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11. Juni 2009, 08:40 Uhr

Schäuble nach Brüssel? "Frei erfunden"

Dass der Posten des deutschen EU-Kommissars künftig von der Union besetzt wird, scheint klar. Kandidaten für die Nachfolge des SPD-Politikers Günter Verheugen gibt es viele, jetzt wurde Innenminister Wolfgang Schäuble ins Spiel gebracht. Doch sein Sprecher dementiert strikt.

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Posten in Brüssel? Kanzlerin Angela Merkel will Wolfgang Schäuble angeblich als neuen EU-Kommissar vorschlagen. Dessen Sprecher dementiert© Hannibal Hanschke/Reuters

Das Bundesinnenministerium hat eine Meldung mit aller Entschiedenheit zugewiesen, wonach Wolfgang Schäuble als neuer deutscher EU-Kommissar vorgesehen ist. Ein Ministeriumssprecher dementierte am Donnerstag einen Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung", nach dem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr Parteifreund Schäuble sich darauf verständigt hätten, dass der Innenminister nach Brüssel geht. "Die Meldung (...) ist frei erfunden", sagte der Sprecher.

Merkel und Schäuble hätten über die Entsendung des Ministers nach Brüssel Einvernehmen erzielt, hatte das Blatt unter Berufung auf das Umfeld Merkels berichtet. Im Vergleich zu den zur Debatte stehenden CDU-Kandidaten Friedrich Merz, Peter Hintze oder Elmar Brok sei Schäuble am ehesten der SPD vermittelbar. Der Jurist komme für jede Aufgabe in Brüssel infrage.

Die Bundesregierung will die Entscheidung über den Posten eventuell erst nach der Bundestagswahl fällen. Der jetzige deutsche EU-Kommissar Günter Verheugen ist für das Ressort Unternehmen und Industrie verantwortlich. Der SPD-Politiker gibt seinen Posten in diesem Jahr nach zwei Amtszeiten auf. Nach dem Debakel für die Sozialdemokraten bei der Europawahl reklamiert die Union das Amt für sich.

Der CDU-Wirtschaftsrat wünscht sich den früheren Unions-Fraktionschef Merz als Verheugen-Nachfolger, weiß aber auch, dass die Chancen dafür schlecht stehen. Merz selbst hatte in einem Interview mit stern.de erklärt, es sei alles Unsinn, was ihm im Zusammenhang mit Brüssel unterstellt werde. Der Politiker, der im Präsidium des CDU-Wirtschaftsrates sitzt, will nicht mehr für den Bundestag kandidieren und sich voll auf seine Anwaltstätigkeit konzentrieren.

joe/AP/Reuters
 
 
KOMMENTARE (10 von 14)
 
quakenderfrosch (11.06.2009, 15:47 Uhr)
Vielleicht stimmt ja beides ?
Wenn zwischenzeitlich verifiziert werden konnte inwieweit es sich bei der zum EU-Kommissar in spe auserwählten Person tatsächlich um diejenige handelt welche heutzutage noch in den Reihen der Bundesregierung herumfährt . Namensgleichheiten sollen, wie ja gerade wieder den Experten im Auswätigen Amt zu entnehmen, eindeutige Identifizierung um Tage verzögern können .
Nach Ausschluß dieses Fehlers bliebe nur offen ob bei der, selbstverständlich einhellig zu verurteilenden, damaligen Schießerei mit Herrn Kaufmann irrtümlich einer der Umherstehenden durch Querschläger so an wichtigen Körperteilen verletzt wurde daß es diesen anschließend zur Sprechertätigkeit qualifizierte - und nun die bei dem Chef bereits länger bekannten Gedächtnisverluste aufgrund der Spätfolgen ebenfalls verstärkt auftreten.

