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Chaostage an der Berliner Mauer

Wie Diebe in der Nacht schlichen sich Bauarbeiter an und demontierten vier Segmente der East Side Gallery. Damit überrumpelten sie die "Mauerschützer" - die, im Nachgang, wieder protestieren wollen.

Von Nico Schmidt

  Mauer weg, Bauzaun da: Die East Side Gallery nach den Abrissarbeiten

Mauer weg, Bauzaun da: Die East Side Gallery nach den Abrissarbeiten

  • Nico Schmidt

Die Abrissarbeiten an der Berliner East Side Gallery werden fortgesetzt. Am Mittwochmorgen begannen Bauarbeiter um fünf Uhr früh vier Mauersegmente zu entfernen. Die Arbeiten hätten knapp eine Stunde gedauert, sagte ein Polizeisprecher zu stern.de. Die inzwischen knapp sechs Meter breite Lücke wurde mit einem Tor verschlossen. Sie soll als Baustellenzufahrt dienen.

Massives Polizei-Aufgebot

Es war ruhig geworden um den längsten erhaltenen Mauerstreifen Berlins. Knapp 6000 Demonstranten hatte Anfang März gegen den Abriss eines 23 Meter breiten Teilstücks protestiert. Das sollte weichen, um eine geplante Fußgängerbrücke sowie einen Neubau an den Verkehr anzuschließen. Aber der Investor Maik-Uwe Hinkel ließ aufgrund der heftigen öffentlichen Debatte die Bagger ruhen. Ein Kompromiss schien möglich. Doch eine Gesprächsrunde am Dienstag zwischen Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und Hinkel verlief offenbar ohne Ergebnis. Der Bauherr entschloss sich, den bereits genehmigten Abriss umzusetzen.

Das Aufgebot der Polizei vor der East Side Gallery am Mittwochmorgen war massiv. 250 Polizisten waren im Einsatz. Sie sollten garantieren, dass der Bauherr bauen und die Demonstranten demonstrieren können. Doch es gab kaum Protest. Alle Beteiligten wurden von dem plötzlichen Baubeginn überrascht. Die neuerlichen Abrissarbeiten sorgten selbst im Berliner Abgeordnetenhaus für Erstaunen.

"Mauerschützer" wollen demonstrieren

So waren am Mittwochmorgen nur wenige Aktivisten vor Ort. Einer von ihnen war Andy Weiss, Vize-Chef des Künstlervereins "East Side Gallery". Er habe aus dem Radio von den Abrissarbeiten erfahren, sagte Weiss zu stern.de. Die Bauarbeiten nannte er beschämend. Zwar habe er gehört, das Loch solle nur provisorisch sein, daran glauben könne er aber nicht. Die Nacht-und-Nebel-Aktion habe ihn zusätzlich misstrauisch gemacht.

Die Polizei parkte zunächst einen Mannschaftswagen vor dem Mauer-Loch. Doch sie hatte nur wenig zu tun. Anstelle der Aktivisten kamen Schüler, die das Loch kurz bestaunten und dann weitergingen. Gleichwohl sollen Demonstrationen folgen, das Chaos um die Berliner Mauer wird vorerst kein Ende finden.

Wehmütige Gedanken an Hasselhoff

Für Donnerstagnachmittag kündigte Sascha Disselkamp, Mitglied der Initiative "East Side Gallery retten" eine Demo vor dem Berliner Rathaus an. Er hoffe auf einen ähnlichen Zuspruch wie zuletzt, als David Hasselhoff nach Berlin gekommen war, um für den Erhalt des Mauerstreifens zu singen. Erst in den nächsten Tagen wird sich zeigen, wie ernst es den Berlinern um ihre East Side Gallery ist.

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