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Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat SPD und Grünen wegen des von der früheren rot-grünen Bundesregierung beschlossenen Moratoriums für die Erkundung des Salzstocks Gorleben Verantwortungslosigkeit vorgeworfen.
Umweltminister Röttgen will Gorleben zum Atommüll-Endlager ausbauen. Wolfgang Ehmke von der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg warnt den Minister im Interview mit stern.de und kündigt Widerstand an.
Zehn Jahre ruhten die Erkundungsarbeiten, jetzt werden sie wieder aufgenommen. Bis zum Jahr 2017, so Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU), solle geklärt werden, ob Gorleben als Endlager für hochradioaktiven Atommüll taugt. Politiker von SPD und Grünen sowie Umweltschützer kritisierten die Entscheidung heftig.
Hat die Regierung Kohl die Wissenschaftler beim Gutachten zu Gorleben 1983 beeinflusst? Der ranghöchste beteiligte Wissenschaftler sagt im stern-Interview ganz klar "nein". Für Helmut Röthemeyer steht die Eignung des Standorts als Atommüll-Endlager außer Frage.
Unbegründet, unbewiesen, unredlich: Mit scharfer Kritik hatte Kanzleramtschef Thomas de Maizière auf Vorwürfe reagiert, die Regierung Kohl habe Gutachten zum Atommülllager Gorleben verändern lassen. Nun will die Bundesregierung den Fall doch aufarbeiten lassen.
Jahrzehntelang wurde das Endlager Asse II nur äußerst schlampig kontrolliert, über den dort gelagerten Atommüll gibt es nur unzureichende Informationen. Wer trägt die Verantwortung dafür? Welche Gefahren bestehen für die Umwelt und die Anwohner? stern.de gibt Antworten.
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