Daten falsch. Wenn sie von Lauterbach stammen, passt das mal wieder, denn der ist für Datenmanipulation bekannt.
Zu ihrer Erleuchtung
Anzahl Vertragsärzte 2007: 118.277
Anzahl Vertragszahnärzte 2007: 55.448
Gesamtausgabe Ärzte 2007: 24,28Milliarden €
pro Kopf : 205.762€
Gesamtausgabe Zahnärzte 2007: 8.07Milliarden €
pro Kopf: 145.541€
Zu ihrer Aussage die Praxisgebühr von 10 € käme noch dazu: Ist falsch
Wird als Vorab- Honorar mit dem Quartalsertrag verrechnet.
Erhöht also die Zuzahlung des Patienten. Beispiel bei einem Quartalsumsatz von 50.000€ und 1000Patienten die 10€ PG bezahlt haben, wird der Gesamtertrag um die 10.000PG bereinigt. Sprich sind enthalten. Ihre Zahlen stimmen nicht und woher sie kommen ist mir auch klar.
gmathol (15.03.2009, 06:21 Uhr)
Ich goenne jedem Arzt einen Rolls Royce...
...wenn wir dafuer endlich den Militaereinsaetz in Afghanistan der unser Steuergeld wirklich verschwendet beenden wuerden.
Wir brauchen diesen Amis Mist nicht. Viele Aerzte erloesen gerademal soviel wie ein Parlaments-Abgeordneter oder ein Minister. Die Arbeit von Politikern ist wertlose, die von Aerzten nicht.
Meinen Dank nochmals an die vielen Aerzte die das Leben meiner Eltern verlaengert und ein ruhiges Altwerden ermoeglichten.
Die Militaristen und die Neid-Dummkoepfe sollten in ihr geliebtes Gefaengnisland USA umziehen.
knilch_59 (14.03.2009, 21:11 Uhr)
@dollesache – wer rechnen kann, …
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… ist klar im Vorteil. Bei den 30 Mias sind auch die Zahnärzte dabei – also eben ohne die und 24 Mia-s. Wenn man die auf den pro-Kopf-Wert umrechnet, kommt man auf 382,85 €, nicht der von Ihnen genannte Betrag (dazu käme natürlich aus Sicht des Arztes noch Einnahmen aus Praxisgebühr + IGEL-Leistungen).
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Ich mache die Rechnung aber nicht pro Versichertem, sondern pro Arzt! Leider komme ich nicht an Zahlen über die Zahnärzte (die Sie jetzt weggelassen haben). Insgesamt, incl. Zahnärzte, haben wir knapp 120.000, also ohne Zahnärzte geschätzt 100.000. Die 24 Mia-s verteilen sich also auf 100.000 Arztpraxen, also rund 240 – 250.000 pro Jahr. DAS ist DIE Zahl, mit der man rechnen muss, weil nicht-Kranke ja trotzdem Geld zur Versorgung der Ärzte bereitstellen.
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Oder wir betrachten die Arztdichte: auf ca. 700 GKV-Versicherte kommt ein Arzt. Setzt man für de als Arbeitszeit die 1.700 Stunden an, die für einen Arbeitnehmer gerechnet werden (da ist der Urlaub schon weg) und rechnet man nur 50% der ärztlichen Arbeitszeit für Behandlung (den Rest für Weiterbildung und Verwaltung), stehen pro Patient rund 1,3 Stunden / Jahr an. Das ist eine Menge Zeit, wenn angeblich die durchschnittliche Behandlung nur 7 Minuten dauert. Und dafür „verdient“ er, nach Abzug der Praxiskosten, immer noch 100.000 Brutto. Fazit: Viele (nicht alle !!!) Ärzte beherrschen die Kunst des Klagens ohne zu leiden perfekt und jammern auf höchsten Niveau. Es wird Zeit, denen mal beizubringen wie soziale Marktwirtschaft funktioniert. Das Auszutzeln der Gesetzlichen Krankenversicherung muss ein Ende finden!
nony (14.03.2009, 19:22 Uhr)
@garnet
Nehmen wir doch mal an, sie sind in den USA mit diesm ach so tollen System von dem Sie hier träumen und Sie haben ärztliche Versorgung nötig. Dummerweise hat aber derjenige, der Ihnen den Arztbesuch ermöglicht hat, nicht nur Ihr Gesicht umgeformt, sondern auch Ihre Kreditkarte mitgenommen. Was bleibt dann noch von dieser tollen Versorgung übrig?
Blacky007 (14.03.2009, 18:50 Uhr)
@knilch
>>>So schön das klingt: Arzt erstellt Rechnung an den Patienten –> Patient quittiert die empfangenen Leistungen und reicht die Rechnung bei seiner Kasse ein –> Kasse erstattet an Arzt – leider nicht praktikabel.
dollesache (14.03.2009, 18:00 Uhr)
knilch59
Hallo knilch59
die 30 Milliarden die sie hier ins Spiel bringen existieren nicht: Es sind 24 Milliarden für die ambulante Versorgung zumindest nach der letzten Datenlieferung des BMGS. Teilt man diese Summe durch die 70.000.000 GKV Versicherten ergibt dies eine durchschnittliche Prokopfausgabe von ca. 27€. Die Listung nach Qualtität hört sich nach PAFL ( Planung, Ahndung, Fandung, Listung) an.Bei allen weltweit existierenden Versorgungssystemen ist durchschnittliche Konsument von Gesundheitsleistunegn der Verlierer. Der viel bezahlt bekommt in der Regel auch viel. Am Ende sind auch Ihre Vorschläge nur heiße Luft.
knilch_59 (14.03.2009, 17:22 Uhr)
Lauterbachs Weg ist nur anders schlecht!
