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2. Mai 2008, 07:51 Uhr

Kauder lehnt Mindestlohn für Zeitarbeiter ab

Die Einführung von Mindestlöhnen ist in der großen Koalition weiterhin ein Dauerstreit. Unions-Fraktionschef Volker Kauder hat die ablehnende Haltung der CDU/CSU zur Einführung eines Mindestlohnes in der Zeitarbeitsbranche jetzt bekräftigt.

Unions-Fraktionschef Volker Kauder© Jochen Lübke/dpa

Die große Koalition streitet weiter über die Einführung von Mindestlöhnen. Unionsfraktionschef Volker Kauder sagte nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung, dass CDU und CSU der Einführung von Mindestlöhnen in der Zeitarbeitsbranche definitiv nicht zustimmen würden. "Zwischen CDU/CSU und SPD wird es darüber keine Einigung geben", wurde der Bundestagsabgeordnete in dem Blatt zitiert. 90 Prozent der Beschäftigten hätten bereits einen Tarifvertrag. "Mit Mindestlöhnen in der Zeitarbeit würden wir vielen Menschen neue Beschäftigungschancen nehmen." Über den Mindestlohn gibt es in der Koalition immer wieder Streit.

Auch im Koalitionsausschuss gab es keine Annäherung, beschlossen wurde lediglich ein Zeitplan. Danach sollen die Beratungen bis zur Sommerpause abgeschlossen werden. Schwarz-Rot will Lohndumping auf zwei Wegen verhindern: durch die Aufnahme weiterer Branchen in das Arbeitnehmer-Entsendegesetz, zum anderen durch die angestrebte Modernisierung des Mindestarbeitsbedingungengesetzes aus dem Jahr 1952. Bisher beantragten acht weitere Branchen ihre Aufnahme ins Entsendegesetz beantragt, darunter die Leih- und Zeitarbeit. Die Union bezweifelt aber, ob gerade die Zeitarbeit die Voraussetzungen dafür erfüllt.

Zuvor hatte SPD-Chef Kurt Beck die Union davor gewarnt, Zusagen bei der Zeitarbeit zurück zu nehmen: "Die Kollegen von der Union irren, wenn sie glauben, von den gemeinsamen Verabredungen wieder abrücken zu können." Jeder in der Koalition wisse, dass er Mindestlohn vereinbart sei - "und er kommt". Bei den Maikundgebungen sprach er sich erneut für einen Mindestlohn von 7,50 Euro aus.

AP/Reuters
 
 
KOMMENTARE (9 von 9)
 
knilch_59 (02.05.2008, 19:19 Uhr)
Kauder ist ein Witzbold
Er arbeitet selbst im Parlament auf Zeit (Zeitarbeit). Nach den selbst gegebenen Regeln beträgt sein Mindestlohn aus der Abgeordnetendiät mit der Lizenz zum Zuverdienst.
.
Das nennt man Wasser predigen, aber Wein saufen - Kauder, schämen Sie sich!
wachauf (02.05.2008, 16:20 Uhr)
Mindestlohn muss her
man brauch eigentlich nicht mehr dazu schreiben was nurserey mupfeline,normal3000 ist vollkommen einläuchtend und es gibt trotzdem Menschen die solche Kauders an die Macht bringen
Countryjoe (02.05.2008, 15:13 Uhr)
Kauderwelsch
Warum keine Mindestlöhne? Soll also lieber der Steuerzahler die Gewinne gieriger Unternehmer subventionieren, die ihre Mitarbeiter mit Hungerlöhnen abspeisen? Wenn Unternehmen nur mit dieser Art von Ausbeutung und auf Kosten des Steuerzahler existieren können dann stimmt an diesem System etwas nicht. Dann soll die Arbeit halt liegen bleiben, oder die Nachfrage den Preis dafür regeln.
Dazu kommt noch, daß diese Mindestlohnverweigerung aus dem Mund wohlversorgter Politbonzen und überbezahlter Manager immer arrogant klingen und es einfach zynisch ist wenn Leute die sechs- und siebenstellige Beträge einstreichen wegen Stundenlohnforderungen von unter zehn Euro das Jammern und Heulen abfangen.
kralli19 (02.05.2008, 13:27 Uhr)
@ ganzbaf
Ach, verschweigen sie´s doch nicht, die SPD und die Grünen haben mittlerweile gut mitgezogen mit der CDU/CSU....;-)
Nursery (02.05.2008, 11:10 Uhr)
Skandalös
Es ist Unglaublich mit was für einer Ignorranz die Probleme verdeckt werden sollen.Warum geht es in anderen Ländern der EU und darüber hinaus nur bei uns nicht.Es ist mehr als fragwürdig mit welchen "scheinheiligen Argumenten" den Bürger das Recht auf Menschenwürdige Löhne, zu nehmen.Die Tarifparteien haben es schon lang nicht mehr im Griff.Und dazu leistet schon jetzt sich der Staat unwillkürlich Hungerlöhne die Aufgestockt werden müssen.Ich verstehe nur nicht daß über 70% der Bürger den Mindestlohn wollen!Aber trotzdem werden die Parteien gewählt die mit der Industrie "gemeinsame Sache", machen auf Kosten der Bürger.
Wie lange wird der Druck der Gegener noch anhalten? Bei steigenden Lebensunterhaltskosten und Steuern des Staates.
auwei (02.05.2008, 10:44 Uhr)
Mindestlohn muss nicht sein
...wenn Vollzeit-Geringlöhne, die zum Leben nicht reichen, nicht etwa durch Steuer-Mittel, sondern beispw. durch einen von der Industrie (gerne durch Arbeitgeberverband, BDI usw.) gebildeten Fonds aufgestockt werden. Zwei Dinge gehen gar nicht: Vollzeit arbeiten und nix zum Beißen haben sowie für Hungerlöhne schuften und die Allgemeinheit blechen lassen. Gute Ideen sind herzlich willkommen, dann brauchen wir auch keinen Mindestlohn. Lasst die schwarzen Löcher (ähem...CDU-Gehirne) dampfen, vielleicht kommt ja mal etwas Nützliches heraus.
ganzbaf (02.05.2008, 09:02 Uhr)
Die CDU steht seit Kohl für billigstes Wirtschaftskriechertum...

und den Abbau von Arbeitnehmerrechten. Wer die wählt, hat doch gewaltig einen im Tee.
...oder zuviel Geld... ;-PP
mupfeline (02.05.2008, 08:34 Uhr)
WArum ist das unverständlich?
Das ist hohe Politik. Und solange ihre Diäten und Penstionen und Übergangszahlungen und Enschädigungen und Privilegien stimmen ... wie man jetzt an Eichel sieht ...
außerdem - WAS oder WEN denken SIE dass diese Herrschaften vertreten!? Wenn Sie denken dass dieses Zeugs in Berlin fürs Volk da sind dann sind Sie naiv und ein Träumer/in!
normal3000 (02.05.2008, 08:30 Uhr)
Vollkommen unverständlich
wieso sich unsere Volksvertreter so gegen den Mindestlohn stemmen. Vielleicht sollte man mal den Herren klarmachen, daß sie das Volk und nicht irgendwelchen Konzernbonzen vertreten.
Denn wenn sie das Volk vertreten würden, dann hätten wir schon längst einen Mindestlohn und eine Begrenzung der irrsinningen Managergehälter.
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