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11. August 2007, 11:16 Uhr

Stoiber for president

In der Debatte über die Nachfolge von Bundespräsident Horst Köhler haben CSU-Politiker den scheidenden bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber ins Gespräch gebracht. Ist dieser Vorstoß nur Taktik für die Wahl 2009?

Edmund Stoiber soll nach dem Willen von einigen CSU-Abgeordneten Horst Köhler als Bundespräsidenten beerben© Uwe Lein/AP

"Für den Fall, dass Horst Köhler für eine zweite Amtszeit nicht mehr zur Verfügung steht, wäre Edmund Stoiber ein hervorragender Nachfolger", sagte die bayerische Sozialministerin Christa Stewens der "Bild"-Zeitung vom Samstag. Auch der CSU-Landtagsabgeordnete Bernd Weiß lobte Stoibers Qualifikation für das Präsidentenamt. Köhlers erste Amtszeit läuft noch bis Mitte 2009. Er hat sich öffentlich noch nicht festgelegt, ob er für eine zweite Amtszeit antreten will.

SPD bringt Gesine Schwan, Henning Voscherau und Henning Scherf ins Spiel

Hinter der seit Wochen geführten Diskussion über die nächste Präsidentenwahl im Mai 2009 werden koalitionstaktische Motive gesehen. Köhlers Wahl 2004 mit den Stimmen von CDU, CSU und FDP wurde als Zeichen für den erwarteten Machtwechsel im Bund von Rot-Grün zu einer schwarz-gelben Koalition nach der späteren Bundestagswahl gesehen.

Die SPD hat sich nach anfänglicher Kritik an Köhler inzwischen soweit mit ihm angefreundet, dass führende Sozialdemokraten öffentlich über seine Wiederwahl nachdachten. In der Union gibt es dagegen Medienberichten zufolge auch Vorbehalte, unter anderem wegen seiner Kritik an Innenminister Wolfgang Schäuble.

Wegen der Wahlen in großen Bundesländern im kommenden Jahr sind die Mehrheitsverhältnisse in der entscheidenden Bundesversammlung noch unklar. Sie setzt sich zusammen aus den Bundestagsabgeordneten und einer gleichen Zahl von Delegierten, die die Landtage nach Parteienproporz entsenden. Wenn in der Versammlung außer der großen Koalition keine Zweierbündnisse möglich sind, könnte ein Wahlbündnis für den Präsidenten erste Schlüsse auf Koalitionsoptionen im Bund erlauben. SPD-Chef Kurt Beck hat sich immer wieder offen für die FDP gezeigt, was als Arbeit an einer Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grünen gewertet wird.

Allerdings sind die rechnerischen und politischen Konstellationen mehr als 20 Monate vor der Wahl noch so offen, dass eine Reihe von Überlegungen angestellt wird. Mehrere SPD-Abgeordnete sprachen sich bereits dafür aus, erneut die Politikwissenschaftlerin Gesine Schwan aufzustellen, die Köhler 2004 unterlegen war. Als weitere mögliche SPD-Kandidaten wurden auch der frühere Bremer Bürgermeister Henning Scherf und sein frühere Hamburger Kollege Henning Voscherau genannt.

 
 
KOMMENTARE (10 von 13)
 
