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25. Juli 2008, 13:05 Uhr

"Klares Bekenntnis zur Abrüstung"

Gernot Erler hatte bereits John F. Kennedy live erlebt, damals 1963 in Berlin. Nun hat sich der Staatsminister im Auswärtigen Amt die Rede Barack Obamas angeschaut. Und war begeistert. Vor allem über dessen Vorstellungen einer atomwaffenfreien Welt, wie der SPD-Politiker im stern.de-Videointerview sagt. Von Hans Peter Schütz

Zoom

Gernot Erler hat als einer von wenigen Polit-Prominenten Obama live erlebt© Michael Sohn/AP

Die politische Prominenz war nur dünn vertreten beim Berliner Auftritt von Barack Obama. Einer der wenigen war Gernot Erler (SPD), Staatsminister im Auswärtigen Amt. "Ich wollte ihn live erleben", sagte er im Gespräch mit stern.de im Berliner Café "Einstein". Denn er habe 1963 auch schon Kennedy vor dem Schöneberger Rathaus erlebt. "Und ich dachte, vielleicht kriegt man da gute Erinnerungen."

Politisch die wichtigste Botschaft war für den politischen Vertreter von Bundesaußenminister Frank Walter Steinmeier, "dass ein neues Kapitel zwischen den europäisch-amerikanischen Beziehungen ausgeschlagen werden soll. Wobei man auf gleicher Augenhöhe die Kräfte bündeln soll, um globale Fragen zu beantworten".

Ein besonderer Schwerpunkt in der Obama-Rede war der Kampf gegen nukleare Waffen und atomare Bedrohungen. Auch in Berlin gibt es immer wieder Befürchtungen, es könnte sich ein nuklearer Konflikt zwischen Israel und dem Iran anbahnen. Für Erler hat Obama "in einer für mich eindrucksvollen Weise einen Zusammenhang von dieser Gefahr und den Abrüstungsverhandlungen der Atommächte hergestellt". Wichtig sei, so Erler weiter, dass sich ein Mann, der amerikanischer Präsident werden will, "sich so deutlich zur atomaren Abrüstung bekannt hat."

Die Frage, ob er an den Wahlsieg von Obama glaube, beantwortete Erler mit der Bemerkung: "Wenn die Berliner mitwählen dürften: Ja!"

Von Hans Peter Schütz
KOMMENTARE (10 von 19)
 
