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8. Juni 2010, 13:49 Uhr

Unionsfraktion reicht Sparpaket noch nicht

80 Milliarden Euro bis 2014 - der Unionsfraktion gehen die ehrgeizigen Sparpläne der schwarz-gelben Regierung nicht weit genug. Fraktionsgeschäftsführer Peter Altmaier brachte auch das Thema Steuererhöhungen wieder ins Spiel.

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Will dem Sparpaket die Handschrift der Unionsfraktion verpassen: Peter Altmaier© Fredrik von Erichsen/DPA

Der Unionsfraktion geht das Sparpaket der Bundesregierung nicht weit genug. "Wir müssen uns nun anschauen, wo es das eine oder andere gibt, wo noch gespart werden kann", sagte Fraktionsgeschäftsführer Peter Altmaier am Dienstag in Berlin. Es müsse ein Sparpaket vorgelegt werden, mit dem wirklich sichergestellt werde, dass alle Anforderungen der Schuldenbremse erreicht würden.

Die Vorlage der Bundesregierung sei eine gute Ausgangsbasis für die parlamentarischen Beratungen, sagte Altmaier. Aber die Fraktionen seien ehrgeizig genug, um ihre eigene Handschrift erkennen zu lassen. Dabei schloss der CDU-Politiker ausdrücklich auch den Bereich höherer Einkommensteuer und Änderungen bei der Mehrwertsteuer nicht aus. Darüber gebe es ohnehin eine öffentliche Debatte. Allerdings sei das Paket auch ohne Anhebung des Spitzensteuersatzes sozial ausgewogen.

Kritik vom CDU-Sozialflügel

Die Bundesregierung hatte am Montag ein Sparpaket im Volumen von 80 Milliarden Euro bis 2014 vorgestellt. Rund ein Drittel der für 2011 anvisierten Kürzungen sind im Sozial- und Arbeitsetat vorgesehen. Die Opposition, Gewerkschaften und Sozialverbände sprechen daher von einer sozialen Schieflage des Sparpakets und haben massive Proteste dagegen angekündigt.

Auch innerhalb der Union regt sich Widerstand. So kritisierte der CDU-Sozialflügel das Paket als unausgewogen und forderte Korrekturen. Die Abschaffung des Rentenbeitrags für Hartz-IV-Empfänger sei nicht akzeptabel, sagte der Bundesvize der CDU-Sozialausschüsse, Christian Bäumler. Er beklagte, dass die Bundesregierung Vermögende und die Finanzbranche schone. Schuld daran sei die FDP, erklärte der Sozialpolitiker. "Da werden diejenigen getroffen, die keine Lobby haben und sich am wenigsten wehren können."

Westerwelle erwartet noch heftige Debatte

FDP-Chef und Vize-Kanzler Guido Westerwelle erwartet heftige parlamentarische Auseinandersetzungen bis zur Umsetzung des Sparpakets. "Da wird es noch viele Diskussionsbeiträge geben, selbstverständlich auch aus den Reihen des Parlaments, wie es zueiner Demokratie gehört", sagte Westerwelle. Der Außenminister wies den Vorwurf der sozialen Kälte wie nahezu alle Mitglieder des Kabinetts zurück. "Das ist ein Programm, das die Wirtschaft genauso in die Verantwortung nimmt wie den Sozialstaat."

Reuters/DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 28)
 
Papayu (09.06.2010, 05:06 Uhr)
Sparpaket
Wie waers wenn Personal beim Arbeitsamt eingespart wuerde?
1) Ist es fuer die "Arbeitsvermittler frustrierend, immer wieder denselben Spruch loszulassen:
Fuer Sie ist heute nichts dabei, kommen Sie naechste Woche wieder.
2) Der Arbeitssuchende hat umsonst Geld ausgegeben, denn wer wohnt schon neben einer AA?
Da ist es doch besser Automaten aufzustellen, so wie bei der DB. Schiebt einfach seine Karte rein, drueckt auf die entsprechende Taste und es erscheint die Schrift: Fuer Sie ist heute usw.
Ausserdem, ich habe es selbst oft erlebt, dass ich "Vorschlaege" bekam, die sich als urlalt erwiesen. Einmal wurde ich am Telefon
dermassen angeschnauzt, die Stelle ist schon seit vier Wochen besetzt. Weiss das Scheissamt das denn nicht??
Bei Automaten kann das nicht passieren, wenn automatisch alle Eingaben am Nachmittag ueberprueft werden. Und ein Automat kostet nur einmal und nicht jeden Monat.
Gehn Sie mal auf einen grossen Bahnhof
(z.B. Stuttgart) und versuchen sie "Etwas"
loszuwerden, kostet 50 cent, selbst das Pinkeln, die Klofrau wurde schon lange abgeschafft.
Also auf guten Bahnhofssch....!
galonero (08.06.2010, 21:39 Uhr)
tannebaum
ca. 60% Steuerbelastung für Reiche, 40% reichen für Reiche, oder??????
Lazarus09 (08.06.2010, 18:05 Uhr)
Unsere Politiker gehoeren zu den....
Menschen, die schon glauben, SIE würden sparen, wenn sie anderen die Mittel zum Leben kürzen und durch hausgemachte Inflation entwerten, die sich aber gerade wieder einmal ,ohne die geringste öffentliche Aufmerksamkeit die eigenen Einkommer erhoehen.....!

Lesen sie selbst :
http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/472071/artid/12306071

Deshalb eruebrigt sich eigentlich jeder Kommentar... warum kein Rauschen durch den Blaetterwald geht laesst sich wahrscheinlich am einfachsten erklaeren wenn man sich die Besitzverhaeltnisse bei den Medien und deren Verknuepfungen in die Politik betrachtet....

