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20. November 2011, 12:52 Uhr

EZB-Krisenmanagement "erhöht Gefahr einer Inflation"

Generalsekretär Alexander Dobrindt hat das Krisenmanagement der Europäischen Zentralbank scharf kritisiert. Auch an dem neuen EZB-Präsidenten Mario Draghi lässt der CSU-Politiker kein gutes Haar.

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Alexander Dobrindt fordert ein größeres Stimmgewicht Deutschlands in der EZB© Peter Kneffel/DPA

CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt hat den neuen Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, massiv kritisiert. Draghi habe "einen hoch problematischen Einstand hingelegt, indem er den Ankauf von Schuldentiteln aus Krisenstaaten drastisch beschleunigt hat", sagte Dobrindt der Tageszeitung "Die Welt". "Wer sich mit Fäulnispapieren zudeckt, bekommt irgendwann einen toxischen Schock." Draghis Entscheidungen würden damit die Gefahr einer Inflation erhöhen. "Er könnte der teuerste EZB-Präsident aller Zeiten werden."

Der CSU-Generalsekretär forderte ein größeres Stimmgewicht Deutschlands in der EZB. "Wir tragen fast 30 Prozent der finanziellen Verantwortung, haben aber nur so viel Gewicht wie jedes andere Euro-Land", sagte er. "Dabei kann es nicht bleiben." Seine Partei hätte einer Europäischen Zentralbank "niemals zugestimmt, wenn wir geahnt hätten, dass dort einmal italienische Verhältnisse einziehen."

AFP/DPA
 
 
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