Sobald jeder Zweifel ausgeschlossen werden kann, scheint ein über seine eigene Berufung offenbar Uninformierter additiv aller anderen längst bewiesenen Disqualifikationen geradezu prädestiniert für einen Job bei dem sowieso kein Mensch zur Sitzung erscheint und wo man von daher weder was zu merken noch zu überwachen braucht .
Nursery (11.06.2009, 12:15 Uhr)
Widerlich
Mir wird speiübel daß so ein Mensch Kommissar werden soll.Bei den Ethnischen Problemen in Europa so einen Blingänger hineinzuwerfen ist unverantwortlich.Was glaubt die CDU eigentlich so ihre Macht in Brüssel zu manifestieren.Entscheidend ist doch die Angst der Bürger in der EU vor Jobverlust ,Ausgrenzung und Zu vielen Emigranten.Sollte so einer wie Schäuble zündelt ,können wir uns warm einpacken.Mir ist es Schleierhaft in was für einer Stümperhaften Art und Weise so wichtige Posten verschachert werden.
audio001 (11.06.2009, 11:42 Uhr)
Bitte nicht auch noch einen Herrn Schäuble zur EU!
Die EU ist doch kein Pensionsfonds für Politiker, die ihr politisches Haltbarkeitsdatum erreicht haben?
Es muss doch wohl noch andere Möglichkeiten geben sich "von verdienten" Politikern zu trennen?
Mule (11.06.2009, 11:39 Uhr)
Rentner Schäuble
Schäuble ist Jahrgang 1942 und sollte nun endlich in Rente fahren und nicht nach Brüssel "weggelobt" werden. Sonst kommt einem doch noch der Gedanke, daß Brüssel das Endlager für alte, ausgediente und nicht mehr willkommene Politiker ist.
terrax (11.06.2009, 11:39 Uhr)
@Bebuquin
Das ist glaube ich egal, wer dort an der Macht ist. Nachfolgender Artikel ist auch interessant:
http://interaktiv.mlpd.de/rf0603/rfart1.htm
Sternchen2020 (11.06.2009, 11:39 Uhr)
Die Diskussion wirft Fragen auf
Ist es eigentlich noch vertretbar, wenn sich - wie hier gemunkelt wurde, Merkel und Schäuble über so eine Besetzung einigen?
.
Ja, wo leben wir denn? Das Volk wird völlig übergangen und die Herrschaften einigen sich mal eben im Hinterzimmer, wer denn un welches Pöstchen besetzt?
.
Wir haben diesbezüglich einen ungeheuren Handlungsbedarf, packen wir es endlich an!
Angel_of_Mercy (11.06.2009, 11:36 Uhr)
@Bebuquin
In einem älteren stern.de Artikel war von Roland Koch die Rede. Merkel will ihn weg aus Hessen haben
Ich weiß. Immer wenn man denkt schlimmer gehts nicht mehr. Mit Koch als Innenminister bekommen wir die westliche Variante der Sharia.
Ich weiß aber nicht, warum der Schäuble sich das antun sollte. Derzeit ist er etwa von 80 Millionen Verbrechern umgeben. In der EU Kommission wären es ja dann knapp eine halbe Millarde.
Sternchen2020 (11.06.2009, 11:11 Uhr)
@ AttaTroll: schön wäre es ja,
nur nimmt er den gesamten Überwachungswahn im Gepäck mit und bastelt daraus EU-weite Verordnungen.
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Zu seiner Ehrenrettung muss man allerdings sachlich feststellen, dass es keine Gesetze gibt, ohne Zustimmung der überwiegenden Mehrheit der Parlamentarier. Hüben wie drüben, insofern ist das anprangern der Person Schäuble allein ja nicht korrekt.
AttaTroll (11.06.2009, 11:03 Uhr)
Schäuble
Ein EU Kommissar ist genauso überflüssig wie der andere - egal wer den Job auch macht. Wenn wir auf diese Weise Schäuble, der bekanntlich an jeder Strassenecke einen gefährlichen Terroristen wittert, endlich loswerden ist das doch ok. Viel Schaden kann er in diesem Schnarchnasen-Parlament sowieso nicht anrichten. Aber was die Postenschieberei und das Versorgen mit lukrativen Einkommensquellen betrifft, so gebe ich meinen Vorpostrn voll und ganz recht.
Bebuquin (11.06.2009, 11:02 Uhr)
Wer kommt wohl dann nach Big Schäuble?
Von Schily zu Schäuble war ja schon eine Steigerung im paranoiden Wahnsinn. Aber wer kommt da wohl als nächstes? Vielleicht der Norbert Geis von der CSU?
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