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12. Januar 2008, 17:35 Uhr

Koch sei "schießwütiger Gewalttäter"

Politiker reagieren auf Kochs Jugendgewalts-Kampagne: Erst unterstellt SPD-Fraktionschef Struck Koch Berechnung, dann weigert sich auch SPD-Chef Beck, zurückzurudern. Und während Kanzlerin Merkel zur Vernunft mahnt, bezeichnet der Spitzenkandidat der Linken in Hessen Koch als "schießwütigen Gewalttäter".

Da hüpft er aus dem Wahlmkampfbus: der hessische Ministerpräsident Roland Koch© Michael Sohn/AP

Nach den harschen Tönen aus der SPD im Streit über das Jugendstrafrecht hat die Union den Koalitionspartner vor einer weiteren Belastung der Regierungsarbeit gewarnt. "Ich fordere den SPD-Vorsitzenden auf, Vernunft einkehren zu lassen", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Samstag in Braunschweig beim Wahlkampfauftakt der CDU in Niedersachsen an die Adresse von SPD-Chef Kurt Beck. In einer Verbalattacke hatte SPD-Fraktionschef Peter Struck dem hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) unterstellt, sich über die aktuellen Fälle von Jugendgewalt im Wahlkampf gefreut zu haben. Beck nahm Struck am Samstag in Schutz. Er warf Koch vor, mit der Debatte über Jugendgewalt lediglich von eigenen Versäumnissen ablenken zu wollen.

CDU-Chefin Merkel nannte die Äußerung Strucks "absurd". Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) sagte bei einem CDU- Neujahrsempfang im hessischen Oberursel nach Mitteilung seines Ministeriums: "Die Äußerung von Struck fällt auf ihn selbst zurück. Sie ist des Amtes eines Fraktionsvorsitzenden der SPD- Bundestagsfraktion unwürdig."

Merkel sprach sich in Braunschweig erneut für Verschärfungen beim Jugendstrafrecht aus. "Gewalt ist immer absolut zu verurteilen", sagte sie. Die Gesellschaft müsse hier Grenzen setzen, auf Gewalt jeder Art müsse eine Bestrafung folgen. "Die, die versuchen, da wegzuschauen, werden keinen Erfolg haben." Die CDU-Vorsitzende machte sich außerdem für die Interessen der Opfer von Kriminalität stark: "Ich werde die Stimme der Opfer nicht vergessen."

"Die kann mich mal"

CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla sagte der Zeitschrift "Super Illu", die SPD habe "einen Ton angeschlagen, der selbst mit laufenden Landtagswahlkämpfen nicht zu rechtfertigen ist". Der "schlechte Stil gegenüber Roland Koch" sei nicht akzeptabel. Struck hatte Koch am Freitag unterstellt, über den brutalen Angriff von jugendlichen Ausländern auf einen Rentner in München eigentlich ganz froh gewesen zu sein, um das Thema für den Wahlkampf zu nutzen. Eine Aufforderung der Union, sich zu entschuldigen, wies er später brüsk mit den Worten "Die kann mich mal" zurück.

Beck kritisiert Kochs "Ablenkungsmanöver"

Beck sagte in Osnabrück: "Wir haben keinen Grund zurückzurudern." Der SPD-Vorsitzende warf Koch zudem in einer Videobotschaft vor, er wolle mit der Debatte über Jugendgewalt lediglich von eigenen Versäumnissen etwa in der Schulpolitik und der Inneren Sicherheit ablenken. Der Sprecher der hessischen Landesregierung, Dirk Metz, wies Becks Äußerungen als "politische Frechheiten, die den Fakten widersprechen" zurück.

Koch besteht auf Entschuldigung von Struck

Koch bestand in der "Bild am Sonntag" auf einer Entschuldigung Strucks. Zugleich wies er die Kritik zurück, sein Wahlkampf sei ausländerfeindlich. "Ich empfinde es als meine Aufgabe, für die Opfer krimineller Gewalt zu sprechen und für viele, die sich bedrängt und bedroht fühlen", sagte der stellvertretende CDU-Vorsitzende.

Die bisher schärfste Kritik an Koch übte der Spitzenkandidat der Linken in Hessen, Willi van Ooyen. Er nannte den Landeschef auf einem Neujahrsempfang seiner Partei einen "schießwütigen Gewalttäter" sowie "gesellschaftlichen Spalter und Brandstifter". Die hessische CDU- Fraktion forderte daraufhin den Rücktritt van Ooyens.

