8. Juni 2007, 11:18 Uhr

"Klein-Guantanamo" in Rostock

Auf dem Papier genießen sie alle Rechte, doch die Realität in der Rostocker "Gefangenensammelstelle" sieht anders aus: Angeblich potentielle G8-Randalierer werden hier aus "nichtigen Gründen" festgehalten und selbst den Gang auf die Toilette müssen sie beantragen. Von Wolfgang Metzner

Freigelassener vor "Gesa": "Wie es da drin ist? Ein Gefühl wie im Zoo"©

Mehr als tausend Freiheitsentziehungen hat es bisher rund um den Gipfel in Heiligendamm gegeben. Offiziell ist diese Zahl nicht, sie beruht Schätzung von Anwälten. Doch nicht mal ein Dutzend Demonstranten sind bislang wegen strafrechtlicher Vorwürfe in Schnellverfahren abgeurteilt worden. Die übergroße Mehrzahl sind junge Leute, die bei zahllosen Polizeikontrollen im weiten Umkreis um Heiligendamm vorbeugend aus dem Verkehr gezogen werden, weil sie zur Protestszene gerechnet werden. Dafür reichte manchmal schon schwarze Caps, Tücher oder Sonnenbrillen aus, die angeblich der Vermummung dienen könnten. Ganze Busse mit allen Insassen wurden kassiert, als sie unterwegs zu einer Demonstration waren. Die Betroffenen wurden Stunden oder Tage in Gitterkäfigen festgehalten. Betroffene sprechen von "Klein-Guantanamo", Rechtsanwälte klagen über massive Behinderungen und "menschenunwürdige Zustände".

Rostock, Industriestraße: In einem Gewerbegebiet der Hansestadt ist ein fünfstöckiger "Business Park" durch doppelte Stacheldrahtrollen und bewaffnete Posten der Bundespolizei gesichert. Hinter der streng bewachten Schleuse hat die Polizeisondereinheit Kavala in einer großen Halle eine ihrer "Gefangenensammelstellen" ("Gesa") eingerichtet: große Gitterkäfige, von Netzen überdeckt, in die teilweise über ein Dutzend Menschen eingesperrt sind. Sie haben keine Betten, sondern nur eine dünne Matte. Videokameras und die Augen der Beamten bewachen sie 24 Stunden, Tag und Nacht ist Licht an. Es gibt nicht mal einen täglichen Hofgang, wie er für Strafgefangene üblich ist. Sogar Toilettengänge müssen angemeldet werden und die Bitten um ein Glas Wasser werden registriert, haben Anwälte von Inhaftierten erfahren - wenn überhaupt eine Kontaktaufnahme zu ihnen möglich ist.

Anlässe oft nichtig oder willkürlich

Nach dem Polizeirecht von Mecklenburg-Vorpommern können Personen vorbeugend bis zu zehn Tagen in Gewahrsam genommen werden, um die Begehung von Straftaten zu verhindern oder eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung abzuwehren. Von dieser weiten Ermächtigung macht die Polizei seit Beginn der Globalisierungsproteste massiv Gebrauch. Nach Angaben von Rechtsanwälten sind die Anlässe oft nichtig oder willkürlich: mal reicht eine dunkle Jacke mit Kapuze, mal ein Taschenmesser oder eine Schnur im Gepäck. Eine Gruppe belgischer Radfahrer wurde einkassiert, weil sie ein Plastikband über einen Weg gespannt und damit andere Radfahrer gefährdet haben soll. Die weite Anreise aus Belgien wurde als besonderes Indiz für die Gefährlichkeit gewertet. "Nach zehn Stunden Verhandlungen um solche Fälle hab ich richtig geheult", sagt die Hamburger Rechtsanwältin Karen Ullmann empört.

Manche der Festgenommenen sitzen mehrere Tage in der "Gesa", ohne Hilfe von Anwälten zu erhalten. Wer bei der Ingewahrsamnahme nicht schnell genug Bekannten seinen Namen zurufen kann, bekommt von außen keine Unterstützung, weil jeder Kontakt abgeschnitten ist. Die Insassen müssen ihre Handys und auch andere persönliche Gegenstände bis hin zu Piercing-Ringen abgeben, und die Bitte, einen Anwalt anrufen zu dürfen, wird nach Angaben von Betroffenen immer wieder abgeschlagen. Laut Gesetz müssten die Festgenommenen eigentlich "unverzüglich" einem Richter vorgeführt werden. Aber das kann viele Stunden dauern, weil bei der Polizei "Notstand" herrscht und immer wieder Unterlagen noch nicht da sind. Auf die Beschwerde eines Betroffenen hat das Landgericht Rostock jetzt ein Machtwort gesprochen: Er sei "sofort auf freien Fuß zu setzen", weil die Ingewahrsamnahme durch die von der Polizei verschuldeten Verzögerungen rechtswidrig geworden sei.

