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8. Oktober 2010, 09:32 Uhr

Keine Gleichstellung von Christentum und Islam

Nun versucht sich auch Thomas de Maizière an einer Deutung der umstrittenen Wulff-Rede zum Tag der Deutschen Einheit: "Auf absehbare Zeit" stehe der Islam nicht auf einer Stufe mit dem christlich-jüdischen Religionsverständnis, so der Innenminister. Anschließend räumte er Mängel bei den staatlichen Integrationskursen ein.

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Bemüht sich um vorsichtige Distanz zu Bundespräsident Wulff: Innenminister de Maizière© Markus Schreiber/AP

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sieht auf absehbare Zeit keine Gleichstellung von Christentum und Islam in Deutschland. Der Satz von Bundespräsident Christian Wulff, der Islam sei ein Teil Deutschlands, bedeute, dass diese Religion zwar dazugehöre, aber nur ein Teil sei. "Wenn Sie jetzt fragen: Wird damit der Islam auf die gleiche Stufe gestellt wie das christlich-jüdische Religionsverständnis, Kulturverständnis, was wir haben, dann ist meine Antwort: auf absehbare Zeit nein", sagte der Minister nach einer Mitteilung des Deutschlandradios Kultur am Donnerstagabend bei einer Veranstaltung des Senders.

De Maizière wies darauf hin, dass die Gelder für Integrationskurse im laufenden Haushalt um 15 Millionen Euro aufgestockt worden seien. Zugleich räumte er aber ein, es gebe für die Kurse "Wartelisten, weil wir die im Moment auch schlecht organisiert haben". Als Allheilmittel sollten die Kurse seiner Ansicht nach aber nicht verstanden werden: Wenn Zuwanderer-Eltern mit ihren nur Fernsehsender aus ihrer alten Heimat sähen und mit ihren Kindern nie Deutsch sprächen, "dann ist es schwierig, auch mit einem Kurs das alles auszugleichen".

 
 
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