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU), der wie Koch am 27. Januar zur Landtagswahl antritt, nahm seinen hessischen Parteifreund in Schutz. "Bei denen, die Klarheit und Schärfe kritisieren, ist viel Heuchelei im Spiel", sagte er der "Welt am Sonntag".

Gewalt nicht im "Pulverdampf des Wahlkampfs" besprechen

Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) kündigte in der Berliner "B.Z. am Sonntag" an, die Union werde nächste Woche mit der SPD auf Fraktionsebene über ihre Vorschläge zum Thema Jugendgewalt reden. "Wir fordern konkret Warnarrest, Erziehungscamps und die Anwendung des Erwachsenen-Strafrechts im Regelfall für Menschen über 18 Jahre." Der SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz zeigte sich im Magazin "Focus" offen für Gespräche mit der Union zur Jugendgewalt - nur müssten die "nach dem Pulverdampf des Wahlkampfs" stattfinden.

DPA/AP
 
 
KOMMENTARE (10 von 91)
 
mutti1 (17.01.2008, 01:36 Uhr)
was in den letzten jahren noch bei KOHL
an die schaltstellen geschmiert ist, ist fatal,etliche haben ihren hut genommen, nach dem alles im a.... ist, und der satz"kaffeesatz"ist nun oben.ob leute mit hakenkreuzschmiss an den backen und ebensolchem altforderem gedankengang, wie auch das fordergründige bzw. hinterlistige nach oben in ar.... kriechende homosex. männervolk, wo doch ansonsten keiner unten nen job kriegt, der schwul oder lesbisch ist.und dann tun sie in der tankstellen connektion ihr mütchen kühlen, bzw. scheffeln. wichtig ist doch unseren bundestag , das sie ire anwartschaft ausdauern, mit den diäten ihre büros zum eigenen unternehmer bedarf bezahlt haben. und grad die auswüchse, wie jugendgewalt ist nun ihr thema, um zu beklagen , das ihr zurückpfeifen bei polizei u. sozialem engagement durch kostenreduzierung das gefördert hat!
zeiten der RAF sind vorbei, wo jemand sein a... für so 1 pack riskiert, besonders lassen sie sich rigoros abschirmen, deshalb ist ihr Ego zwar 150% , aber im grunde lächerliches niveau.
muhtesem1 (16.01.2008, 19:34 Uhr)
ist koch nicht bei einer nazisoz.patei? HIHI
In der Bundesrepublik ist der Anteil der nichtdeutschen Täter bei der Gewaltkriminalität ebenso wie bei den gefährlichen und schweren Körperverletzungen seit 1999 zurückgegangen. Das gilt im Übrigen auch, wenn wir die Gesamtkriminalität betrachten: Vor zehn Jahren hatten wir noch eine Quote bei ausländischen Tatverdächtigen von 27 Prozent und sind inzwischen bei 19 Prozent angekommen.
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Da die Kriminalstatistiken immer an den Bevölkerungsanteilen relativiert werden und damit auf Bevölkerungsstatistiken rekurrieren, als Tatverdächtige aber auch Ausländer gelten, die sich tatsächlich NUR als Durchreisende und Touristen in Deutschland aufhalten und nicht in die Bevölkerungsstatistiken eingehen, wird der Anteil der auf Ausländer gehenden Kriminalität an der Gesamtkriminalität höher eingeschätzt, als er in Wirklichkeit ist. Hinzu kommt, das die Ausländer noch immer eine von den deutschen unterscheidbare Sozialstruktur aufweisen: Sie sind etwas öfter männlich, durchschnittlich etwas jünger und häufiger aus dem unteren Einkommens-und Bildungsschichten.
