. .
Politik in Deutschland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
27. Februar 2008, 17:43 Uhr

Einigung bei Betreuungsgeld

Bei der Frage um das Betreuungsgeld konnte sich die große Koalition auf einen Kompromiss einigen. Der vor allem von der SPD verlangte Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz wird im Gesetz für den Krippenausbau festgeschrieben.

Wo fühlt sich der Kleinste am wohlsten? Zu Hause oder in der Krippe, finanziell soll beides gehen© Throsten Silz/DDP

Nach monatelangem Streit über das Betreuungsgeld für die Kindererziehung zu Hause hat sich die Regierung auf einen Kompromiss geeinigt. Zwar wird der nächste Bundestag nicht an den Kompromiss gebunden sein, aber Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) stellten die umstrittene Zahlung ab 2013 in Aussicht. Der vor allem von der SPD verlangte Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz wird dagegen im Gesetz für den Krippenausbau festgeschrieben und greift ebenfalls ab 2013. Damit schafft die große Koalition die Voraussetzung für die Verdreifachung der Krippenplätze in den kommenden Jahren.

"Das Veto des Finanzministers ist weg", verkündete von der Leyen in Berlin. Sie sei "mit großer Fairness" getroffen worden. Auch Steinbrück sprach von einem "vernünftigen Kompromiss". CSU-Chef Erwin Huber begrüßte die Einigung: "Das ist ein guter Tag für die Familien in Deutschland." Die CSU ist Hauptverfechter einer monatlichen Zahlung von etwa 150 Euro an die Familien. Ein entsprechender Absatz soll nun ins Sozialgesetzbuch eingeführt werden. Die konkrete Ausgestaltung soll bis zum Jahre 2013 abgeschlossen sein.

"Bildungspolitischer Unsinn"

Die Opposition ist von der Entscheidung weniger begeistert. Die Familienexpertin der FDP-Fraktion, Ina Lenke, sprach von einem "Salto rückwärts" der Ministerin. Ihre Fraktion lehne ein Betreuungsgeld weiter ab. Diana Golze von der Linken sieht einen "Kniefall vor der CSU". Grünen-Chefin Claudia Roth nannte die Übereinkunft "bildungspolitischen Unsinn". Das Betreuungsgeld sei kostspielig und setze falsche Anreize.

Der Krippenausbau soll derweil in den nächsten Jahren so vorangetrieben werden, dass bis 2013 für jedes dritte Kleinkind ein Betreuungsplatz zur Verfügung steht. Der Bund beteiligt sich mit vier Milliarden Euro daran und übernimmt damit ein Drittel der Gesamtkosten. Die restlichen Kosten teilen sich die Länder und die Kommunen.

DPA/Reuters
 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
OTTO889 (27.02.2008, 21:36 Uhr)
@brouwser
Haben Sie noch mehr Binsen auf Lager?
Leider wird die Zukunft unseres Landes durch die Herdprämie großer Chancen beraubt. Wenn man sein Kind nicht in die kostenlose Kita schickt, wird man belohnt. Eine Schande.
brouwser (27.02.2008, 18:41 Uhr)
Kinder sind die Zukunft unseres Landes
Mehr braucht man dazu nicht zu sagen.
MEHR ZUM ARTIKEL
Betreuungsgeld Steinbrück legt Veto ein

Die Pläne von Familienministerin von der Leyen, das Betreuungsgeld gesetzlich festzulegen, sorgen weiter für Streit in der Großen Koalition: Bundesfinanzminister Steinbrück hat sein Veto gegen das Vorhaben eingelegt. Von der Leyens Gesetzesenwurf kann so nicht mehr verabschiedet werden. mehr...

Betreuungsgeld Merkel vertröstet CSU

Da dürften sie zürnen in Bayern: Im Bundestag hat Kanzlerin Angela Merkel die CSU-Pläne für ein Betreuungsgeld auf die lange Bank geschoben. Dass sie eine "Woodstock"-Politik betreibe, wurde der Kanzlerin aber von anderer Seite vorgeworfen. mehr...

Kinderbetreuung Stoiber droht Krippenausbau zu kippen

Mühsam haben sich SPD und Union darauf verständigt, einen Rechtsanspruch auf Betreuung für unter Dreijährige einzuführen. Doch nun droht die CSU mit einem Veto - und verlangt ein Betreuungsgeld für Nichtkrippenkinder. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe