Startseite

Wowereit kapituliert - teilweise

Mach kaputt, was Dich kaputt macht: Klaus Wowereit folgt dem alten Sponti-Spruch und legt den BER-Aufsichtsratsvorsitz nieder. Rettet er damit sein Amt als Bürgermeister?

Eine Analyse von Lutz Kinkel

  "Das war's jetzt": Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD)

"Das war's jetzt": Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD)

Es ist, ganz klar, eine herbe politische Niederlage für Klaus Wowereit (SPD). Unter massivem Druck legte er den Aufsichtsratsvorsitz für den Berliner Pannenflughafen (BER) am Montagnachmittag nieder. Es ist das Eingeständnis, dem Chaos nicht Herr zu werden, ein Megaprojekt nicht managen zu können. Auf die Frage, ob er zugleich auch vom Amt des Regierenden Bürgermeisters zurücktrete, antwortete Wowereit: "Nein". Aber Entschuldigung: Kann ein Mann, der eine Großbaustelle nicht in den Griff bekommt, eine Großstadt führen?

Die Grünen, die mit Wowereit eine Rechnung offen haben, weil er sie nach der Landtagswahl 2011 abblitzen ließ, antworten darauf ebenfalls mit "Nein". Am Donnerstag wird die Landtagsfraktion einen Misstrauensantrag gegen Wowereit einbringen, noch diese Woche könnte darüber abgestimmt werden. Ungewohnt hart rempelte selbst der grüne Bundestagsfraktionschef Jürgen Trittin Berlins Bürgermeister an. "Das war's jetzt Klaus" twitterte er am Vormittag.

Zehn, die magische Zahl

Na klar: Die Berliner Grünen lechzen nach Neuwahlen. Sie liegen in den Umfragen bei 22 Prozent. Auch für die CDU könnte sich ein Urnengang lohnen, sie hat die SPD inzwischen überholt und steht bei 27 Prozent. Und die Berliner Sozialdemokraten? Murren und leiden unter Wowereit, er gilt nicht mehr als Zugpferd, sondern als Last, seitdem die Umfragedaten der Partei und Wowereits Imagewerte im freien Fall sind. Wie stark die Autorität des Spitzenmannes geschwunden ist, ließ sich schon im Herbst vergangenen Jahres erkennen, als die Basis - gegen Wowereits erklärten Willen - einen Parteilinken zum Vorsitzenden wählte.

Zehn Jahre: Das ist so eine magische Zahl in der Politik. Zehn Jahre Ministerpräsident, Minister, Kanzler, Oberbürgermeister, dann reicht es eigentlich auch. Dann ist der Amtsträger erschöpft, der Regierte auch, alles drängt auf Erneuerung. Wowereit ist seit mehr als zehn Jahren dabei und zeigte schon Phasen von Amtsmüdigkeit, allein das Duell mit der grünen Spitzenkandidatin Renate Künast bei der Landtagswahl schien ihn nochmal zu beleben. Vermutlich würde er sich lieber heute als morgen aus der Landespolitik verabschieden. Aber wohin? Gesichtswahrend ginge das nur in eine SPD-geführte Bundesregierung. Als Kulturstaatsminister vielleicht. Utopien. Und selbst das wäre nur möglich, wenn er einen veritablen Nachfolger präsentieren könnte. Aber wer soll das sein?

BER, S21, Elbphilharmonie

Einstweilen ist Wowereit politisch zum Verbleib im Amt verdammt. Nichts kann die Bundes-SPD ein dreiviertel Jahr vor den Bundestagswahlen weniger gebrauchen als eine krachende Niederlage in der Hauptstadt. Deswegen schlucken sie in der Berliner Parteizentrale selbst den Ärger über das Wowi-Bashing von Trittin und Kollegen runter. Das müsse man "sportlich" sehen, heißt es. Die Grünen seien im Berliner Landtag ja in der Opposition. Was eine bewusste Verniedlichung des Vorgangs ist. Tatsächlich demonstrieren die Grünen gerade sehr kühl ihre Unabhängigkeit.

Dass der Berliner Großflughafen auch nur eine Sekunde früher eröffnet wird, weil Wowereit den Aufsichtsratsvorsitz abgegeben hat, glaubt kein Mensch. Es ist mit BER genauso wie mit S21 oder der Hamburger Elbphilharmonie: massenhaft Skandale, explodierende Kosten und nicht eingehaltene Deadlines. Ein Politiker kann sich an solchen öffentlichen Megaprojekten nur die Finger verbrennen. Wowereit hat sich mit seinen verfehlten Terminankündigungen beinahe komplett abgefackelt, nun wirft er die glühende Kartoffel seinem Amtskollegen Matthias Platzeck (SPD) und Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) zu, der sich bislang, soweit es geht, rausgehalten hat, obwohl auch der Bund Eigner des Großflughafen ist.

Es gibt ja noch: Tegel

Es ist dies eine Teilkapitulation Wowereits. Sie schwächt seine Position zusätzlich. Aber es ist auch ein Trick, um politisch zu überleben. Übersteht er den Misstrauensantrag, wird sich der politische Unmut über BER bald an anderen austoben. Und der krisengeprüfte Berliner wird weiterhin mit den Schultern zucken. Tegel, der schon etwas angeranzte, aber gewohnte Flughafen funktioniert ja noch.

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Was tun gegen ständige Lärmbelästigung in der Straße durch Lokal
Hallo, was kann man dagegen unternehmen wenn jedes Wochenende eine große Afterwork Studenten Party in dem Tanzlokal nebenan stattfindet. Es findet jedes mal eine massive Ruhestörung vor. Es geht meistens von 23:00 bis 03:00 Morgens. Unsere Lebensqualität ist momentan arg eingeschränkt. Wir wussten schon als wir hierher gezogen sind das es ab und zu etwas lauter sein kann. Aber das es jetzt solche extremen Ausmaße nimmt konnten wir nicht ahnen. Bei der Polizei ist dieses Party/Lokal wegen Ruhestörung bekannt. Nur leider unternimmt niemand etwas dagegen. Wir wohnen jetzt 5 Jahre in der Wohnung neben dem Lokal. Aber wir sind jetzt am überlegen deshalb nächstes Jahr wenn es finanziell möglich ist umzuziehen. Was kann man solange tun? Fenster im Sommer geschlossen halten ist unzumutbar. Beschweren beim Lokal Besitzer sowie bei der örtlichen Stadt die sowas genehmigt bringt auch nichts. Wenn es heißt war um wir dort hin gezogen sind, leider ist Heilbronn momentan eine reine Studentenstadt , das heißt als wir hierher gezogen sind waren damals nicht viele für uns preiswerte Wohnungen verfügbar, außerdem wurden damals schon sehr viele Wohnung nur an Studenten vermietet. Das heißt , uns ist nichts anderes übrig geblieben die günstigste Wohnung zu nehmen. Wie oben beschrieben hatten wir kein Problem damit das ab und an eine Veranstaltung stattfindet. Nur , es findet jetzt jedes Wochenende etwas sehr lautstarkes statt.
Ionisiertes Wasser oder Osmosewasser ?
Klar
Liebe Sternchen Community. Vor kurzem war ich bei einem Arzt und er hatte Azidose bzw. eine latente Übersäuerung festgestellt. Daraufhin habe ich viel recherchiert und einige Bücher gelesen. Erst bin ich auf die basische Ernährung gestoßen, die sehr effektiv sein soll, allerdings auch schwierig immer im Alltag zu praktizieren ist. Dann habe ich zufällig einen guten Bericht über ionisiertes Wasser bzw. basisches Wasser gefunden und mir auch ein Buch gekauft, "trink dich basisch" und "jungbrunnenwasser" da wird sehr positiv davon gesprochen. Insbesondere soll es auch das stärkste Antioxidanz sein mit Wasserstoff. Außerdem soll es den Körper basischer und Wiederstandsfähiger machen. Darmmileu und Blutmileu werden günstig beinflusst, heißt es. Sogar Haarausfall soll verhindert werden, weil die Hauptursache davon ist wohl Mineralienmangel, wegen Übersäuerung (pH Wert im Blut und Körper), weniger wegen der Genetik. Und noch einige weitere Vorteile hat es wohl, wie Obst und Gemüse wieder zu erfrischen. Und der Kaffee und Tee schmeckt wohl besser. Und noch einiges mehr.. Stimmt das? Allerdings habe ich "ionisiertes Wasser" gegoogled und bin auf einige Berichte gestoßen, die negativ davon sprechen. Meistens scheinen es Umkehrosmose Wasser Verkäufer zu sein, die so schlecht davon schreiben. Ich habe mal gehört Umkehrosmosewasser ist schädlich, weil es die Osteoporose verstärkt. Einige nennen es auch Osteoporosewasser, weil es wie destilliertes Wasser keine Mineralien mehr hat und deshalb Mineralien aus dem Körper zieht. Also ist es bestimmt nicht gut Osmosewasser zu trinken. Ich würde gerne mal ionisiertes Wasser probieren. Naja, aber hat jetzt jemand echte Erfahrung damit gemacht? Hat wer so einen "Wasserionisierer" zu Hause? Welches Wasser trinkt Ihr? Würde mich interessieren, weil die schon recht teuer sind. Aber vielleicht kaufe ich mir einen mit Ratenzahlung, wenn ich mir sicher bin. Im Moment braucht es etwas Aufklärung... Bitte nur seriöse Kommentare. Liebe Grüße KLAR

Partner-Tools