. .
Politik in Deutschland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
11. Juni 2008, 13:06 Uhr

Pofalla verspottet die SPD

Schwere Zeiten für die SPD: In der neuen Umfrage des stern verharren die Genossen bei katastrophalen 20 Prozent. Und als sei das noch nicht genug, tritt jetzt auch CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla nach.

Pofalla: Eigentlicher Vertrauensverlust bei der SPD© John Macdougall/AFP

Der CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla hat der SPD angesichts der weiter niedrigen Umfragewerte den Charakter einer Volkspartei abgesprochen. Zwar verliert auch die Union weiter Mitglieder aber: "Der eigentliche Vertrauensverlust findet bei den Sozialdemokraten statt. Die SPD weiß, dass sie die Union niemals bei der Bundestagswahl schlagen kann. Sie kann, das zeigen alle Umfragen, über 25 Prozent nicht herauskommen.", sagte Pofalla und fügte hinzu: "Die SPD hat den Charakter einer Volkspartei bereits verloren. Man versucht jetzt krampfhaft, das zu kaschieren. Die Sozialdemokraten haben in der Auseinandersetzung mit der Linkspartei komplett versagt." Das Präsidium der SPD berate 16 Monate vor der Bundestagswahl, wie sie den Wahlkampf zu organisieren habe, "hat aber noch nicht mal einen Kanzlerkandidaten und diskutiert über die Frage, ob dem schwächenden Generalsekretär ein strategischer Koordinator hilft", sagte Pofalla. "Die SPD ist nicht mal in der Lage personalpolitische Entscheidungen dann zu treffen, wenn sie anstehen.

6 Prozent wollen bald austreten

Eine Umfrage des Forsa-Institus, im Auftrag des stern, hatte ergeben, dass die SPD auf ein historische Zustimmungstief gesunken ist. Nur noch 20 Prozent würden ihre Stimme momentan den Sozialdemokraten um Parteichef Kurt Beck geben. In der SPD denkt jedes dritte Mitglied über einen Austritt nach. In einer Umfrage für den stern bejahten 36 Prozent der befragten SPD-Mitglieder die Frage, ob sie angesichts der Turbulenzen der Partei in jüngster Zeit über einen solchen Schritt nachgedacht hätten. Demnach wollen 6 Prozent tatsächlich auch in Kürze austreten. Die Studie wurde vom Meinungsforschungsinstitut Forsa gemacht. Derzeit hat die SPD noch annähernd 532 000 Mitglieder.

Parteichef Kurt Beck wollte das Ergebnis nicht bewerten. "Was Herr Güllner aus seiner Glaskugel liest, das habe ich noch nie kommentiert. Das werde ich auch weiter nicht tun", sagte Beck mit Blick auf Forsa-Chef Manfred Güllner. "Meine Großmutter hat aus dem Kaffeesatz viel klügere Sachen erfahren als das." Der SPD-Vorsitzende will seine Partei mit inhaltlicher Arbeit aus dem anhaltenden Umfragetief führen:"Natürlich stehen wir vor einer Herausforderung, das will ich gar nicht schönreden. Und meine Erwartung ist, dass wir mit den Konzepten, die wir auf den Tisch legen, wieder wahrgenommen werden und weniger über Querelen und Auseinandersetzungen."

Der Forsa-Studie zufolge ist die Basis der SPD in wichtigen Fragen konträrer Auffassung. Dazu gehört die Kandidatur der Professorin Gesine Schwan bei der Bundespräsidentenwahl gegen Amtsinhaber Horst Köhler: 52 Prozent der SPD-Mitglieder begrüßen dies, 48 Prozent nicht. Eine Zusammenarbeit mit den Linken wird von 59 Prozent abgelehnt, 37 Prozent sind dafür.

Mehrheit mit Beck nicht zufrieden

Die Arbeit von Parteichef Kurt Beck bewerteten 40 Prozent der befragten SPD-Mitglieder gut, 60 Prozent dagegen schlecht. Einen stärkeren Einfluss von Vize-Parteichefin Andrea Nahles vom linken Flügel wünschen 43 Prozent, 57 Prozent sind dagegen. Das Forsa- Institut befragte vom 4. bis 6. Juni 801 repräsentativ ausgewählte SPD-Mitglieder.

Beck sieht das eher gelassen: "Ich finde es gibt eine Zeit zum Arbeiten, es gibt eine Zeit zum Wahlkämpfen und dann ist die Zeit, um Machtperspektiven daraus zu entwickeln. Das wird zwischenzeitlich durcheinandergebracht."