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So schön das klingt: Arzt erstellt Rechnung an den Patienten –> Patient quittiert die empfangenen Leistungen und reicht die Rechnung bei seiner Kasse ein –> Kasse erstattet an Arzt – leider nicht praktikabel. Mit zunehmender Tendenz haben wir es mit Versicherten zu tun, die es noch nicht mal schaffen, diesen einfachen Schritt zu gehen. Die „vergessen“ die Rechnung bei der Kasse einzureichen, und dann?
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Was aber stimmt, ist die Problembeschreibung: Die „Apparatemediziner“ bekommen relativ viel, die „Kümmerer“, die viel Zeit für den Patienten aufwenden müssen, relativ wenig. Die Kassenärztliche Vereinigung hat sich als unfähig erwiesen, den Pott von 30.000.000.000 (30 Mia) einigermaßen gerecht auf ihre 140.000 Mitglieder zu verteilen. Immerhin stehen pro Praxis über 250.000 Euro / Jahr zu Verfügung. Also die Kassenärztliche Vereinigung abschaffen, scheint logisch du wichtig.
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Auch der Weg über irgendeine neue Gebührenordnung erzeugt nur die nächste, unsinnige „Kreativbürokratie“, die viel Zeit darauf verwendet, neue Wege der Liquidation zu finden, um die gleiche Behandlung teurer abzurechnen (Privat Versicherte können ein Lied davon singen).
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Weg damit! Der Arzt schließt Serviceverträge mit den Krankenkassen, die er möchte (die Zahl der Kassen wird gesetzlich auf max. 25 reduziert), Dafür hat er gewisse Behandlungsstandards einzuhalten und bekommt sein Geld. Versicherte gehen zur Kasse und fragen nach, an welchen Arzt sie sich wenden sollen. Und hinterher fragt die Kasse, inwieweit die Servicestandards eingehalten wurden. Miese Ärzte werden ausgelistet, gute Ärzte bekommen eine Leistungszulage. Die Kasse hat einen Überblick über die Auslastung. Webb der Versicherte mit seiner Kasse nicht zufrieden ist, kann er die ja wechseln. So funktioniert Gesundheitsversorgung mit liberalen – also marktwirtschaftlichen – Elementen.
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Warum da die FDP noch nicht drauf gekommen ist? Ich glaube, die Ärzte würden sich ganz schön umgucken. Die jammern nämlich zum größten Teil wirklich auf allerhöchstem Niveau!
dollesache (14.03.2009, 09:21 Uhr)
Ausgerechnet Lauterbach
Das Herr Lauterbach den Systemwechsel zugunsten der Rhönklinik will ist klar, wenn man sich seine zusätzlichen Bezüge von der Rhön AG anschaut.Juristisch nennt man das Vorteilsgabe im Amt. Die wahren Systemeveränderer sind aber die Kapitalkonzerne Bertelsmann&Co die auf ein Risikoadaptiertes Us-System sezten die zwar in der Spitze die beste Medizin produziern, die aber nur von einem kleine Teil vollumfänglich in Anspruch genommen werden kann. über 60 Jaher haben die Kven die ambulante Ärztliche und Fachärztlcihe Versorgung garantiert mit einem Umfang den es sonst nirgendwo gab. Erst durch den Regulierungswahn der Poltik und durch die durch die Poltik eingeführt Budgetierung und der gleichzeitigen Erweiterung des Leistungsangebots entstanden die Drücke die schon seit 15 Jahren in einer unglaublaichen Dramaturgie zu genommen haben. Ich bin Gesundheitsökonom, aber nicht getriggert von dem Geltungswahn eines Herr Lauterbachs, der trotz Urteils des Hamburger Landgerichts nicht müde wird, die Leute mit seiner gefilterten Wahrheiten zu manipulieren. Es geht um die Schlacht der öffentlichen Darseinsfürsorge gegen die reinen Profit orientierten Kapitalgeselschaften. Ich kan den Schreibern nur eines wünschen. Lassen Sie sich überraschen wie teuer das System wird und wer noch etwas bekommt. Nach diesem Systemwechsel wird auch das durchschnittliche Lebensalter sinken.Seien sie sicher.Das alles hat auch etwas mit der Rente zu tun. die von den gewählten Representanten zerstört wird. An den Riestermodellen verdienen nur die Banken.In den nächsten Jahern werden wir ein reines Primärarztsystem bekommen. Die Einsparung über Zeitkosten wird bei den speziellen Leistungen durchgeführt. Das amerikanische Modell ist mit Absatnd das teuerste und gleichzeitig sind 50.000.000 Millionen Bürger gar nicht versichert.100.000.000 Bürger unterversichert Tendenz steigend. Als lieber Befürworter des Us Systems. Erst denken, dann schreiben.
Corazito3333 (13.03.2009, 16:34 Uhr)
weg mit der kassenärztlichen vereinigung
die kostet nur Geld und bring nichts. Wir haben Einheitstarife bei der GKV, dann reicht auch eine GKV - ein Vorstand und schon viele Kosten für Glaspaläste und Managergehälter.
Wir zahlen zuviel und die Ärzte kriegen viel zu wenig!!!
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