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16. Januar 2007, 11:25 Uhr

Stoiber hält Beckstein für zu alt

Edmund Stoiber verteidigt seine Macht mit aller Gewalt - und offenbar ohne Rücksichtnahme. Nach Informationen von stern.de hat er CSU-intern die Eignung der Herren Günther Beckstein, Joachim Herrmann und Erwin Huber bezweifelt, ihn als bayerischen Ministerpräsidenten zu beerben.

Kann es nur einen geben? Der CSU-Chef und bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber© Christof Stache/AP

In Wildbad Kreuth kommt es am Dienstag zum Showdown zwischen dem angeschlagenen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber und der CSU-Fraktion im bayerischen Landtag. Dabei hat Stoiber offenbar die Absicht, seine Macht mit allen Mitteln zu verteidigen. Schon im Vorfeld der Klausur hat Stoiber CSU-intern die Eignung von drei potenziellen Nachfolgern für das Amt des bayerischen Regierungschefs angezweifelt. Nach Informationen von stern.de führte er am vergangenen Wochenende Telefongespräche mit mehreren Mitgliedern des Vorstands der CSU und des Vorstands der CSU-Fraktion im bayerischen Landtag.

Stoiber hält Beckstein für zu alt

In diesen Telefonaten, so erfuhr stern.de von Gesprächsteilnehmern, zweifelte Stoiber an der Eignung des bayerischen Innenministers Günter Beckstein, des CSU-Fraktionschefs im bayerischen Landtag Joachim Herrmann und des bayerischen Wirtschaftsministers Erwin Huber, ihn als Ministerpräsidenten zum jetzigen Zeitpunkt zu beerben. Beckstein sei mit 63 Jahren zu alt, Herrmann sei mit seinen 50 Jahren zu jung und noch nicht sattelfest genug, Huber sei bei der CSU-Basis und in der Bevölkerung zu unbeliebt, weil er eine unpopuläre Verwaltungsreform habe durchsetzen müssen, hat Stoiber nach Informationen von stern.de in diesen Gesprächen gesagt.

stern.de
 
 
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