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3. August 2009, 17:41 Uhr

Steinmeiers Vision vom Job-Wunder

"Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen", polterte einst Helmut Schmidt. Ein Rat, den sich Schmidts "Ur-Enkel" Frank-Walter Steinmeier nicht zu Herzen genommen hat. Ungeachtet aller Kritik hat der SPD-Kanzlerkandidat in Berlin seinen "Deutschland-Plan" vorgestellt, mit dem er bis zum Jahr 2020 vier Millionen neue Arbeitsplätze schaffen will.

Steinmeier, Arbeitslosigkeit, Plan, Konzept, SPD

Ehrgeiziges Ziel: SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier will bis zum Jahr 2020 vier Millionen neue Jobs in Deutschland schaffen© Wolfgang Kumm/DPA

SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier hält trotz heftiger Kritik aus anderen Parteien an seiner Vision von einem Jobwunder in Deutschland fest. Vier Millionen neue Arbeitsplätze bis 2020 seien möglich. Kein Land habe "bessere Voraussetzungen, zum Ausrüster der Welt für neue energiesparende Produkte und Maschinen zu werden", sagte Steinmeier bei der Vorstellung seines "Deutschland-Planes" vor der Karl-Schiller-Stiftung am Montagabend in Berlin. Eine von ihm geführte Bundesregierung werde nach der Wirtschaftskrise zugleich eine grundlegende Erneuerung der sozialen Marktwirtschaft einleiten. Union, FDP und Linke reagierten mit Kritik und Spott. Lob kam dagegen von den Grünen und der IG Metall.

Steinmeier forderte einen "Perspektivwechsel". Die Menschen seien "das allgemeine Krisengerede leid". Sie wollten wissen, was die Politik tut, damit eine solche Krise nie wieder passiert. Bei der Wahl am 27. September gehe es "nicht nur um Steinmeier oder Merkel", sondern darum, wie Deutschland in den nächsten zehn bis 20 Jahren aussehen solle. Eine ökologische Industriepolitik mit umweltschonender Energieproduktion sowie das Ziel Vollbeschäftigung bei fairen Löhnen und Sicherung von Mitbestimmung und Kündigungsschutz sei "die größte Herausforderung seit der Wiedervereinigung".

Zwei Millionen Arbeitsplätze sollen nach den Vorstellungen Steinmeiers in der Industrie entstehen, vor allem durch Entwicklung neuer intelligenter Technologien. Deutschland müsse zum Beispiel bei der Herstellung von Elektroautos Weltspitze werden. Industrie und Produktion müssten das Rückgrat der deutschen Wirtschaft bleiben. "Eine von mir geführte Bundesregierung wird alles daran setzen, dass Deutschlands Stärke von gestern und heute auch unsere Stärke von morgen sein wird."

Eine weitere Million Arbeitsplätze könnte laut Steinmeier im Gesundheitsbereich entstehen, davon allein 300.000 in den Altenpflege. 500.000 Arbeitsplätze hält Steinmeier in der Kreativwirtschaft (Kultur, Medien, Werbung etc.) für möglich, weitere 500.000 im Handel oder bei haushaltsnahen Dienstleistungen. Das Konzept sieht zugleich erhebliche Investitionen des Staates in bessere Schulen, Hochschulen und in die Forschung vor. Kleinere und mittlere Unternehmen, die selbst forschen, sollen einen Steuerbonus erhalten.

Keine Aussagen zur Finanzierung

In dem 67 Seiten-Papier mit dem Titel "Die Arbeit von morgen" werden keine konkreten Aussagen zur Finanzierung gemacht. Steinmeier sagte: "Wer es ernst meint mit mehr Bildungsinvestitionen, kann keine Steuersenkungen versprechen." Man könne den Staat ausgerechnet bei der Bewältigung der Krise nicht künstlich arm machen. In einem ergänzenden Papier heißt es dazu weiter: "Damit die deutsche Wirtschaft wieder auf die Beine kommt, dürfen die öffentlichen Haushalte erst wieder konsolidiert werden, wenn der Aufschwung kräftig und stetig genug sein wird."

In dem Konzept wird eine "Allianz für den Mittelstand" aus Unternehmen, Gewerkschaften und Banken angekündigt, die Steinmeier direkt beim Kanzleramt ansiedeln will. Vor allem kleinere und mittlere Unternehmen müssten aus der Kreditklemme herauskommen. Ein Ombudsmann oder "Kreditmediator" soll bei Konflikten vermitteln. Er wolle Lösungen im guten Einvernehmen. "Aber wenn die Banken sich sperren, müssen wir andere Wege suchen - auch über eine stärke Rolle der KfW," sagte Steinmeier. "Wir werden nicht hinnehmen, dass wir Milliardenbürgschaften bereitstellen für Großbanken - und Mittelständler müssen dann um jeden Cent betteln."

