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15. Oktober 2006, 17:02 Uhr

Unterschicht = 8 % der Bevölkerung

Die Friedrich-Ebert-Stiftung, die der SPD nahe steht, hat die Sozialstruktur Deutschlands untersucht: Demnach leben acht Prozent am sozialen Rand. Die Sozialdemokraten streiten heftig, welche Schuld die Regierung Schröder trifft.

Ein elfjähriger Junge in Köln Ossendorf: Mehr als 2,5 Millionen Kinder und Jugendliche leben nach Berechnungen des Kinderschutzbundes in Armut© Oliver Berg/DPA

In der SPD ist eine heftige Debatte über eine mögliche Mitverantwortung an sozialen Fehlentwicklungen entbrannt. Auslöser ist eine Studie im Auftrag der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung, wonach in Deutschland eine neue gesellschaftliche Unterschicht entstanden sei. Ihr gehörten acht Prozent der Bevölkerung an - 20 Prozent der Ostdeutschen und vier Prozent der Westdeutschen, berichtete "Bild am Sonntag".

Der Erhebung von TNS Infratest zufolge leiden die Angehörigen der sozialen Unterschicht unter größter finanzieller Unsicherheit, sehr niedrigem monatlichem Haushaltseinkommen, Schulden und geringem familiären Rückhalt. Die "neuen Armen" seien verunsichert und fühlten sich vom Staat allein gelassen. Viele glaubten, "die Abschottung gegenüber Ausländern" löse ihre Probleme.

"Handfester Skandal"

Laut "Bild am Sonntag" bewertet die SPD-Spitze die Ergebnisse als "handfesten gesellschaftlichen Skandal". Die Studie fließe in die Debatte um das neue Grundsatzprogramm der SPD ein. Parteichef Kurt Beck wolle einen "Bildungsaufbruch" organisieren, um den Kindern der Unterschicht den Aufstieg zu ermöglichen. Beck hatte kürzlich vor einem wachsenden "Unterschichten-Problem" gewarnt.

Der stellvertretende SPD-Fraktionschef Stefan Hilsberg kritisierte im Berliner "Tagesspiegel": "Wir haben den Menschen vorgegaukelt, dass mit Fordern und Fördern jeder den ersten Arbeitsmarkt erreichen kann und Steuersenkungen für die Unternehmen die Probleme lösen." Insofern sei die Hartz-IV-Politik der früheren rot-grünen Regierung unter Kanzler Gerhard Schröder eine "Lebenslüge". Schröder habe "zu kurz gedacht", bemängelte er. Der SPD-Arbeitsmarktexperte Klaus Brandner beklagte, es gebe "sehr viele Menschen in Deutschland, die ohne Chance auf sozialen Aufstieg" seien.

"Armut ist Ergebnis der Politik"

SPD-Generalsekretär Hubertus Heil räumte Fehlentwicklungen ein. "Die Art und Weise, wie wir heute den Sozialstaat organisieren, führt in vielen Bereichen nicht mehr dazu, dass wir die Gesellschaft durchlässiger machen", sagte er. Der Sozialstaat brauche eine neue Philosophie. "Wir dürfen uns nicht auf materielle Transfers beschränken, sondern müssen die frühe Förderung von Bildung und Gesundheit gewährleisten." Die Gesellschaft drohe auseinanderzudriften, Armut entstehe.

Der SPD-Linke Ottmar Schreiner, seit ehedem ein Kritiker Schröders, nutzte die Diskussion zu einem Frontalangriff. "Armut und soziale Ausgrenzung sind nicht über uns gekommen, sie sind das Ergebnis der Politik von Gerhard Schröder", sagte er der Zeitung.

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KOMMENTARE (3 von 3)
 
Latze (15.10.2006, 21:56 Uhr)
Euro ist an allem Schuld
Das schlimmste was uns und unserem Land angetan wurde, war die Einführung dieses verfluchten Teuros. Der ganz allein hat die ärmsten Menschen dahin gebracht wo sie heute sind und auch bis zum Sankt Nimmerlandstag bleiben werden. Wo man hinhört, verfluchen die Menschen den Teuro und wollen unsere geliebte Mark zurück haben. Mittlerweile sind wir schon so weit, daß unser Mittelstand komplett wegbricht und wir zu einer reinen 2 Klassengesellschaft mutieren. Arm und Reich, mehr gibt es nicht mehr. Die einzigen die über die von dem verkalkten Kohl eingeführte "Währung" jubeln, ist das Großkapital. Ich denke die Lunte in Deutschland brennt schon und sie wird auch irgendwann mal den Volkszorn zur Explosion bringen. Dann sollten sich manche Herrschaften vom untersten Amtsfutzi bis in unsere "Volksvertretung oder Volksverdummung" ganz warm anziehen. Ich denke, wir werden in den nächsten 10 Jahren miterleben wie "unsere Volksvertreterdeppen" die NPD über die 10% Hürde heben.
Armes Deutschland
heiner5362 (15.10.2006, 21:27 Uhr)
noch was
als glänzendem sozialdemokraten passt es ins bild "was zu adoptieren"
"was fürs Volk zu tun" Klumpfuss lässt grüssen.
nee herr schröder so nicht.
las deine wampe bräunen auf den seychellen oder sonstwo,
GAZPROM macht Sonne.
Als Sozial und das möcht ich festhalten SOZIAL
demokrat herr volksschullehrer
1+1 =2
VW - Jüngling.
am verbrecher hartz leidet die ganze republik aber nööööö nach mir die sintflut.
damals hiessen die volksvertreter
Verweser
bezeichnender kann es ja nicht sein.
hab ich kein gericht zu missen
hab ich ein schönes ruhekissen.
verlo... gener s...
heiner5362 (15.10.2006, 20:09 Uhr)
30 Jahre...
bis zur allgemein erhellenden Erkenntnis,dass nicht alles Gold ist was glänzt.
diese neue erkenntnis schwebt schon seit anfang der70er in den köpfen der "Volksvertreter".
Warum soll ich als ambitionierter
Newcomer nicht in der NPD sein ?
0= NULL Perspektive.
oben muss der schampus laufen und kleine ungewollte "Fickunfälle" werden ungenannt ins Internat abgeschoben.
hoch die tassen.
nochmal die gehälter rauf und tausende in den Abgrund.
nach mir die Sintflut Herr Ackermann
und Consorten.
>am deutschen wesen soll die welt genesen
am deutschen Gerätze kriegen wir die Krätze.<
Pflichtlektüre für jedermann : die farm der tiere.
entschuldigung ob der wortwahl, es stinkt.
das einzig und alleinige positive aus der unsäglichen zeit ist folgender Bgriff :
VOLKSSCHÄDLING
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