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CMK

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Späh-Affäre
Späh-Affäre
Weitere Politiker im Visier von CMK

Wulff, Oettinger, Tiefensee: CMK nahm noch mehr Politiker ins Visier als bislang bekannt. Nach stern-Recherchen bot die Agentur zudem einem Industriellen ihre Dienste im Fall Lafontaine an.

Spitzeleien bei Müntefering und Lafontaine
Spitzeleien bei Müntefering und Lafontaine
Die falschen Dementis der CMK

Im Auftrag der Illustrierten "Bunte" hat die dubiose Firma CMK die Politiker Franz Müntefering und Oskar Lafontaine ausspioniert. Das Unternehmen schiebt die Schuld nun zwei "ehemaligen freischaffenden Mitarbeitern" zu. Doch Recherchen von stern und stern.de widerlegen diese Behauptung.

Bespitzelung des Privatlebens
Bespitzelung des Privatlebens
Müntefering erwartet Erklärung von "Bunte"

Der stern enthüllt in seiner neuen Ausgabe, wie die Politiker Lafontaine, Müntefering und Seehofer bespitzelt wurden. Die Rechercheaufträge kamen von der Illustrierten "Bunte". Ex-SPD-Chef Müntefering hat nun reagiert.

Details zur stern-Enthüllung
Details zur stern-Enthüllung
So wurden Müntefering und Lafontaine bespitzelt

Die Agentur CMK hat über mehrere Monate Spitzenpolitiker wie Oskar Lafontaine und Franz Müntefering ausgespäht. Die Rechercheaufträge kamen von der "Bunten". Thomas Walther recherchierte für CMK den Privatwohnsitz von Franz Müntefering. Mit stern.de sprach er über seine heimlichen Ermittlungen.

Journalistik-Professor Haller
Journalistik-Professor Haller
"Das ist nicht zu verantworten"

Eine Berliner Agentur spähte das Privatleben von Oskar Lafontaine und Franz Müntefering aus. Die Rechercheaufträge kamen von der "Bunten". stern.de sprach darüber mit dem Leipziger Medienwissenschaftler Michael Haller.

Hans-Martin Tillack
Blog "Hans-Martin Tillack"
Böse Briten, gute Deutsche?

Abhörmethoden wie bei der britischen Boulevardzeitung „News of the World“ gebe es in Deutschland nicht – das liest man dieser Tage überall. Journalisten der jetzt eingestellten Sonntagszeitung des Medienmagnaten Rupert Murdoch hatten offenbar die Mailboxen der Handys von Tausenden von Prominenten geknackt und dort hinterlassene Nachrichten abgehört. Sogar Polizisten wurden offenbar bestochen – wohl auch um an die Mobilnummern zu kommen. Bei einem ermordeten Schulmädchen löschten die NOTW-Leute den Berichten zufolge sogar Nachrichten, weil die Mailbox voll war und es deshalb nichts Neues zum Abhören gab. Manche deutschen Kollegen vergleichen nun diesen Skandal mit denjenigen Praktiken der Agentur CMK, über die der „stern“ vergangenes Jahr berichtet hatte . CMK-Leute hatten Politiker wie Franz Müntefering oder Oskar Lafontaine ausgespäht, um Näheres über deren Liebesleben herauszufinden. Die Zeitschrift „Bunte“, die CMK mit Recherchen beauftragt hatte, wusste von den CMK-Methoden nach eigenen Angaben nichts, wie sie vor Gericht bekräftigte . Im Vergleich zu dem, was den britischen Klatschreportern vorgeworfen werde, seien die vom stern enthüllten CMK-Aktivitäten so oder so „Kinderkram“ , war jetzt gelegentlich zu lesen. Ganz sicher ist wahr, dass die Affäre um die "News of the World" eine andere Dimension hat. Aber stimmt es, wenn „Bild“-Chef Kai Diekmann argumentiert, das Presserecht sei hierzulande deutlich schärfer? Da sind Zweifel erlaubt. Immerhin war das Abhören nach britischem Recht ebenso illegal wie es das nach deutschen Gesetze wäre. Auch Beamtenbestechung ist hier wie dort verboten. Weil ich am Wochenende als Redner auf der traditionellen „Summer School“ des Centre for Investigative Journalism der City University of London eingeladen war, hatte ich Gelegenheit, mit vielen britischen Kollegen über den Fall zu reden und einer Podiumsdiskussion zu folgen, die das Centre zu dem Abhörskandal veranstaltete. Ein Redner, der Medienrechtler Gavin Millar, wies dort daraufhin, dass schon nach dem geltenden britischen Pressekodex – Äquivalent des Kodex’ des hiesigen Presserates – bestimmte fragwürdige Methoden bei der Recherche nur dann zulässig seien, wenn es um Themen des öffentlichen Interesses gehe. Dazu zählen zum Beispiel Recherchen in Fällen des Fehlverhaltens von Politikern im Zusammenhang mit ihren Ämtern. Zweifelhafte Recherchemethoden seien nach dem britischen Kodex andernfalls aber auch dann unzulässig, betonte Millar, wenn sie nicht von Zeitungsredakteuren selbst, sondern von Mittelsmännern begangen wurden. Wir in Deutschland gehen – wie gesagt - davon aus, dass die „Bunte“ nicht wusste, was die von ihr beauftragte Agentur CMK im Einzelnen tat. Wäre die „Bunte“ eine britische Zeitschrift, würde ihr dieses Argument jedoch weniger helfen. Wenn nun von abgehörten Telefonen als Recherchemethode in Deutschland bisher nichts bekannt ist, liegt dies so oder so kaum daran, dass hiesige Journalisten allesamt solch ethischen Vorbilder sind. Sondern eher daran, dass in Deutschland, anders als auf den britischen Inseln, kein erbitterter Konkurrenzkampf zwischen verschiedenen nationalen Boulevardblättern tobt. Aber hier wie dort scheint es manchen Redaktionen offenbar profitträchtiger, Klatsch und Tratsch zu rapportieren, als über echte Missstände zu recherchieren. Dass die Presse in Großbritannien insgesamt eher aggressiver scheint – auch gegenüber der Politik - als die deutsche, das ist im Übrigen nicht immer ein Nachteil. Investigativer Journalismus hat jedenfalls bei unseren Nachbarn schon länger einen höheren Stellenwert als bei uns. An der Londoner City University kann man Recherchejournalismus sogar studieren . Und um den zu praktizieren, muss man wirklich keine Telefone abhören.

Späh-Affäre
Späh-Affäre
Franz Müntefering schaltet Presserat ein

In der Affäre um die Beschattung deutscher Politiker wird jetzt der Deutsche Presserat aktiv. Bei dem Kontrollgremium ist eine Beschwerde von Franz Müntefering eingegangen. Sie richtet sich gegen die "Bunte".

Interview mit Ex-Justizministerin Zypries
Interview mit Ex-Justizministerin Zypries
"Das ist kein Journalismus mehr"

Eine Schadensersatzklage der Betroffenen ist ihrer Meinung nach drin: Im Interview mit stern.de spricht die frühere Bundesjustizministerin Zypries (SPD) über die "Bunte"-Affäre, die Bespitzelung von Politikern und die Grenzen des Journalismus.

stern Nr. 10, 04. 03. 2010
stern Nr. 10, 04. 03. 2010
Vorsorge und Früherkennung

Welche Untersuchungen sinnvoll sind - und was riskant oder überflüssig ist • Griechenland: Warum wir jetzt Euros nach Athen tragen müssen • Mit Mode-Special!

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