In der Industriestraße machen jetzt neun extra eingeteilte Richter Sonderdienst, um über die Fortdauer von Freiheitsentziehungen zu entscheiden. Aber die laut Grundgesetz unabhängige Justiz hat in der polizeilichen "Gesa" nicht mal Hausrecht. "Die Frage ist, ob das hier überhaupt ein Gericht ist", zweifelt einer der Richter, die dort mit einem "Kavala"-Schild auf der Brust Dienst tun. Die Mitglieder eines Anwaltlichen Notdienstes hatten bis gestern in dem Gebäude, wo über die Fälle wird, nicht mal ein Zimmer für ihre Arbeit. Man wolle auch nicht, dass sie "auf den Fluren herumlungern", hieß es von Seiten der Polizei. So hockten sie mit Beschlüssen und Namenslisten von Betroffenen neben geleerten Pizza-Kartons auf der Wiese vor dem "Business Park", ohne zu wissen, wie viele und welche Personen dort überhaupt festgehalten werden. In einer spontanen Demonstration forderten etwa 20 Juristen vom "Legal Team" auf einem großen Transparent "freien Zugang" zu ihren Mandanten. Aber nicht mal ein Abgeordneter des Europaparlaments wurde zu den Käfigen vorgelassen, obwohl das zu seinen Rechten gehört.

Ein Gefühl wie im Zoo

"Wie es da drin ist? Ein Gefühl wie im Zoo", sagte gestern einer von denen, die nach Stunden unter strengster Beobachtung am späten Nachmittag entlassen wurden. Mit blauen Plastiksäcken, in denen ihre persönlichen Gegenstände verwahrt worden waren, und mit müden Augen kamen sie unter dem Gejohle von Freunden aus einem Nebentor. Viele brachten gleich noch einen so genannten Platzverweis der Polizei mit: das Verbot, sich in den nächsten Tagen weiter in Rostock oder im Umkreis von Heiligendamm aufzuhalten. "Bringt nichts, Widerspruch dagegen einzulegen", wurde ihnen von Beamten mit auf den Weg gegeben. Einem Schwerbehinderten, der kaum laufen konnte, weil er ohne seine Gehhilfe vor die Tür gesetzt wurde, riet man: "Nimm dir 'n Taxi nach Hause. Kannst uns ja hinterher verklagen."

 
 
KOMMENTARE (10 von 45)
 
