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Jetzt spricht Wulff

Lange hat er geschwiegen, jetzt erhebt der Bundespräsident das Wort in der Causa Thilo Sarrazin. Zwar bleibt Christian Wulff diplomatisch, wie es sich in seinem Amt gehört. Aber die Empfehlung an Sarrazins Arbeitgeber Bundesbank ist zwischen den Zeilen zu lesen: Weg mit dem Herren!

Bundespräsident Christian Wulff hat der Bundesbank indirekt den Rauswurf ihres umstrittenen Vorstandsmitglieds Theo Sarrazin nahegelegt. "Ich glaube, dass jetzt der Vorstand der Deutschen Bundesbank schon einiges tun kann, damit die Diskussion Deutschland nicht schadet - vor allem auch international", sagte Wulff dem Nachrichtensender "N24" am Mittwoch. Zuvor hatte Wulff jede Stellungnahme zu dem Thema vermieden. Die Bundesbank hatte die Entscheidung über einen Rauswurf trotz hohen öffentlichen Drucks abermals aufgeschoben.

Der Stimme Wulffs kommt in der Debatte großes Gewicht zu, weil nur der Bundespräsident auf Antrag des Bundesbank-Gesamtvorstandes eines seiner Mitglieder wegen "schwerer Verfehlungen" entlassen kann.

Die Bundesbank hat eine Entscheidung über Sarrazin auf Donnerstag vertagt. Der Berliner Ex-Senator sorgt durch fortwährende Äußerungen über Migranten, deren angeblich mangelnden Integrationswillen, soziales Parasitentum und ihre geringere Intelligenz für jede Menge Debatten. Auch seine Partei, die SPD, macht sich Gedanken, wie sie Sarrazin los werden kann.

Reuters/ben/Reuters
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