Im Jahr 2020 sollen nach den SPD-Plänen in Deutschland 30 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien kommen und 40 Prozent aus "sauberen" Gas- und Kohlekraftwerken. Außerdem sollen 2020 die Hälfte aller Schüler Hochschulreife haben und doppelt so viel junge Menschen wie heute studieren.

Seehofer ätzt, Niebel spottet

CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla warf Steinmeier vor, Jobs zu versprechen, die er gar nicht schaffen kann. Aufgabe des Staates sei es, Rahmenbedingungen für nachhaltiges Wachstum zu setzen. CSU-Chef Horst Seehofer sagte: "Mich erinnert das an längst vergangene Zeiten, dass man Politik durch Plan ersetzt." FDP-Generalsekretär Dirk Niebel sagte: "Wer Agenda-Erfinder war, jetzt Abkassierer mit der großen Koalition der Steuerzumutungen ist und künftig Vollbeschäftigungsgarant sein will, dem fehlt die Glaubwürdigkeit."

Linken-Vorstandsmitglied Ulrich Maurer sagte: "Steinmeiers Deutschland-Plan ist aus der Abteilung 'Wünsch dir was'." Die Vorsitzende der Grünen, Claudia Roth, unterstützte dagegen trotz Kritik an Detailfragen den "Deutschland-Plan". Es sei zu begrüßen, dass die SPD sich zu einer ökologisch orientierten Wirtschaftspolitik bekenne. IG-Metall-Chef Berthold Huber sagte: "Wir begrüßen, dass Frank-Walter Steinmeier mit dem Deutschland-Plan die Zukunft der Industrie und der Beschäftigung in den Mittelpunkt des Wahlkampfes gerückt hat."

DPA/AP
 
 
KOMMENTARE (10 von 58)
 