flugzeug (11.06.2007, 03:25 Uhr)
Demokratiebewusstsein
Liebe Leserinnen und Leser,
es ist zwar schon spät, ich hab seit 3 Stunden vor schlafen zu gehen und bin dementsprechend müde, aber was ich teilweise hier an Kommentaren lese sind völlig antidemokratisch - insbesondere von den Personen, die sich darauf berufen, dass die Polizei so vorgehen darf oder gar härter durchgreifen sollte.
Jeder der sich hier als Demokrat schmückt und gleichzeitig behauptet, dass die Zustände im o.g. Artikel nicht so schlimm wäre ist kein Demokrat.
Warum? Weil hier Grundrechte von Bürgern verletzt wurden. Und auch StraftäterInnen Grundrechte besitzen.
Und jeder der hier meinte, dass die Steinewerfer deswegen, weil sie das Recht übertreten haben, nun ihren Anspruch auf Recht verspielt haben, ist kein Demokrat.
Selbst der Kindermörder hat zum Glück in unserem Rechtssystem Rechte, die ihm zugesprochen werden! Warum? Weil sonst Lynchjustiz herrschen würde.
Der böse Autonome (liebe Menschen da draußen, beschäftigt euch doch mal tiefer gründig mit Ihnen und glaubt nicht unreflektiert alles, was die Presse so schreibt), der ein Stein geworfen hat, hat eine Straftat begangen, soll somit auch eingeknastet werden, allerdings hat er deswegen noch lange nicht das Recht auf seine Menschenrechte verletzt - und zum Glück darf auch an ihm nicht gegen geltendes Recht verstoßen werden - sonst wären wir wieder bei dem Prinzip Auge um Auge, Zahn um Zahn. Und erst Recht muss der Staat und die Exekutive sich an diese Rechte halten, und das haben ja anscheinend weder Staat noch Exekutive gemacht.
Wir sollten dankbar sein, dass zumindest in der Theorie Straftäter vom Staat noch als Menschen mit gleichen Rechten wie jeder andere behandelt wird, ansonsten kommen wieder Folter und Grausamkeit gefolgt von Diktatur.
Ach ja, deswegen macht es ja auch Sinn dass das Urteil über einen Mörder nicht von den Angehörigen des Opfers getroffen wird, sondern von einem neutralen Richter - der ausschließlich anhand von Recht, nicht Emotionen, richtet.
Ich will keine Steinewerfer die leichtfertig Verletzungen anderer in Kauf nehmen in Schutz nehmen, nein, ich will unser Grundgesetz in Schutz nehmen und loben. Nur wurde dieses Grundgesetz von der Legislative und der Exekutive verletzt, was nur durch Bilder von zum großen Teil unschuldig inhaftierten raus kam - das darf in einer funktionierenden Demokratie einfach nicht sein.
Und an die Leute, die die NPD mit den überwiegend friedlichen Demonstranten vergleichen, ihr holt echt den Vogel runter! Wahnsinn was für wirre Assoziationen Menschen entwickeln können.
ganzbaf (10.06.2007, 12:26 Uhr)
Da hätte der "Schwarze Block" doch mal eine Aufgabe gehabt: Belagern und stürmen! (~:
Oder wo waren da die Demonstranten? Zu spät erkannt?
Ginnungagap (09.06.2007, 15:26 Uhr)
das Bild sagt schon alles,
Man muss den Artikel garnicht lesen, hinter den Köpfen der Beamten ist der Coca Cola Schirm zu erkennen xD
hevosenkuva (09.06.2007, 00:12 Uhr)
lesen lernen
@H.Heine: der erste Satz ist schon absolut richtig. wenn es nach den kläglichen "hardlinern" hier ginge, dürften die nach ihrem eigenen Demokratieverständnis schon deshalb nichts mehr schreiben, weil sie nicht richtig lesen können. oder wollen.
@Alex64: dumm. genau die richtige Wertung für den eigenen Beitrag. aber vielleicht schaffen wir es ja noch, die Mehrheit der Deutschen (also mehr als ca. 40 Millionen Menschen) auf eine gemeinsame Demo zu bringen. Heiligendamm dürfte dann allerdings nicht so ganz der richtige...
@Easy_d: nix als traurige Polemik? schwach. wieso sollte ein Polizist nicht zwischen einem schwarzgekleideten vermummten Steinewerfer und einem schwarzgekleideten Menschen unterscheiden können? oder sind jetzt alle schwarzgekleideten Menschen mitschuldig? weil sie die falsche Kleidung tragen? verhaften? eine ausgezeichnete Strategie.
abgesehen davon waren die "anderen" Demonstranten eigentlich durch die Bank bunt gekleidet, das kann man selbst durch das Visier eines Polizeihelmes sehr gut erkennen.