joaka (13.08.2007, 15:02 Uhr)
Kein Stoiber unfähig
Dieser Stoiber ist total ungeeignet Bundespräsidednt zu sein. Alleine von seine Selbstdarstellung schon. Außerdem ist er einer der nicht reden kann, der wir duns nur blamieren. Die fachliche Kompetenz eines Horst Köhler unseren jetzigen Bundespräsidenten hat Stoiber nicht. Bei Stoiber wirkt alles so aufgesetzt, die Natürlichkeit fehlt Stoiber, die Spotanität. Nee Stoiber geh Rente und verschine Deutschland mit den Gequarke. Horts Köhler macht seien Job als Bundespräsident serh gut, vor allem haut er die anderen Blindgänger in der Regierung auf die Finger, damit diese Regierung nicht noch mehr Mist, den Sie ständig baut, dne Büüerg das Geld aus der Tasche zieht und weiter den Bürger belügt und betrügt. Dazu ist der Bayernstoiber vom Geist nicht mächtig.
Facti (12.08.2007, 22:44 Uhr)
Gott beschütze unser Land der Deutschen
vor Ähdmund aus dem Bayernland.....
rockdino (12.08.2007, 18:57 Uhr)
schon vergessen?
Haben die Deutschen denn schon Heinrich Lübke vergessen? Ein Wortakrobat hat doch wirklich als Bundespräsident gereicht.
Sonst können wir uns wieder auf Aussprüche wie "Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Neger" einstellen. Was auf dem Gebiet von Herrn Stoiber zu erwarten ist, zeigt doch seine mittlerweile berühmte Erklärung zum Transrapid.
schlotti (11.08.2007, 20:06 Uhr)
Für Stoiber!
Was habt ihr nur alle gegen Stoiber?
Der Mann spricht doch genau aus, was er denkt (wenn er denkt). Und zwar wörtlich, auf den Buchstaben genau. Jedes "Äh" ist zweifellos eine genau kalkulierte stilistische Raffinesse.
Und nicht etwa unbeabsichtigt ausgesprochen. Wenn der Präsident wird stehen uns allen doch sehr lustige Zeiten bevor.
Und denkt mal an die ganzen arbeitslosen Kabarettisten. Die hätten wieder richtig zu tun.
Ernst genommen werden würde er doch sowieso nicht; wird er schließlich schon jetzt nicht.
Nun gut: das Ansehen des Amtes, durch den jetztigen Präsidenten gewaltig gestiegen, würde vielleicht beschädigt werden. Aber dies ist für die Entscheidungsträger (vor allen Dingen aus Bayern) nur eine nachrangige Frage.
Er würde unser Ansehen in der Welt zwar nicht steigern, aber doch zeigen, daß die Deutschen Humor haben.
MfG,
Schlotti
Oetker333 (11.08.2007, 17:02 Uhr)
Ach ne das gibts doch gar net
Zuerst Kanzler dann Präsident? Soll das Ansehen Deutschlands denn gefährdet werden? Sein Vaterland heißt Bayern und nicht Deutschland! Ich frag mich warum überhaupt CSU-Mitglieder im BUNDEStag sitzen. Ein paar Argumente wieso ein Schwein ein besserer Präsident ist als Stoiber:
1: Der Stoiber kann nicht richtig reden. Die Dolmetscher im Ausland verstehen ihn nicht!
2: Er sagt das die Bayern klüger sind als die "Restdeutschen".
3: Er hat die Ostdeutschen beleidigt.
4: Er ist ein Mann der Wirtschaft und nicht des Volkes.
5: Er würde die Hauptstadt nach München verlegen.
6: Mit seinem proamerikanischen Kurs wird Deutschland zum Hofnarr der USA.
7: Deutschland würde in Bayern umbenannt werden.
Fazit: Stoiber ist eher ein Klotz am Bein für Deutschland!
chatahootchee (11.08.2007, 15:35 Uhr)
Gibt es denn ...
... nichts Wichtigeres?
Die Mauer wurde vor 46 Jahren gebaut, der Bundespraesident war in Bautzen, aber der "Stern" schaukelt sich an MP Stoiber hoch.
bernie-abg (11.08.2007, 15:04 Uhr)
Ich glaube...
...im Vatikan wird sich doch wohl noch ein Pöstchen für den Ede finden lassen.
kralli19 (11.08.2007, 14:58 Uhr)
Auweia...
"Ich, ähh...stehe hier...ähh...und auch..ähh,..dort,..ähh, als Bay..ähh Bundespräsident...ähh...von Bay...ähh...Deutschland..."
...und mit der rethorischen Begabung hat er´s im Bildungshochland Bayern zum Anwalt gebracht...
Nein Danke, ich schlage hiermit Volker Pispers als Bundespräsidenten vor.
puller29 (11.08.2007, 13:23 Uhr)
Stoiber der Politcaspar!
Müssen wir uns als "DEUTSCHE" das antun.
Danke!
Ermatrans (11.08.2007, 12:22 Uhr)
Christa Stewens und Bernd Weiss, die Jobvermittler
aus der CSU-Duckmäuser-Truppe, wollen wieder einmal Punkte fürs eigene Pöstchen sammeln. Man muss wissen, dass das CSU-Grundsatzprogramm "Heuchelei und Intrigen um Posten" lautet. Stewens und Weiss sind bereits durch ihr Draufschlagen auf die Nicht-Duckmäuser Seehofer und Pauli auffällig geworden, als sie sich beim Tandem Beckstein/Huber andienen wollten. Nun wollen Stewens und Weiss den wegen seiner Arroganz und gefährlichen Unfähigkeit joblos gewordenen Stoiber zum Bundespräsidenten befördern. Stoiber wollte seiner Kritikerin Pauli mit "So wichtig sind Sie nicht" und "Wem ich einen Termin gebe, bestimme ich" hocharrogant ein Gespräch verweigern, steckte sich damit selbst auf den Grill und blieb uneinsichtig, bis er seinen Rücktritt ankündigen musste. Kurz zuvor begann er um Abkühlung zu winseln, suchte dazu Worte des Bedauerns, wollte sich kaskadenförmig bei Pauli entschuldigen und ihr eine konstruktive Mitarbeit anbieten. Nichts hat er eingehalten. Seit seiner höchstblamablen Rücktrittsankündigung schmollt Stoiber, der seinen Rücktritt nie verkraften wird, vor sich hin und behindert die Regierungsarbeit in Bayern. Nachdem man ihn nicht zur Hans-Seidel-Stiftung abschieben konnte, wird jetzt versucht, ihn ins Amt des Bundespräsidenten wegzuloben. Auch dies ist typische CSU-Methode, bei der immer die Unfähigsten in Spitzenämter kommen. Dies kommt vor Allem vom Fehlerverneinungs-System der CSU, das durch die beiden Grundregeln “auf keinen Fall einen Fehler zugeben” und “jeder deckt jeden” bestimmt ist und demzufolge Gescheiterte nur nach oben abgeschoben werden können. Mit Stoiber als Bundespräsidenten würde sich DE lächerlich machen. Bei Stoiber selbst würde dies die Arroganz und Selbstüberschätzung noch steigen lassen und man hätte sicher wieder Monate, wenn nicht Jahre lang Arbeit, um den an der Macht Klammernden vom Stuhl zu holen.
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