Margrit1 (05.08.2009, 21:39 Uhr)
SPD nicht alleine
knilch_59 : Agenda2010 nicht schuld
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wir sollen fair bleiben.
Weiterbildugn ja, aber man muß sie sich auch leisten können. Das können Geringverdiener und Geringstverdiener nicht.
Die Agenda 2010 ist nicht an allem Schuld, ist aber moralisch eine Ohrfeige für alle die Jahrzehnte gearbeitet haben und nun nach einem Jahr Arbeitslosigkeit per Gesetz zur Unterschicht gemacht werden.
Und wir wollen fair bleiben, nicht die SPD alleine hat in den letzen 11 Jahren für den Sozialabbau gesorgt und die Umverteilugn von unten nach oben vorgenommen, sondern die CDU mit. Die saß immer mit am Tisch, auch bei der Agenda 2010.
Und in den letzten vier Regierungsjahren ist Merkel nur auf Tauchstation gegangen und hat die SPD-Minister die Untaten verküdnen lassen, alles aber waren gemeinsame Beschlüsse.
Warum die gesamte Presse hierüber schweigt, ist mir nicht ganz klar.
logisch_konsequent (05.08.2009, 20:16 Uhr)
@knilch, @westerle
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Fällt Ihnen eigebnlich auf, dass Sie kontinuierlich fragen, was der Staat für einen machen kann?
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Sie fragen gar nicht, ob alle, die meinen, selbst nicht genug zu verdienen, jede Stunde Freizeit an sieben Tagen in der Woche in Weiterbildung zu stecken.
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Denn der Deutsche arbeitet ja viel weniger als der Inder und Chinese, und er möchte viel mehr verdienen. Das geht nun mal per Definition nicht, es sei denn, der Deutsche hat viel mehr drauf.
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Wenn man die richtigen Fragen stellen kann, hat man i.d.R. schon die Hälfte der Strecke zurürckgelegt!
Westerle.Merkwelle (05.08.2009, 09:54 Uhr)
@knilch_59 : Agenda2010 nicht schuld
Sie schreiben so großzügig "Es hat keinen Zweck, ewig auf der Agenda 2010 herumzureiten". Das kann auch nur jemand meinen, der beim Thema SPD noch in der "wir"- Form denkt.
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Für alle anderen hier dürfte klar sein, dass Schröder, Münte & Steinnmeier mit ihrer Agandapolitik den Anfang vom Ende der SPD eingeleitet haben.
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Ansonsten bleibt mir nur zu wiederholen, dass diese SPD in den letzen 11 Jahren nur Regelungen vorangebracht hat, die den Menschen massiv schaden. Für mich war das Grund genug, aus dieser Partei auszutreten.
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Die Politik dieser Zeit war und ist so skandalös, dass es nur mit der Desinformation und Verblödung der Bürger durch die Medien und mit dem Versagen der Jounalisten zu erklären ist, wenn sich die Menschen so etwas gefallen lassen.
dritte_Person (04.08.2009, 21:48 Uhr)
Nun ja ...
... vier Millionen neuer Jobs sind locker zu schaffen. Sogar noch vor 2020 und auch ohne SPD-Bundesregierung.
Diese Jobs wird es geben.
Eine wahrscheinliche schwarz-gelbe-Bundesregierung wird die HartzIV-Gesetzgebung mit dem Ziel reformieren, dass die 1Euro-Job-Sklaverei abgeschafft wird .
Dafür wird im Gegenzug die "allgemeine Arbeitspflicht (=Zwangsarbeit)" für Arbeitslose (egal ob ALG I oder ALGII) und "Sozialhilfeempfänger" eingeführt.
Weiterhin wird die Einschränkung „gemeinnützige Arbeit/Projekte“ aufgehoben werden. Eine Einschränkung, die sowieso nicht eingehalten wird, wenn es um die Bewilligung von 1Euro-Projekten geht.
Jeder Privathaushalt, der bereit ist, für so einen Arbeitslosen oder Sozialhilfeempfänger die Krankenkassenbeiträge monatlich zu zahlen, kann als Privatperson sich seinen eigenen "Zwangsarbeiter" bei der Agentur für Arbeit oder der örtlichen ARGE ordern.
Der Wirtschaft werden diese "faulen Sozialschmarotzer" damit schmackhaft gemacht werden, dass weiterhin die monatliche "Verwaltungspauschale" pro 1Euro-Job-Stelle in Höhe von bis zu 400Euro an den Arbeitgeber in der Wirtschaft gezahlt wird.
Fazit:
Simsalabim – und schon kann die zukünftige Bundesregierung in ihrem ersten Regierungsjahr den Erfolg vermelden, dass vier Millionen Menschen wieder in Arbeit sind.
... und das BILD-gebildete Volk wird jubeln, garantiert ...
107Summer (04.08.2009, 19:31 Uhr)
Wahprogramm
1. Arbeit muss sich wieder lohnen.
2. Arbeit muss sich nicht lohnen, indem man Arbeitslose verhungern lässt.
3. Keine vom Staat subventionierte Sklaven (1 Euro Jobber) für raffgierige Unternehmen.
4. Eine Krankenkasse für alle.
5. Doe SPD ist asozial und wird diese 4 Punkte nie in ihr Wahlprogramm nehmen, eher schaffen diese Asozialisten es noch 50 cent Jobs gesellschaftsfähig zu machen.
audio001 (04.08.2009, 17:25 Uhr)
Man kann den Deutschland Plan auch als Chance begreifen...
Wenn man den „Deutschland Plan“ als einen Diskussionsansatz versteht die Finanz- u. Wirtschaftkrise in den Griff zu bekommen, dann ist es lobenswert, dass Steinmeier diesen Weg geht!
Und eines sollte uns doch allen klar sein: Jeder sinnvolle Lösungsansatz für einen Weg aus der Krise, wird eines gesellschaftlichen Konsenses bedürfen. Also muss doch endlich mal was auf den Tisch, was überhaupt eine öffentliche Diskussion erlaubt!
Insoweit stelle ich fest: Wenn wir es nicht schaffen jede interessensgeprägte parteipolitische oder verklärende ideologische Sicht zu beseitigen; mehr Öffentlichkeit zu den objektiven Hintergründen der Finanz- u. Wirtschaftskrise zu schaffen, den Bürgern eine öffentliche Plattform für die Diskussion der Ursachen und der Lösungsansätze der Finanz- u. Wirtschaftskrise (und der nun folgenden Sozialkrise) zu geben:- dann wird das absehbar nichts mehr mit einer Krisenbewältigung.
Wir dürfen als Bürger nicht zulassen, dass die bevorstehende Bundestagswahl weiter zum parteipolitischen Schaulaufen missbraucht wird. Insoweit muss endlich Schluss sein mit dem parteipolitischen Geplänkel, der sich um Mandat und Amt schlagender Politiker! Dieses politischen Egomanentum bedarf es in Deutschland nicht mehr!
Wir haben es als wählende Bürger in der Hand, mit unserer Stimme, den Politikern in Deutschland den Spielraum für parteipolitischen Geplänkel zu nehmen und schlüssige Antworten und konkrete Konzepte abzufordern!- Warum tun wir das nicht
rheinelbe (04.08.2009, 15:23 Uhr)
Grüße aus dem Hartz!