ich denke, die meisten Polizisten haben gute Arbeit geleistet, wenig geschlafen und sind großem Stress ausgesetzt gewesen. man sollte ihre Arbeit würdigen und nicht alle über den undemokratischen Kamm scheren, nur weil vielleicht 5-10 Prozent von ihnen das Grundgesetz nicht kennen, nicht kennen wollen oder eigene Interessen verfolgen.
straffällige Polizeibeamte sollten genau so nach Recht und Gesetz der BRD behandelt werden wie straffällig gewordene Demonstranten oder G8-Gegner.
vincent_vega_83 (09.06.2007, 00:08 Uhr)
ich komm grad von da...
ich bin grad, nach einem ganzen tag voller ungewissheit und einschüchterungen von seiten der polizei-beamten aus dem revier 'ulmenstraße' (anderes gesa-revier als im artikel - aber gleiche bilder) entlassen worden.
ich kann den artikel nur bestätigen!
ich bin zutiefst schockiert darüber, dass man mir, ohne dass ich irgendetwas getan habe so einen schrecklichen tag antun durfte.
obendrein hab ich jetzt bis morgen mittag um 12 im rostocker zentrum, meinem wohnort platzverbot!
warum? weil man 'vermutet', ich 'könnte' menschen gefährden...
na klar...ich hab die ganze woche über nichts anderes gemacht, zuletzt habe ich menschen 'gefährdet', als ich gestern mit 1000 anderen menschen friedlich auf einer schlafsack-lagerfeuer-und-musik-straßenblockade vor heiligendamm zu meinem kumpel sagte, dass wir uns mal mehr mit den armen polizisten unterhalten sollten, da die stundenlang eine mauer bilden mussten, während wir unseren kleinen sieg gefeiert haben.
aber stimmt ja, 'wir demonstranten' sind alles verbrecher!
wo bleibt da das recht auf meinungsäußerung, wenn demonstranten, die nach demonstranten aussehen (könnten) vor oder während einer demonstration verhaftet werden???
aber seit dem die bild, andere zeitungen und tv-sender alle unangepasst-gekleideten menschen dem 'schwarzen block' zugeordnet haben und eine woche lang immer wieder die berüchtigten 20 minuten einer ansonsten friedlichen 14-stunden-demo gezeigt haben, haben leute wie ich wohl keine rechte mehr...
ein sensations-journalismus auf absolut unterstem niveau und die menschen schlucken es (wie immer).
da kann ich nur ein sehr, sehr ironisches "danke, deutschland, du bist toll!" hinzufügen... :-(
H.Heine (08.06.2007, 17:53 Uhr)
Erstaunlich
Es ist schon erstaunlich, wie wenige hier in der Lage sind einen Artikel zu lesen. Wenn man mal den Emotionsjournalismus von heulenden Anwälten und gehbehinderten Demonstranten weg lässt, kommt man doch zu einen nüchternen Schluss: die Polizei inhaftiert wahllos Demonstranten und normale Passanten, weil ein dubioses Landesgesetz dies erlaubt. Die Polizei verwehrt diesen "Häftlingen" das Recht auf Rechtsbeistand und sogar die zuständigen Richter bewzweifeln die Rechtmäßigkeit der schnellen Urteile. Es steht natürlich außer Frage, dass unter den verhafteten einige gewaltbereite Autonome zu finden sind. Doch rechtfertigen diese vereinzelten "Erfolge" die Schar der unschuldig Inhaftierten? Nein! Jeder hat das Grundrechtlich garantierte Recht auf Meinungsfreiheit und Bewegungsfreiheit. Wenn ich aus dem Artikel entnehme, dass rund um Rostock bzw. Heiligendamm Menschen aus bloßen Verdacht verhaftet werden, dann stimmt mich das schon Nachdenklich. In Deutschland sollte es keine "Sondertribunale" für potentielle Unruhestifter geben.
Menschen die solch ein Vorgehen positiv bewerten, sollten sich vorher mal informieren was Demokratie im Sinne des GG bedeutet. Das Duckmäusertum scheint ja hier ein schönes Forum gefunden zu haben...
Malt (08.06.2007, 17:28 Uhr)
Oh man!!!
Haha, ich finde es immer wieder erstaunlich, wei hier die parallelen zwischen "Linken" und "Rechten" Demonstranten gezogen werden.
Wann, bitte, hat die Polizei zuletzt eine rechtsradikale Demo gewaltsam aufgelöst?
Davon mal abgesehen, dass es in Wunsiedel z.B. vor 2 Jahren noch höchstrichterlich erlaubt wurde, zum Gedenken an Hess auf die Staße zu gehen... Wo waren da die Auffanglager für Rechtsradikale, die BUSWEISE in die Stadt eingefallen sind mit ihren tätowierten Hakenkreuzen und verfassungsfeindlichen Symbolen auf den Jacken und Fahnen? Oder werden die rechten vielleicht nicht als Gefahr für die öffentliche Ordnung gesehen?
