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18. August 2008, 18:59 Uhr
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CDU freut sich auf Münteferings Rückkehr

Dieses Comeback heißt sogar die CDU gut: Franz Müntefering wird schon ab September wieder auf der politischen Bühne wirbeln. So erwartet CDU-Vize Christian Wulff positive Auswirkungen auf die Große Koalition durch die Rückkehr des SPD-Politikers. Ausgerechnet SPD-Chef Kurt Beck hält sich jedoch zurück.

Kehrt Franz Müntefering auf die große politische Bühne zurück, wäre es das Comeback des Jahres© Arno Burgi/DPA

Eine Rückkehr des früheren SPD-Vizekanzlers Franz Müntefering auf die bundespolitische Bühne würde auch beim politischen Gegner CDU Anerkennung auslösen. "Wenn Franz Müntefering jetzt wieder stärker Einfluss auf die Politik nimmt, dann kann das der Großen Koalition nur nützen", sagte CDU-Vize Christian Wulff in Berlin. SPD-Chef Kurt Beck lehnte es allerdings ab, sich an Spekulationen über ein Comeback Münteferings zu beteiligen.

Wulff sagte, er würde eine Rückkehr "außerordentlich begrüßen". Dann könne auch die "Konfusion der Sozialdemokraten" wieder zurückgehen. Er habe Müntefering als sehr kompetenten Politiker erlebt, sagte der niedersächsische Ministerpräsident. CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla nannte Müntefering einen "äußerst geschätzten Kollegen". Ob dieser bundespolitisch wieder stärker in Erscheinung trete, sei aber Sache der SPD.

Deren Vorsitzender Beck machte deutlich, dass er Münteferings Trauerzeit respektiere. "Wir haben Kontakt miteinander und wir werden miteinander über diese Frage reden", sagte er auf seiner Sommerreise. Er wolle aber "keine Beiträge zu irgendwelchen Spekulationen leisten - schon gar nicht in einer Phase, wo man einem Menschen zubilligen muss, die Trauer, die er empfindet, auch zu verarbeiten".

Berichten zufolge will Müntefering schon im September seine Arbeit als Abgeordneter wieder vollständig aufnehmen. Der Arbeitsminister war im November 2007 zurückgetreten, um seine schwer krebskranke Frau Ankepetra zuhause in Bonn zu pflegen. Sie starb Ende Juli. Sein Bundestagsmandat hatte er aber beibehalten und sich mehrfach zu aktuellen politischen Themen geäußert.

Fraktionsvorstandsmitglied Sebastian Edathy sagte im NDR, er würde sich freuen, wenn Müntefering ab Herbst stärker in die aktuelle Politik eingreifen würde. "Franz Müntefering ist eine zentrale Identifikationsfigur für die SPD." Er stehe für die Tradition der Partei, aber auch für die Notwendigkeit von Reformen und verkörpere als Person Autorität. Positiv äußerte sich auch der zum linken Flügel gerechnete SPD-Politiker Michael Müller. "Sein Erfahrungsschatz ist einzigartig. Man sollte ihn in geeigneter Weise nutzen", sagte der parlamentarische Staatssekretär im Umweltministerium in der "Rheinischen Post" über Müntefering.

AP
KOMMENTARE (10 von 20)
 
NeoBa (20.08.2008, 13:22 Uhr)
ole
Zwischen SPD und CDU gibts kaum Differenzen. Klar freut sich die CDU, wenn jemand kommt,der diese Situation sichert.
utospatz (19.08.2008, 18:07 Uhr)
Die Freude der CDU ist eigentlich
nach liechtensteinschen Parteispenden unverständlich!
So stellt sich immer wieder heraus, dass das dümmste Volk der Erde lieber Deutscher werde!
starmax (19.08.2008, 16:10 Uhr)
@vegefranz - nee, falsch gefolgert
Ich habe Angst um D, seit ich erfahren habe, daß der Kanzlergatte Sauer für ein kalifornisches Groß-Unternehmen (accelrys) als Pysiker arbeitet, welches Großaufträge vom Pentagon erhält. Was läuft denn da?
vegefranz (19.08.2008, 10:03 Uhr)
@LINKe/Ex SED-Kader hier
immerhin scheint Ihr ja Angst vor dem Comeback von Müntefe zu haben.
hotte_m (19.08.2008, 09:48 Uhr)
SPD-CDU
gibt es da eigentlich noch Unterschiede für den Normalbürger ????
starmax (19.08.2008, 07:58 Uhr)
Da ist der Wolf beim Fuchs
in die Lehre gegangen... Eine oft praktizierte chinesische Kriegslist ist es, den Feind offen zu loben - was dann den Widerspruch der anderen offenbart und Zwietracht sät. Gratuliere, Herr Wulff!
Das ändert nichts daran, daß Herr M. eine rote Ratte ist, geprägt vom Nomenklaturdenken über die Massen, die zu ihrem eigenen Besten alles zu schlucken haben, was er ihne vorsetzt -Gesetzesbruch eingeschlossen. Und der Intellekt dieses Rattenfängers ist auch nur als unterirdisch zu werten, wenn man seine politischen Versäumnisse, seine Verfehlungen und seine billige Vorwurfhaltung gegenüber O.Lafontaine bedenkt. Dieser Mann ist und bleibt einer der Totengräber der Sozialdemokratie! (Bebel und Schumacher wurden auf dem Frieghof im Grab bereits als Propellerrotoren gesichtet, man erwägt, sie als Energiequelle zu nutzen...)
terrax (19.08.2008, 07:47 Uhr)
@SPD
Münte, Steinbrück, Clement, Schröder und Steinmeier haben die SPD zudem gemacht was sie ist nämlich: nicht mehr wählbar....
Und die CDU ist genau so ein Haufen... Die alten Parteien hatten schließlich jetzt lange genug Zeit etwas für Deutschland zu tun, aber leider erwachen diese immer erst kurz vor der Wahl aus ihrem Schlaf...
Preussin (19.08.2008, 05:52 Uhr)
Lass kommen was da kommen will
Münte kehrt zurück um seine Historische Mission zu Erfüllen.
Den Untergang der SPD zu vollenden.Münte ,Steinberg, Schmidt, haben schon getan was sie konnten,Schröder bereitet die Emigration der Vier nach Russland vor.
Da sollen der CDU die Tränen kommen ?
OttoB (19.08.2008, 00:30 Uhr)
Die CDU freut sich
das sollte doch der SPD zu denken geben.
schichtarbeiter (18.08.2008, 22:25 Uhr)
Nochmal
Anders ausgedrückt: Wenn ich in der SPD wäre, würde ich mich nicht freuen, wenn die CDU sich freut das ich zurück komme. Zähneklappern sollten sie, aber nicht sich freuen.
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