DPA/AP
 
 
KOMMENTARE (10 von 17)
 
utospatz (12.06.2008, 12:42 Uhr)
Nun denn Herr Pofalla,
irgendwann werden auch Sie zum Afalla! Wer so viele Ex-NSDAP Mitlieder in seinen Reihen besitzt, darf sich nicht wundern, dass er irgendwann mal schwitzt!
utospatz (12.06.2008, 10:59 Uhr)
Nun denn Hr.Pofalla, sie sind nun
mal schwarz, profliieren sich immer nur des Nachts, denn dann sieht man kein Schwarz!
Eventuell wird nach den nächsten Volkesqualen auch aus Ihnen ein Afalla! Die Integrationsquote der Schwarzen in Bezug auf die NSDAP ist phänomenal, von SED-Schergen ganz zu schweigen,ergo, ist Spott aus Ihrem Munde, die Größte Volksverarsche der Neuzeit!
x-cube (12.06.2008, 08:36 Uhr)
Spott??
Auf der SPD wird rumgehackt und sie wird verspottet weil sie Ihre sozialpolitische Ideologie verraten hat.
Auf der CDU aber nicht weil die nie welche hatte.
Man sollte beide Parteien in einen Sack und dann ....
dann trifft man nicht den Falschen, da Unterschiede für den normalen Bürger eh nicht auszumachen sind.
peternicki (12.06.2008, 07:42 Uhr)
Pofalla verspottet die SPD
Nicht nur Pofalla sondern fast ganz
Deutschland!
boletus07 (11.06.2008, 23:32 Uhr)
Wer braucht diese Parteien, aber vor allem diese SPD?
Der Mitgliederschwund der SPD geht eigentlich viel zu langsam, weil diese Verräterpartei kein Mensch mehr braucht. Es ist doch völlig egal ob man Rot, Schwarz, Grün oder Gelb wählt, im Ergebnis werden immer die Menschen betrogen. Vor allem die SPD verrät auf eine unglaubliche perfide Art und Weise die Menschen seit diesem unsäglichen Schröder. Dafür werde ich alles tun, diese Verräterbande zu bestrafen. Alles.
ganzbaf (11.06.2008, 22:03 Uhr)
Grützgurkenaugust

Mehr fällt mir zu dem näselnden Schleimpeter nicht ein (O;
ecomoc4u (11.06.2008, 17:28 Uhr)
pofalla
ist eine lachnummer galaktischen ausmasses.
.
ich kenne noch einen geistigen zwerg. roland koch.
.
die cdu sollte mal über kitas für erwachsene nachdenken.
oscarherz (11.06.2008, 17:02 Uhr)
Pofallas Glashaus
Wer im Glsahaus sitzt, der sollte nicht mit Steinen werfen. Brandaktuell dazu heute Emnid mit 33 Prozent für die CDU, dabei noch fleißiger als Forsa, denn wesentlich mehr Befragte. Desaströs für die Union, denn mit der FDP ur 46 Prozent. Es reicht nicht Herr Pofalla denn der andere Block hat 50 Prozent. Wer den Schaden hat braucht für den Spott nicht zu sorgen. Noch Fragen Pofalla?
Sublucem (11.06.2008, 15:58 Uhr)
@universal1909
Aktiv an der Basis mitarbeiten...
Sicher arbeite ich aktiv mit, aber eines weiß ich ebenso: Versuche mal einer den Alt-Kader hier aufzubrechen, tun sich Abgründe auf. Ich bin organisiert, aber die Widerstände sind dermaßen enorm und die Grubenkämpfe mit anderen Ortsvereinen unfassbar groß. Bei Besprechungen gehen 50% für Unzulänglichkeiten drauf und versprochen wird viel, getan wenig. Ortsverein ist nicht gleich Ortsverein und im Zweifelsfall heißt es "Zuwenig Geld? Gibt es nicht - es gibt nur zu viele gute Ideen". Prost Neujahr.
Feste Strukturen - die Jugend hier wandert zur Linken oder zur FDP ab.
Das "Sesselfurzer" verbitte ich mir übrigens. Das Netz ist immer wieder ein Beispiel dafür, wie weit der Mund aufgerissen wird ohne die Person selbst zu kennen.
Malt (11.06.2008, 15:29 Uhr)
Nanana!
Nicht dass dem sauberen Herren Pofalle nicht nächstes Jahr nach der Wahl das Lachen im Halse stecken bleibt!
MEHR ZUM ARTIKEL
stern-Umfrage SPD tief gespalten

Schlechte Nachrichten für SPD-Chef Kurt Beck: In der wöchentlichen Umfrage des stern verharrt die SPD im Rekordtief. Doch es kommt noch schlimmer. In wichtigen Fragen können sich nicht einmal die Mitglieder der SPD selbst auf gemeinsame Positionen einigen. Zudem hat jedes dritte Mitglied bereits über einen Austritt nachgedacht. mehr...

Vermarktungsexperte Turner "SPD ist besser als jeder Deohersteller"

Ist die SPD ein Auslaufmodell? Hat sie ihre besten Tage hinter sich? Nein! Das sagt Werbeprofi Sebastian Turner im Interview mit stern.de. Sie müsste allerdings ein Thema finden, das die Menschen begeistert - und das nichts mit "Sozialismus" zu tun hat. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe