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Gesucht: Neuer Flughafenchef

Das Projekt Hauptstadtflughafen ist völlig aus dem Ruder gelaufen. Der neue Aufsichtsratschef Platzeck will mit einer neuen Geschäftsführung die Pannenserie um den Airport beenden.

  Dem neuen Aufsichtsratschef Matthias Platzeck steht eine Mammutaufgabe bevor: Er braucht dringend einen neuen Flughafenchef als Ersatz für den entlassenen Rainer Schwarz.

Dem neuen Aufsichtsratschef Matthias Platzeck steht eine Mammutaufgabe bevor: Er braucht dringend einen neuen Flughafenchef als Ersatz für den entlassenen Rainer Schwarz.

Das Desaster um den künftigen Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg ist Thema im Bundestags-Verkehrsausschuss. Der neue Aufsichtsratsvorsitzende, Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD), will den Abgeordneten Rede und Antwort stehen und sie über das weitere Vorgehen informieren. Erwartet werden daneben auch Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU), Flughafen-Technikchef Horst Amann und Vertreter des von der Flughafengesellschaft gekündigten Architekturbüros Gerkan, wie es in Ausschusskreisen hieß.

Eine neue Führung soll das Desaster um den Berliner Hauptstadtflughafen endlich in den Griff bekommen. Flughafenchef Rainer Schwarz war nach monatelanger Kritik am Mittwoch entlassen worden. Das beschloss der Flughafen-Aufsichtsrat in einer Sondersitzung. Ein Nachfolger wird noch gesucht. Derweil zeichnet sich als realistischer Eröffnungstermin das Jahr 2015 ab.

Technikchef Horst Amann übernimmt zunächst die Leitung

Bis auf weiteres führt Amann die Berliner Flughäfen. Künftig soll eine Dreierspitze das Unternehmen leiten: Neben Amann ein Vorsitzender der Geschäftsführung sowie ein Finanz-Geschäftsführer. Platzeck nannte keine Kandidatennamen. Es müsse jemand mit Erfahrung in der Branche sein.

Platzeck war ebenfalls am Mittwoch vom Aufsichtsrat einstimmig zu seinem neuen Vorsitzenden gewählt worden. Er löste Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) ab, der nun Platzecks Stellvertreter ist.

Amann sagte im ZDF über die Lage in Schönefeld: "In den kommenden Monaten soll zunächst der aktuelle Bauzustand des Gebäudes ausführlich untersucht werden." Erst danach könnten die Restarbeiten wieder aufgenommen werden. Ein Termin im Herbst 2014 sei unter diesen Umständen nur noch unter optimalen Bedingungen einzuhalten.

Neuer Eröffnungstermin bleibt unklar

Platzeck sagte, ein neuer Termin könne erst "in einigen Monaten" genannt werden. Zuerst müssten Planungsgrundlagen vorhanden sein, die die Baubehörde auch genehmigen könne. Wegen der gravierenden Mängel an der Brandschutzanlage war die für den 27. Oktober geplante Inbetriebnahme Anfang voriger Woche abgesagt worden. Es war bereits die vierte Verschiebung.

Schwarz wurde mit sofortiger Wirkung abberufen. Er war Sprecher der Geschäftsführung und zuständig für den kaufmännischen Bereich. Auf seine Ablösung hatte vor allem der Bund gedrungen, der mit Berlin und Brandenburg die Gesellschafter stellt. Zur Frage, ob Schwarz wegen seiner vorzeitigen Abberufung eine Abfindung bekommt, äußerte sich Platzeck nicht.

Die Kosten für das angeschlagene Prestigeprojekt in Schönefeld bei Berlin haben sich seit Baubeginn 2006 von 2,0 Milliarden Euro auf 4,3 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Weitere Mehrkosten sind zu erwarten, weil die Eröffnung auf unbestimmte Zeit verschoben wurde.

ds/DPA/DPA

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