Klar schafft die Hartz-SPD die Vollbeschäftigung!
Folgende 1 Euro Jobs sind schon mal zu besetzen:
1. Rote Autos zählen, 2. grüne Autos zählen, 3. ganz laaangsaham den Hof fegen, 4. ganz laaangsaham den Hof verschmutzen, 5. Maulaffen feilhalten auf dem Hof einer weiterführenden Schule! 6. Drehtür zuschlagen am Rathaus unter sozialpädagogischer Betreuung.
Bitte sofort bei der Agentur für Arbeit melden.
Bald folgen noch mehr tolle Ideen vom Kompetenzteam aus dem think-tank!
galonero (04.08.2009, 14:36 Uhr)
Halbieren
Achtung Satire: Wenn ich einen Apfel halbiere hab ich zwei Hälften, d.h. aus 1 mach 2. Die eine Hälfte verschwindet doch nicht, oder?
Wenn ich Arbeitslose halbiere, verschwindet die eine Hälfte doch auch nicht, oder? Kohl hat es versucht, dann Schröder und jetzt Brückstein oder Wellewester, bin schon ganz kirre im Kopf von der Halbierung....gggg
knilch_59 (04.08.2009, 14:27 Uhr)
@Westerle.Merkwelle – Stopp mit dem Unfug!
Es hat keinen Zweck, ewig auf der Agenda 2010 herumzureiten und insbesondere, sie alleine Schröder und der SPD anzulasten! Fast alle Regeln der Hartz-Gesetzgebung bedurften auch der Zustimmung des Bundesrates, und da hatte Rot/Grün eben nie die Mehrheit. Und als NRW an die CDU gefallen war, drohte mit der 2/3-Merhheit des Schwarz/Gelben Blocks im Bundesrat schlicht und ergreifend die Totalblockade – also waren Neuwahlen der einzige Ausweg.
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Es hilft keinem, hier die Geschichte zu vergessen, weil politische Visionen im Zweifelsfall hinter dem Machbaren zurückstecken müssen. Ohne eine Reform der Sozial- und Arbeitsgesetze hätten wir die Haushaltskonsolidierung, die uns Kohl mit den Mastricht-Kriterien als Kuckucksei hinterlassen hatte, schlicht nicht geschafft, und auch so war es schlimm genug. Was wir mit einer CDU/FDP-Regierung an Grausamkeiten bekommen hätten – wer weiß, oder wer will das überhaupt wissen?
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Es ist Steinmeier persönlich vorzuwerfen, zu integer mit den Ergebnissen umgegangen zu sein. Das macht die CSU viel besser – Nachtreten und Wadenbeißen kann FWS eben nicht – fehlende Kompetenz und ein Grund, ihn nicht zu wählen. Man muss eben auch den Gegner mit seinen Waffen schlagen können!
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Am Deutschlandplan ist auszusetzen, dass er keine wirkliche Konzeption beinhaltet, als Absichtserklärung ist er aber tausendmal besser als das Steuersenkungsprogramm der Intelligenzallergiker aus dem Schwarz/Gelben Lager.
Westerle.Merkwelle (04.08.2009, 11:47 Uhr)
Soziale Ungleichheit ist Bilanz von 11 Jahren SPD-Regierungsarbeit

Die wachsende soziale Ungleichheit geht auf das Konto des Trios Schröder-Steinmeier-Müntefering.
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11 Jahre SPD in der Regierungsverantwortung haben die sozialen Unterschiede in Deutschland verschärft.
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Im europäischen Vergleich ist Deutschland ein soziales Entwicklungsland.
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Kurz vor der Bundestagswahl wollen die Menschen wissen, wer die politische Verantwortung trägt, und das ist seit mehr als einem Jahrzehnt die SPD.
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Die riesigen sozialen Unterschiede in Deutschland gehen auf das Konto der Agenda 2010, die ein Werk von Gerhard Schröder und Frank-Walther Steinmeier ist.
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