Diese Eigenschaften erhöhen - auch bei Deutschen, für die sie aber seltener zutreffen- die Delinquenzbereitschaft und damit auch die Wahrscheinlichkeit einer kriminalistischen Registrierung. Zu beachten ist weiterhin, dass einige Delikte ( Straftaten gege das AusländergesEtzt) nur von Ausländern begangen, nicht aber von einheimischen-deutschen begangen werden können. Zudem hat sich gezeigt, dass die Anzeigebereitschaft eines Opfers erhöht ist, wenn der erlebte Übergriff durch einen oder mehrere Migranten begangen wurde. Dies ist sicherlich nicht ein in erster Linie Resultat einer bewussten Diskriminierung; sondern hierfür dürfte entscheidend, dass die Möglichkeiten der informellen Konfliktbeteiligung- bzw. Bewältigung u.a. aufgrund fehlender sprachlicher mittel in einem interethnischen Konflikt beschränkter sind als im Falle eines intraethnischen Konflikts. ---HIER DIE QUELLE FÜR DIE; DIE GLEICH LÜGEN HIER SCHREIBEN WOLLEN! ALSO MACHT EUCH KEINE MÜHE!( wilmers etal. 2002,S 36, Mansel 2003)
Schnatterinchen (16.01.2008, 16:48 Uhr)
Ruth Teibold-wagner von der SPD hat die Lösung!
Diese SPD-Frau hat die Lösung:
Einfach anklicken und wundern:
http://forum.spiegel.de/showpost.php?s=5e77248ce5f78e420c13d37bae32f615&p=1833792&postcount=1014
da fehlen selbst mir die Worte, aber Urteil selber.
Weiß jemand welches Zeug die raucht??
ganzbaf (15.01.2008, 21:48 Uhr)
Ach...
halt doch einfach mal die Klappe, Brownie.
Kannst glücklich sein, deinen Account noch zu besitzen, unterdem du hier deine übelriechende Sosse verspritzen kannst.
German_by_nature (15.01.2008, 21:10 Uhr)
@ Redaktion - ist das eure Idee von Meinungsfreiheit, dass irgend ein Admin von euch meine Kommentare welche nicht hetzend wohl aber rechts waren nachträglich löscht. Echt erbärmlich.
CU
erichmonika (15.01.2008, 15:45 Uhr)
Koch hat nicht recht
mramorak Wahrheit wird von Herrn Koch verdreht und pervertiert. Er hat die ausländ4rfeindliche Karte gezogen und hofft dass sie zieht. Da geht es wirklich nicht um Jugendstrafrecht sondern um die Mobilisierung der ausländerfeindlichen, dumpfen Rassismus, den es leider gibt und der sich auch hier auf diesen Seiten wiederspiegelt.
Malm (15.01.2008, 12:10 Uhr)
Schießwütiger Gewalttäter
Die Diskussion verwundert mich. Hier Emotionen hochgepuscht und Kochkritiker als Linke bezeichnet, die auf die ehemalige DDR verwiesen werden.Uns wurde früher immer empfohlen "geht doch rüber". Aber zur Sache. Koch ist ein Lügner und Demagoge. Nach Schwarzgeldaffäre, Lüge beim Flughafennachtverbot und massiven Kürzungen bei Justiz und Polizei jetzt im Wahlkampf mit dem Thema Gewaltkriminalität auf Stimmenfang zu gehen, qualifiziert ihn ab. Hätte er seine Hausaufgaben als Ministerpräsident in Hessen gemacht, würde ich seine Forderungen als politisch diskusionswürdig erachten.
mramorak (15.01.2008, 10:11 Uhr)
Angst vor der Wahrheit
Die meisten Gegner des Herrn Koch schreien nur so laut, weil sie wissen er hat Recht!
Addi1111 (14.01.2008, 16:26 Uhr)
Politikereid
Jeder deutsche Politiker hat einen Eid geschworen, wo zum Bsp.steht,das er jede Art von Gefahr vom deutschen Volk abzuwenden hat . Und genau das ist der Kernpunkt ,nähmlich als allererste Instanz das deutsche Volk zu schützen!!!Alles andere hat sich dem unterzuordnen!Demzufolge hat sich Herr Koch nur an seinen Eid gehalten und das ist politisch höchst ehrenhaft!
OskarRumpel (14.01.2008, 14:52 Uhr)
Thema
Wer für die Vorschläge von Koch ist, bei dem hat sein windiges Programm Gehör gefunden und ich bin mir sicher, dass Koch und seine Wahlkampfstrategen sich die Hände reiben über die anvisierte Wählermasse, die dumm wie Brot ist! Wenigstens wird er nicht die Stimme von Mumpfeline erhalten, da diese noch ihre traumatischen Erfahrungen während der ehemaligen DDR in derselbigen aufarbeitet, indem sie unermüdlich Beiträge dazu in den stern-Foren verfasst!
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