Hier wird schon seit Jahren mit zweierlei Maß gemessen. Man veranschauliche sich nur mal, wieviele Erznazis noch heute Namensgeber für Bundeswehrkasernen sind, nur weil in unserer Politik ganz oben im Bundestag etc. Leute sitzten, die einen regelrechten Nazi- und wehrmachtskult betreiben. So eine Lobby hat die Linke natürlcih nicht. Da wurde ja der Grundstock der Intellektuellen Linken in den 30ern im KZ umgebracht, sodaß nur noch der Pöpel übrig blieb.
Easy_d (08.06.2007, 17:16 Uhr)
@Panger
erstmal tschuldigung wegen dem Namen, war wohl ein Schreibfehler!
dann muss ich mich natürlich auch von den Trollen hier distanzieren, die schreiben "Polizei zu Human", mit sowas habe ich natürlich auch nichts zu tun.
Für mich ist aber an der ganzen Diskussion komisch, dass die 0,1% der Bevölkerung meinen für 100% zu sprechen. Das ist das Problem, welches du mit "Aber ich finde es unverschämt [..] Ihre Meinung als die einzig wahre darstellen, das kann es doch nicht sein." beschreibst. Auch da bin ich ganz bei dir! Von mir aus sollen die friedlichen Demonstranten doch dort wo sie dürfen demonstrieren, aber sie sollen nicht so tun, als ob sie für 100% der Bevölkerung stehen. Sie sind und bleiben ein kleiner (eventuell zu vernachlässigender) Teil unser Bevölkerung, mehr nicht. So ist es halt in einer Demokratie!
Panger (08.06.2007, 16:39 Uhr)
Oh Mann
Also erstmal ist mein Nickname nicht Pranger sondern Panger (nicht das Mittelalterliche Folterinstrument)
@ Easy-D
Sie mögen damit recht haben, dass man zuerst davon ausgeht dass die anderen nicht die Meinung haben. Aber ich finde es unverschämt, wenn bestimmte Personen hier in Ihren Kommentaren Ihre Meinung als die einzig wahre darstellen, das kann es doch nicht sein.
Ich stehe gewiss nicht auf Seiten der Randalierer oder des schwarzen Bloks. Aber wie hier ALLE (und ich meine wirklich ALLE) über einen Kamm geschoren werden, egal ob friedlicher Protest oder Steinewerfer ist absolut idiotisches Schwarz-Weiß Denken in absolut unterster Schublade.
z.B. "Polizei zu Human"
Sind wir wirklich schon soweit(bzw. wieder soweit), dass wir konsequent alle Menschen mit einer anderen Meinung gewaltsam niederknüppeln
Die Menschen, die hier so Äußerungen leichtfertig abgeben, sollten anfangen Ihre Informationen in den weiten des WWW zu recherchieren und zu belegen, statt sinnloses Stammtischgelaber hier preis zu geben.
Der G8 Gipfel hat leider nicht mehr viel mit Demokratie zu tun. die 8 "Volksvertreter" sitzen locker flockig zusammen und entscheiden darüber was mit der Welt passiert.
Ich würde vorschlagen einen Volksentscheid machen zu lassen um dann wirklich zu sehen, wieviele sich mit diesen Entscheidungen identifizieren können...
"Wann merken die Demonstranten denn endlich, das die Polizei die nicht unterscheiden kann, wenn man so aussieht wie der schwarze Block?! "
Wenn man aufmerksam Videos zu der Demonstration in Rostock schaut, fällt einem auf, dass nicht nur Leute in schwarz verhaftet und abgeführt worden sind...
Schubladendenken in Perfektion.
Es geht nicht darum wer Schuld an was hat. Die Steinewerfer sind Idioten mit nichts in der Birne, die mit ihrem "Protest" nichts erreichen.
Aber man sollte nicht jeden Demonstrant wegen 2000 Autonomer diffamieren.
Alex64 (08.06.2007, 16:33 Uhr)
Jetzt lasst uns mal
... eines nicht vergessen.
Wir alle hier in Deutschland leben im vergleich zu vielen anderen Ländern recht gut (ja, ich meine auch diejenigen, die Hartz4 beziehen).
Wir leben in einer Demokratie - und das heisst u.a. auch, dass sich Minderheiten (auch wenn es ihnen nicht in den Kram passt) der Mehrheit zu beugen haben. Und nicht die Mehrheit hat in Heiligendamm demonstriert...
Wir haben ein grundgesetzlich garantiertes Recht auf FRIEDLICHE Versammlungen. Was daraus wurde.... - dazu muss ich wohl nichts sagen, und deshalb war der Polizeieinsatz absolut gerechtfertigt.
Wer damit nicht zurechtkommt - bitte schön. Es gibt diverse Möglichkeiten, die keinen Einsatz der Staatsgewalt erfordern.
Aber sich hinterher über die "Härte" beklagen ist in meinen Augen nur eines: feige und dumm.
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