Known (26.07.2008, 14:46 Uhr)
@derParanaut
Klingt irgendwie nach Apokalypse
diahel (25.07.2008, 18:49 Uhr)
Obamamanie
Obama ist für mich der größte Windbeutel, den die Politik in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Wenn man ihn an seinen Taten misst und nicht an seiner Hautfarbe, dann bricht das romantische Bild vom tatkräftigen multikulturellen "Changer" schnell zusammen und das eines ins Extrem taktierenden Machtpolitikers wird sichtbar. Dass er die Wahlen gewinnt ist dennoch klar, denn wer es bis jetzt schon so gut und leicht geschafft hat das Volk und selbst intelektuelle Köpfe mit den jahrtausende alten politischen Floskeln zu blenden (Frieden, Gleichheit, Freiheit etc.), der wird dann auch den letzten Schritt, die Wahl, für sich entscheiden. Ändern wird sich dann nichts, man ( = das Establishment hinter dem Präsidenten) kann die Situation durch einen Obama nur leichter verkaufen. Die Wähler glauben an ein Aufatmen, dabei wird der Wolf (Bush) nur durch die Hyäne im Schafspelz (Obama) ersetzt. Obama ist ein falscher Messias und die Welt wird das noch sehen!
derParanaut (25.07.2008, 16:26 Uhr)
Barack Obama
Barck Obama`s Auftritt wirkte faszinierend auf jüngere Generationen.
Bei all dem Hype muss man sich Folgendes vor Augen halten:
schon vor mehreren Jahrzehnten wurde beschrieben, dass uns in der Phase
der Globalisierung ein Weltpräsident präsentiert werden wird. Ein Worldleader, mit dem sich nahezu Jeder und jede Nation identifizieren kann. Einer, der überall auf der Welt angenommen wird. Obama ist dieser Mann.
Er ist etwas weiss und etwas schwarz, war Muslim, dann Atheist, dann Christ. Er verkörpert das Spachrohr,
das jeder akzeptiert. Er tourt auf seiner Wahlkampagne durch all seine Länder, über die Welt.
Ein Worldleadership ist seit langem geplant, unter dem hohen Ziel, die Menschheit zu einen.
Obama wird in Begleitung eines Krieges zum 1. Weltpräsident aufsteigen.
Jüngeren Generationen ist die neue Weltordnung
durchaus bewusst.
mupfeline (25.07.2008, 14:58 Uhr)
Na sehr viel scheint Herr Erler nicht zu erwarten
Weder vom Leben noch von der Politik.
Wenn diese Rede ihn begeistert hat kann man eigentlich nur noch Mitleid mit dem Mann haben.
Johann58 (25.07.2008, 14:52 Uhr)
Was habt Ihr denn erwartet?
Ein Wunder? Antworten auf Fragen die die Welt bewegen? Einen Termin fuer den Abzug der letzten Soldaten aus den Irak? Einen Termin fuer den Angriff auf den Iran? Frueher hat man glaenzende Redner und Obama ist ein solcher ganz einfach Demagoge genannt. Beispiele gibt es auch in der deutschen Geschichte. Dass er wie ein Messias in Berlin empfangen wurde gat damit zu tun, dass George W. nicht nur in den USA als schlechtester Praesident aller Zeiten betrachtet wird sonder auch dass er das Image der USA in der Welt zerstoert hat und wenn auch die USA nicht mehr der allmaechtigste Staat der welt ist so haben die USA nach wie vor einen hohen Stellenwert und die Welt, auch insbesondere Deutschland wuenscht sich nichts mehr als einen US Praesidenten der mehr als schwarz/weiss sieht und geglegentlich auch mal sein Hirn benutzt. Im uebigen ist Obama ja noch nicht einmal offiziel Praesidentschaftskandidat. McCain hat als Reaktion gestern wenigstens in Ohio gedeutschtuemelt mit Bratwurst und Sauerkraut. Ach ja, manchmal denke ich ich bin im falschen Film.
tricky_dude (25.07.2008, 14:50 Uhr)
@042020
Ich meinete die Show in Berlin, also Absperrung, Polizeieinsatz,etc..
Ne Runde Freibier hätter ruhig auch noch springen lassen können. :-)
042020 (25.07.2008, 14:39 Uhr)
tricky dude
nein, die reise nach Afg./Iraq wurde
vom US steuerzahler bezahlt. Er hatte doch noch zwei Senators dabei,
so kommt das under "fact finding mission".
042020 (25.07.2008, 14:36 Uhr)
CHATAHOOTCHEE
alle deine kommentare sind sehr gut.
dieser leere Anzug kann ohne tele-prompter keine rede halten. Und
ein besuch beim Krankenhaus in Ramstein ware bestimmt richtig gewesen. Der US steuerzahler hat ja
einen grossen teil seiner reise bezahlt.
hoffe sehe dich am 4 Nov. beim wahlen. McCain 008
PS 102 deg.in Dallas, der regen ist in suden geblieben.
tricky_dude (25.07.2008, 14:27 Uhr)
Wenigstens...
..hat er das ganze Theater aus eigener Tasche, bzw. Wahlkampfkasse, bezahlt. DAS möchte ich mal bei einem deutschen Politiker erleben.
Atomwaffenfreie Welt? Ja klar, jeder wird sich daran halten, jaja, genau wie die bösen Buben keine Schießeisen mehr haben wenn Schusswaffen für Privatleute verboten werden. Naiv. Aber reden kann er.
shine (25.07.2008, 14:19 Uhr)
@chatahootchee
"Mehr Leute als ein derzeitiger deutscher Politiker auf die Beine bringen wuerde"
Und das soll jetzt etwas negatives an Obama sein? Wenn es in D keine charismatischen, gut redenden Politiker gibt, ist das doch ein deutsches Malus.
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