Wie gesagt traurig .....
leisegang (08.06.2010, 18:02 Uhr)
CDU-GELBE-KATASTROPHE
Staat zahlt 442 Millionen Euro für Kirchengehälter
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,699422,00.html
neben der Kirchensteuer

Kirchensteueraufkommen 2002:

*

Katholische Kirche: 4,1 Mrd. Euro
*

Evangelische Kirche: 4,3 Mrd. Euro
*

Gesamt 8,4 Mrd. Euro
*

davon von Kirchenmitgliedern getragen: 5,05 Mrd. Euro (60,1%)
* davon aus allgemeinen Steuergeldern getragen: 3,35 Mrd. Euro (39,9%)
Lazarus09 (08.06.2010, 17:58 Uhr)
PeterSchmidtke (08.06.2010, 16:26 Uhr) Die Genossen sind alle geschmiert und korrumpiert..
CoOp ..Neue Heimat ..Untreue ,oder traeumen einfach nur von den Zeiten als man nach Brasilien in den Puff flog ...

und zuhause den Arbeitern gesagt hat : Kammeraden,Genossen der Firma gehts schlecht und wir muessen alle den Arsch zusammen petzen .. VW laesst Gruessen

wenn's nicht so traurig waehre ....
Onzapintada (08.06.2010, 17:38 Uhr)
Spitzensteuersatz 83 Prozent: USA, 50er Jahre / Das waren die besten Zeiten
Weiss das keiner mehr?

Dann ging es bergab: zunaechst mit dem Spitzensteuersatz fuer Reiche, danach mit dem ganzen Land.
DasBertl (08.06.2010, 17:32 Uhr)
Was muss man mehr sagen?
"Die Abschaffung des Rentenbeitrags für Hartz-IV-Empfänger sei nicht akzeptabel, sagte der Bundesvize der CDU-Sozialausschüsse, Christian Bäumler. Er beklagte, dass die Bundesregierung Vermögende und die Finanzbranche schone. Schuld daran sei die FDP, erklärte der Sozialpolitiker. "Da werden diejenigen getroffen, die keine Lobby haben und sich am wenigsten wehren können.""

WAS gibt es dazu eigentlich noch mehr zu sagen? Wenn selbst die Union gegen die eigenen Pläne ist, muss ich nicht einmal mehr erklären, warum ich dagegen bin...
nightmare_online (08.06.2010, 17:11 Uhr)
Warum ...
erhöht man nicht die Grenzen wo der Spitzensteuersatz beginnt drastisch, und hebt ihn gleichzeitig - ebenfalls drastisch - an? Es ist doch ein Witz, das bei 60.000 Euro bereits der Spitzensteuersatz erreicht wird. Ebenfalls ein Witz ist es, das Einkommensmillionäre den gleichen Steuersatz zahlen wie Facharbeiter mit ein paar Jahren Berufserfahrung.

Oh, aber ich vergass: Die Vertreter der Millionäre im Parlament sitzen ja in der Regierung. Ich bin aber auch ein Dummerchen!
faculdoc (08.06.2010, 17:02 Uhr)
Zu unserem " lieben Herrn Altmeier "...
Zunächst würde mich , verehrte Admins , ihre Stellenbeschreibung bzgl. Zensur u.w.m. interessieren .
Zum Willenspaket dieses Actors: es gäbe schon zunächst ganz simple Kostenstellen im Bundeshaushalt ,welche
ohne Ansehen von Person und Sachen der Überprüfung ,Kaduzierung und
Streichung bedürfen - 1. WARUM so viele Bundesländer ? - 2. WARUM den Bundespräsidenten ? - 3. WARUM noch immer Verwaltungseinheiten in Bonn ? -
4. WARUM so viele Ministerien ? - 5. WARUM heute immer noch das Beamtentum ? - 6. WARUM keine eklatante Stellenplanung im Bundeshaushalt ( 10-15000 Stellen binnen 4 KalenderJahren einzusparen zielt eindeutig auf biologische Abgänge hin ) ? - 7. Ja , vielleicht gar noch eine Überprüfung der Rentenbezüge von ehemaligen Bediensteten des Bundes incl. des " Bundes- Abfindungsgesetzes " welches zum Himmel schreit . - 8. Einzug der von den Banken verursachten Schäden auf dem Wege des Schadenersatzes am deutschen Volk . ---Fangen wir doch erst einmal damit an !


Onzapintada (08.06.2010, 16:54 Uhr)
Ich hör immer nur Sparen - Wo sind denn die ganzen Exportüberschüsse geblieben?
Die deutsche Geldelite trägt unsere riesigen Exportüberschüsse ins US-Casino (wo sie übrigens auch die kapitalisierte Altersvorsorge entsorgt - Riester-Sparer, aufgepasst!) und verliert dort regelmäßig wieder einen Großteil. Anschließend folgen die bekannten Rufe nach Bankenrettung.

Die Geldelite will ihre Casino-Verluste und Bankenrettungskosten jetzt ernsthaft bei Mittelschicht und Proletariat, also bei uns, einsammeln.

Darauf kann es nur eine Antwort geben:

Die Ruderer nehmen jetzt alle mal die Paddel hoch,
blockieren das Steuerruder,
und lassen die schweren Aufbauten der reichen Elite unter der nächsten Brücke
(der nächsten platzenden Blase?)
ZERSCHELLEN.

Dann rudert es sich auch wieder leichter.

Oder wir machen nichts.
Das geht auch.

Bei dem Crash-Kurs der Bankster und der Bewohner der Erste-Klasse-Suiten bricht früher oder später das ganze Staatsschiff auseinander, und nicht nur deren schwere Aufbauten.

Dann brauchen wir allerdings Rettungsboote. Ob die Elite uns wohl welche lässt, edel wie sie ist?
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