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Hochtief baut Hamburger Elbphilharmonie weiter

Die Stadt Hamburg hatte dem Bauunternehmen Hochtief mit der Kündigung aller Verträge gedroht. Kurz vor Ablauf eines Ultimatums einigte man sich: Die Arbeiten werden fortgesetzt, die Eröffnung erneut verschoben.

  Weil die Stadt Hamburg und der Baukonzern Hochtief über die Kosten stritten, ruhten die Bauarbeiten an der Elbphilharmonie acht Monate

Weil die Stadt Hamburg und der Baukonzern Hochtief über die Kosten stritten, ruhten die Bauarbeiten an der Elbphilharmonie acht Monate

Nach acht Monaten Stillstand auf der Baustelle der Hamburger Elbphilharmonie kann es endlich weitergehen: Kurz vor Ablauf eines zweiten Ultimatums haben die Stadt Hamburg und der Baukonzern Hochtief beschlossen, das Konzerthaus gemeinsam zu Ende zu bauen. "Beide Seiten haben sich auf den Weiterbau der Elbphilharmonie geeinigt", bestätigte Enno Isermann, Sprecher der Kulturbehörde, am Donnerstag Medienberichte. Details über die vereinbarten Punkte sollten am Mittag verkündet werden. Unter anderem soll Hochtief zugesagt haben, das umstrittene Dach endlich fertigzustellen. Als neuer Gesamtfertigstellungstermin werde Mitte 2015 angepeilt.

Die Stadt hatte mit der Kündigung aller Verträge gedroht, sollte sich Hochtief nicht bereiterklären, die Arbeiten am Dach des Konzertsaals wieder aufzunehmen. Die Tätigkeiten auf der Baustelle ruhen seit acht Monaten, weil sich die Stadt und Hochtief über die Sicherheit der Dachkonstruktion streiten.

Eröffnung erst 2015

Hamburgs Kultursenatorin Barbara Kisseler (parteilos) forderte von Hochtief eine bedingungslose Zusage, das Saaldach zu Ende zu bauen. Außerdem müsse das Schiedsgerichtsverfahren, dem Hochtief zu einem früheren Zeitpunkt bereits zugestimmt habe, endlich auf den Weg gebracht werden. Es soll sämtliche Rechtsstreitigkeiten um Mehrkosten und Bauzeitverlängerungen klären. Im Streit um die Ausführungsplanung der gesamten Haustechnik hat die Stadt Hochtief zwei Varianten vorgeschlagen: Entweder übernimmt die Stadt diese Arbeiten allein oder Hochtief zusammen mit den Architekten Herzog & de Meuron. Außerdem soll ein endgültiger Zeitplan vorgelegt werden.

Seit Jahren streiten sich die Stadt Hamburg und Hochtief um das spektakuläre Bauwerk. Zunächst sollte das Konzerthaus 77 Millionen Euro kosten und 2010 fertig sein. Mittlerweile liegen die Kosten für den Steuerzahler bei mindestens 323 Millionen Euro. Die Eröffnung ist zurzeit für 2015 geplant.

swd/DPA/DPA
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