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24. April 2009, 07:18 Uhr

Von der Leyen will Elterngeld länger auszahlen

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen will die mögliche Bezugsdauer für das Elterngeld verlängern. Künftig sollen junge Familien die Leistungen bis zu 28 Monate lang erhalten können - unter einer Bedingung.

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Will die Bezugsdauer des Elterngeldes verlängern: Familienministerin Ursula von der Leyen© Michael Gottschalk/DDP

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat eine Verlängerung des Elterngelds ins Gespräch gebracht. Nach den Vorstellungen der Ministerin könnten Paare die Leistungen bis zu 28 Monate lang erhalten, wenn sie währenddessen in Teilzeit arbeiten, wie die "Bild"-Zeitung berichtet.

"Viele Väter, die sich in Zeiten der Krise nicht trauen, ganz auszusteigen, könnten statt zwei voller Vätermonate vier halbe nehmen", sagte die CDU-Politikerin dem Blatt zufolge. "Sie arbeiten halbtags und bekommen das halbe Elterngeld. Die Mütter können es genauso machen, so dass Vater und Mutter zusammen auf bis zu 28 Monate kommen können." Das gebe beiden Elternteilen die Möglichkeit, Zeit mit ihrem Kind zu verbringen und im Beruf zu bleiben.

In Zeiten der Wirtschaftskrise müsse sich Familienpolitik "auf das Wesentliche konzentrieren: Armut verhindern", fordert sie. Diese verhindere man am besten mit Arbeit. Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten sei es von Vorteil, wenn Familien sich nicht nur auf ein Einkommen verließen. In jeder fünften Familie sei mittlerweile die Frau die Hauptverdienerin.

Mit Blick auf den Ausbau der Kinderbetreuung sagte von der Leyen: Zwar sei der Bedarf an Kita-Plätzen erst zu etwa einem Drittel gedeckt. "Doch der Ausbau kommt gut voran. Der Bund hat den Ländern für 2008 und 2009 insgesamt 650 Millionen Euro gegeben. Davon haben die Länder den Städten und Gemeinden bereits fast 400 Millionen Euro bewilligt."

Die Bundesfamilienministerin hatte sich in der vergangenen Woche auch angesichts des Geburtenrückgangs erneut für eine Ausweitung der sogenannten Vätermonate beim Elterngeld ausgesprochen. Das gehöre als Ziel ins Wahlprogramm der Union. Die SPD hatte eine Ausweitung der teilweise bezahlten Freistellung von zwei auf vier Monate in ihren Entwurf für das Wahlprogramm aufgenommen.

Das Elterngeld ist ein Lohnersatz für Mütter und Väter, die nach der Geburt eines Kindes die Berufstätigkeit unterbrechen oder auf höchstens 30 Stunden in der Woche reduzieren. Gezahlt werden 67 Prozent des letzten Nettogehalts, höchstens aber 1800 und mindestens 300 Euro im Monat.

Die staatliche Leistung wird bisher maximal 14 Monate gezahlt. Ein Elternteil kann sie aber längstens zwölf Monate in Anspruch nehmen. Weitere zwei Monate wird nur dann gezahlt, wenn der andere Partner das Kind betreut. Damit sollen vor allem Väter an der Erziehung der Kinder stärker beteiligt werden. Alleinerziehende erhalten das Geld volle 14 Monate.

AP
 
 
KOMMENTARE (10 von 14)
 
peterpan1001 (24.04.2009, 10:58 Uhr)
@nostradamus
bin gleicher meinung, besser könnte ich es nicht schreiben.
--
ich habe schon vor einem jahr hier geschrieben daß die leute auf die straße gehen werden und es eine revolution geben wird, und bin ausgelacht worden.
und glaubtmir, es wird so schlimm werden, ihr könnt es euch nicht vorstellen. ich will und kann hier nicht mehr schreiben.
wer meint, wir haben die krise schon überstanden, täuscht sich gewaltig. die krise hat noch nicht mal richtig begonnen. ende 2009 gehts erst langsam los.
ich sags mal mit acdc - highway to hell
sedanon (24.04.2009, 10:38 Uhr)
Nervige Profilneurose ?
Beinahe täglich tut sich v.d.L. durch Vorschläge hervor, die entweder unausgegoren sind und/oder keinen Menschen interessieren.
Ihr Sendungsbewußtsein wird nur noch durch ihren missionarischen Eifer getoppt.
Kein Wunder rieb sich Wulff die Hände als dieser vorlaute Streber aus seinem Kabinett nach Berlin wechselte.
gayorg (24.04.2009, 10:24 Uhr)
ein paar Jahre zurück
Tip an unsere FAMILIENBARBIE
Ein ´MUTTERKREUZ´das wäre doch was
sternachimstern (24.04.2009, 10:22 Uhr)
Das gibts doch schon. Nur Wahlkampf??
Genau das was im Artikel beschrieben wird habe ich vor zwei Jahren bei unserem Sohn schon gemacht. Das ist nicht neu. Ist das eine Wahlkampfnebelkerze??
mcrae (24.04.2009, 10:02 Uhr)
Mal wieder Murks
Da es ja für jeden Teilzeitstellen gibt, die auch noch überaus gut bezahlt werden, wird das Elterngeld angepasst...
Alle die keine Teilzeitstelle bekommen oder wenig verdienen werden halt wieder abgestraft.
Alles den Reichen, Almosen haben sich ja schon seit Jahrhunderten bewährt.
zet75 (24.04.2009, 09:58 Uhr)
Elterngeld...
Das ist der größte Betrug überhaupt.
1 Jahr lang 67 Prozent des Einkommens für Mütter (+ evtl. 2 Monate für die Väter). Mindestens aber 300 €.
Das ich net lach. Früher bekam man mal 24 Monate lang 300 Euro. Jeder!
Jetzt profitieren wieder Doppelverdiener... Aber das es Mütter gibt die gerne bei Ihren Kindern sind wird vergessen...
Nizzre (24.04.2009, 09:46 Uhr)
Elterngeld ist wie die Abwrackprämie...
... den jungen Eltern wird ein Startgeld für die Anschaffung als "sanfter Verführer" vor die Nase gehalten.
Und wenn sie dann das Kind haben, dann werden sie mit den horrend wachsenden Kosten und dem Zwangsgeschrumpften Einkommen allein gelassen.
Denn immer noch ist es so, dass
- wenn beide voll arbeiten der "III/V" oder "IV/IV"-Straftarif dafür sorgt, dass die Steuern bis auf ein paar Cent so hoch ausfallen, wie bei zwei Singles mit einem Kindergeld.
Nur die - bei den Lohnverhältnissen heute selbst für Mittelschichtfamilien gar nicht mehr realisierbare Hausfrauen-Ehe bringt massive Steuervorteile.
Die Lehrmittelfreiheit ist lange schon ein Witz.
Pro Halbjahr wird ein Hunderter für Bücher, "Ausflüge" zu Umweltzentren, Mediatheken etc. also Lernorten etc. fällig.
Klassenfahrten kosten - für nicht HartzIV-Gratisfahrer "mal eben" 150 Euro für 2 1/2 Tage.
Es müssen bestimmte Klamotten und Ausrüstungsgegenstände nochmal für ungefär 100 Euro pro Halbjahr angeschafft werden.
Und dann natürlich noch Pfadfinder, Schwimmkurs und das was irgendwie zu ner guten Kindheit dazu gehört.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen:
Wir verdienen eigentlich gut.
Aber nachdem wir rundum "abgesaugt" worden sind, kann nur noch EINER in unserer Familie einen kleinen Urlaub im Jahr machen.
Unser Sohn, der fährt mit den Pfadfindern.
Mami und Papi bleiben brav zu Hause und arbeiten.
DAS ist das Problem in der Mittelschicht. Nicht die "Starthilfe", die animiert höchstens die entsprechende Klientel und Beamtinnen dazu ein Kind nach dem nächsten zu produzieren und immer schön in der "Elternzeit" zu verbleiben.
Grüßlis
Nizzre
mariahellwig (24.04.2009, 09:34 Uhr)
Ursula von der Leyen Superstar
Sie galt lange als Star im Kabinett. Ich konnte das nie nachvollziehen, denn ich finde ihre Politik als hilf- und konzeptlos. Es wird einfach mit Geld um sich geschmissen in der Hoffnung das irgendwo etwas verwertbares herauskommt. Sie ist nicht in der Lage ein funktionierendes Gesamtkonzept zu entwickeln. Es bleibt alles Stückwerk.
Wesentlich wichtiger fände ich eine intensivere Betreuung der Eltern die häufig mit Erziehung überfordert sind , jemand der Kontakte knüpft, und die Eltern durch den Dschungel der Förderprogramme führt.
Kurz: Man muss individueller auf die Bedürfnisse der Eltern eingehen.
Xennia (24.04.2009, 08:32 Uhr)
Frau Leyens Geburtenwahn
Ich bin tief enttäuscht von Frau von
der Leyen, weil sie vergangenes Jahr, mittels manipulierter Zahlen, einen angeblichen Geburtenaufschwung präsentierte! Ihr Ziel scheint zu sein: mehr Geburten um jeden Preis, auch wenn es für die neuen Erdenbürger keine Arbeitsplätze gibt.
Sternchen2020 (24.04.2009, 08:26 Uhr)
Es wird nicht funktionieren,
die Menschen auf die einseitige Sichtweite einer Ursula von der Leyen festzunageln. Sie arbeitet immer gener mit Bedingungen, um ihre persönlichen Vorstellungen durchzusetzen. Und die Geburtenrate sinkt und sinkt...! Hoffentlich ist es ab September vorbei mit von der Leyen.
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